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Grails

Redlight

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2004
Besonderheiten/Stil: instrumental; Postrock
Label: Neurot Recordings
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

William Slater Klavier, Bass, E-Piano, Gitarre
Timothy Horner Violine
Zak Riles Gitarre, Optigan, Dulcimer, Lap Steel
Alex Hall Gitarre
Emil Amos Schlagzeug, Lap Steel

Gastmusiker

Steve Mackay Saxofon (2)

Tracklist

Disc 1
1. Dargai 4:52
2. The Volunteer 5:56
3. Worksong 2:35
4. High & Low 4:04
5. Reprieve 3:11
6. Redlight 4:25
7. New Lystra 2:39
8. Fevers 6:58
9. Alms 2:53
10. Word Made Flesh 4:18
Gesamtlaufzeit41:51


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Im Postrock lassen sich grob zwei Hauptrichtungen unterscheiden: einerseits der minimalistisch arrangierte "fictional acoustic space" von Bands wie Bark Psychosis oder den späten Talk Talk, andererseits die zeitlupenhaft sich dahinwälzenden Klangmassen von GYBE oder Mogwai.

Besonders die zweite Richtung scheint in den USA momentan beliebt zu sein (bei den Musikern zumindest), hier sind in den letzten Jahren eine ganze Reihe Bands entstanden, die sich dieser Spielart des Postrock widmen. Mit Grails aus Oregon gibt es dort aber auch eine Band, die in ihrer Musik Elemente beider Varianten des Postrock vereinigt.

Grails spielen unter diesem Namen seit 2003 (vorher hießen sie "Laurel Canyon"), und Redlight ist ihr zweites Album. Prinzipiell ist ihre rein instrumentale Musik der oben erwähnten zweiten Variante des Postrock zuzuordnen: viel Gitarre, wenig Keyboards, elegischer Grundton, Entwicklung von filigranen zu krachenden Passagen und wieder zurück. Allerdings fließen die - recht kurzen - Stücke nicht einfach so dahin, verglichen mit anderen Postrockern bringen sie gerade in den filigranen Passagen viel mehr Abwechslung. Da schaffen sanfte Klaviertupfer und die auch mal pizzicato gespielte Violine zusammen mit sparsam eingesetzten Gitarren eine eigenartig weltentrückte Stimmung, einen wahrhaft "fiktionalen akustischen Raum", der dann den Bogen zu Bands wie Bark Psychosis schlägt. Manche Stücke wie New Lystra oder Alms sind ganz in diesem Stil gehalten, meist aber wechseln sich, ganz genre-typisch, filigrane Passagen mit krachenden ab.

Fazit: Grails sind ein weiteres Beispiel dafür, dass die Entwicklung des Postrock nicht völlig stecken geblieben ist.

Anspieltipp(s): The Volunteer, Fever
Vergleichbar mit: Mogwai, Bark Psychosis
Veröffentlicht am: 8.2.2007
Letzte Änderung: 8.2.2007
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Grails

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2003 The Burden of Hope 10.00 1
2007 Burning Off Impurities 10.00 1
2008 Take Refuge in Clean Living 10.00 1
2011 Deep Politics 11.00 1
2017 Chalice Hymnal 11.00 1

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