Under a New Sign
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Gerben Klazinga |
Keyboards |
| Mark Smit |
Vocals, Backing Vocals, Fender Rhodes on 5 |
| Mark Vermeule |
Guitars |
| Rinie Huigen |
Guitars, Backing Vocals |
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| Gijs Koopman |
Bass Guitars, Moog Taurus pedals |
| Pieter von Hoorn |
Drums, Percussion |
| Joop Klazinga |
Flutes, Recorders |
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Gastmusiker
| Bas Immerzeel |
Solo Guitar on 6, 12-string on 5 |
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| Ruben van Kruisium |
Cello on 5 |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
A Different Man
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07:50
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| 2. |
Exit L.U.M.C.
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07:41
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| 3. |
Mastermind
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06:17
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| 4. |
Under A New Sign
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05:44
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| 5. |
Courteous Love
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07:08
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| 6. |
Dreamweaver
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07:38
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| 7. |
A Different Man, part II
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13:07
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| Gesamtlaufzeit | 55:25 |
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Rezensionen

"Die niederländischen Meister des Progs kehren mit ihrem lang erwarteten zweiten Album zurück." Naja, ich kenne jetzt nicht wirklich alle niederländischen Progbands und weiß auch nicht, ob man so sehnsüchtig auf das neue Album von "Knight Area" gewartet hat wie die Plattenfirma das behauptet. Eins weiß ich aber: Der unwissende Mitarbeiter im Plattenladen wird die CD aufgrund des *hüstel* schönen Covers möglicherweise unter Metal einsortieren.
Dabei klingt die Platte wie eine - durchaus geplant und gewollte - Mischung aus alten wie neuen Neoprogbands der Marke IQ, Pendragon oder Arena und vielleicht einer Prise Retroprog der (alten) Flower Kings.
Gerade der Basssound steht ohrenscheinlich im Vordergrund und erinnert zuweilen stark an Pallas zu "Beat The Drum"-Zeiten. Natürlich kommen auch die klischeetypischen Moog-Pedals mehr als einmal zum Einsatz. Leider nicht so ideenreich, dass sich "Knight Area" damit besonders von ihren Idolen abheben können. Auch der wackelige Gesang zählt nicht gerade zu den Stärken der Band. Etwas gekonnter eingesetzt, würde er vielleicht von der Klangfarbe her gut zu der Musik passen.
Die stellenweise ordentlich platzierte Härte ? vor allem beim Gitarrensound ? kommt gut an und mildert vielleicht ein wenig den Kitschfaktor, der ab und an durchscheint. Woran übrigens der Keyboardsound nicht unerheblich mit Schuld hat, denn er quietscht und nervt ebenso wie bei der anderen üblichen Neoprog-Durschnittsware. Besonders deutlich wird dies bei "Courteous Love", einer Ballade, die eigentlich sogar richtig gut sein könnte, würden die fiependen Keys mit ihrem klebrigem Pathos nicht alles zukleistern. Da nützt es auch nichts, wenn man ab und an auf Mellotron oder Hammond Organ umschaltet.
Das gleiche gilt für "Dreamweaver". Der Song gefällt von der Struktur und vom Spannungsaufbau her, aber der Keyboarder gniedelt alles nieder. Schade eigentlich, denn der Longtrack am Ende des Albums lässt aufgrund der sehr feinen, aber auch nicht mehr besonders neuen Gitarrensoli noch mal kurz aufhorchen.
Leider viel zu durchschnittlich, oft gut gewollt, aber für meinen Geschmack nicht richtig umgesetzt und die Keyboards machen zusätzlich viel kaputt
| Anspieltipp(s): |
A Different Man, part II |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.5.2007 |
| Letzte Änderung: |
6.5.2007 |
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Endlich hat die Neoprog-Szene mal wieder ein Album aufgenommen, das genauso klingt, als sei es extra für mich gemacht worden: tiefblauer Überwältigungs-Pracht-Prog in satter Produktion, mit melodischen Soli, anspruchsvollen Hooklines, bombastischen Arrangements, phantasievollen Texten und jeweils angemessener Tracklänge.
Dabei hatte mir von Knight Area schon das erste Album ganz gut gefallen - wegen der paar Stellen, zu denen ich am liebsten vor Begeisterung am Kronleuchter geschaukelt wäre. Nun höre ich das zweite Album und hänge nur noch am Kronleuchter: diesmal stimmt (zumindest für meinen Geschmack) einfach alles:
Zum Beispiel der Opener "A different man": nach einer kurzen Bombast-Ouvertüre baut sich der Song langsam auf, dann im Mittelteil folgt ein Gitarrenbogen, dem eine Orgellinie kontrastiv gegenübergestellt wird - und schon habe ich wieder dieses Kronleuchter-Schaukel-Bedürfnis. Den Abschluss bildet eine Coda im reinsten Susi-Prog - gigantisch!
