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Earth & Fire

Earth & Fire

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1970
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog; Rock / Pop / Mainstream; sonstiges
Label: Polydor
Durchschnittswertung: 7.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Chris Koerts Guitars
Gerars Koerts Organ, Guitar, Flute
Hans Ziech Bass
Ton van de Kleij Drums
Jerney Kaagman Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Wild and exciting 4:27
2. Twilight dreamer 4:16
3. Ruby is the one 3:26
4. You know the way 3:46
5. Vivid shady land 4:11
6. 21th century show 4:14
7. Seasons 4:08
8. Love quiver 7:36
9. What's your name 3:36
Gesamtlaufzeit39:40


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Der Erstling von Earth & Fire erschien 1970 in den Niederlanden mit dem oben zu sehenden Streichholzbriefchen-Cover. Ein Jahr später gab es auch eine britische Ausgabe, für die Roger Dean das Cover gestaltet hat. Dieses zeigt einen alten, knorrigen Baum mit Wurzelwerk, in dem ein geheimnisvolles rotes Leuchten zu erkennen ist und gehört mit zu den besten Coverentwürfen Deans. Gute Voraussetzung also für ein ordentliches Progalbum.

Trotzdem gibt es auf "Earth & Fire" noch nicht allzu viel Progressives zu entdecken. Vom symphonischen, tastendominierten Klang der Nachfolgealben "Song Of The Marching Children" und "Atlantis" ist hier noch nicht viel zu vorhanden. Sehr nach den 60er Jahren klingt dieses Album, die Gitarren rocken mitunter sehr hart, Jerney Kaagman läßt kraftvoll ihre Stimme erklingen und nur gelegentlich arbeitet sich Gerars Koerts mit seiner Orgel in den Vordergrund.

Folkig-rockige Songs werden hier geboten, rudimentärer Hardrock und entspannt-lockere Rocker die meist so klingen, als würden sie von einer niederländischen Version von Jeffersson Airplane dargeboten. Ab und zu gibt es protoprogressive Orgelabschnitte (in "Vivid shady land", "You know the way" oder dem langen "Love quivers" z.B.) zu hören und gelegentlich bedient Koerts auch eine Querflöte, nicht furchtbar virtuos, aber er sorgt doch für Abwechslung und erfreuliche Erweiterung des Klangspektrums (zu Beginn von "Twilight" z.B. oder in "21st century show" und "What's Your name").

Die CD-Reissues des Albums (von Repertoire bzw. Rotation) kommen mit einer Ladung von Singletracks, die vor bzw. nach Erscheinen von "Earth & Fire" eingespielt wurden. Musikalisch bieten sie Vergleichbares. Darunter ist auch mit dem Anfang 1972 erschienen "Memories" die erste Nummer von Earth