Zum Beispiel "Exit L.U.M.C.": Klingt wie ein Song im Pendragon-Aufbau, aber in Arena-Sound: Du-Di-Du-Keyboards mit Überraschungs-Wendungen, harte Rhythmen, lyrische Einschübe, zum Schluss Piano-Ausklang - wieder absolut gigantisch.
Zum Beispiel "Mastermind": Fast schon kein Neoprog mehr mit donnernden Bässen und prügelnden Metal-Elementen - irgendwie das solide Kraftzentrum des Albums.
Zum Beispiel der Titeltrack: verspielter, fast leicht gefrickelter Instrumental-Prog mit fast jazzigen Einlagen (ein wenig im Camel-Stil); nicht zum Ausruhen, aber trotzdem eine Pause zum Nachdenken über Assoziationen zur Musik - man könnte rumhüpfen und eine Choreographie dazu entwickeln (wenn niemand zuguckt).
Zum Beispiel "Courteous love": Eine spannende Ballade, mit Flöte erneut im Camel-Stil; man rechnet mit songinternen Weiterentwicklungen, und die kommen auch - Bombast, der sich aus der Sparsamkeit heraus aufbaut: wenn man geduldig dabei zuhört, stehen auch hier am Ende die Nackenhaare stramm.
Zum Beispiel "Dreamweaver": das Schlusskapitel des Albums leitet sich mit treibenden Rhythmen ein, die Nähe zu Arena ist hier größer denn je - in der Vokalmelodie und der dazu passenden Rhythmik zeichnet sich eine leichte Nähe zu Arena's "Shattered room" ab, aber der Song bleibt dennoch eigenständig.
Zum Beispiel der Abschluss "Different man, Part II": wie es kommen muss, der Höhepunkt, der sich zwar etwas zaghaft einleitet, aber bereits auf die Weiterentwicklungen des Openers achten lässt - zum Schluss noch bombastischer als anfangs erwartet, mit symphonischer Coda.
Zum Beispiel das Ganze: Zugegeben, niemand segelt hier 'Unter einem neuen Zeichen' - es handelt sich dabei durchweg um die altbekannten Piratenflaggen, die manch einer längst nicht mehr sehen kann. Mir zeigt dieses Album vor allem, dass sich auch aus alten Zutaten Neues kreieren lässt, wobei das Neue lediglich darin besteht, dass das Alte hier mit ungeahnter Spielfreude und Enthusiasmus neu aufgelegt wird. Aber auch das ist mehr, als ich dem 'alten' Neoprog noch zugetraut hätte.
Wer sich diesen Stil längst übergehört hat, wird auf diesem Album garantiert nichts Neues mehr entdecken und sollte das 'Ritter-Areal' möglichst weiträumig umfahren. Aber wer den guten alten Pendragon-Sound mal wieder in frischer Blüte erleben will, dürfte hier den Dauerbrenner des Jahres finden.
| Anspieltipp(s): |
Gleich den Anfang: ob einem die ganze Richtung liegt oder nicht, lässt sich schnell ermitteln. |
| Vergleichbar mit: |
Pendragon (in ihrer besten Zeit), Arena, Camel, Satellite |
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| Veröffentlicht am: |
8.5.2007 |
| Letzte Änderung: |
13.1.2013 |
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Es ist kein schlechtes Album, das Knight Area nachlegen. Aber auch keines, das die Prog-Welt in irgendeiner Form noch brauchen würde. Mag sein, dass für sie relevante Bands wie Arena, IQ, Pallas, Jadis, Pendragon einst wichtig waren. Denn schon auf der vergangenen CD "The sun also rises" klangen Knight Area wie eine Abschrift aller oben genannten Bands der 80er und 90er gleichzeitig. Auch dieses Mal erschöpft sich die Gruppe wieder darin, ohne Zorn und Skrupel zurückzublicken. Sowie uns mancher Song vernichtend vor die Ohren führt, dass das musikalische Potenzial mit persönlicher Note um die beiden Brüder Gerben und Joop Klazinga doch sehr begrenzt ist. Das klingt dann oftmals nach Pseudo-Neoprog, der zum Teil auch etwas kitschig wirkt. Vielleicht könnten da ein paar Kreativ-Köpfe oder größere Namen im Line-Up Abhilfe schaffen. Aber immerhin: die meisten der sieben Songs erschließen sich bereits nach einmaligem Hören; die Scheibe ist sehr druckvoll produziert; das viel zu melodische Keyboard-Geknödel vom Vorgänger wird durch mehr Rockelemente in Form von fetten Gitarrenklampfen (vergl. zu Arenas "Pepper´s Ghost") oder mit leicht gefrickelten Retroprog-Passagen bereichert, was insgesamt für mehr Abwechslung sorgt. Dennoch stehen die Keyboards für meinen Geschmack immer noch zu weit im Vordergrund und werden zudem ohne die nötige Weiterentwicklung gespielt. Somit ist "Under a new sign" ein Album, dem einfach die nötige Ausstrahlungskraft und Originalität fehlt, um länger im Ohr haften zu bleiben.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.12.2009 |
| Letzte Änderung: |
20.12.2009 |
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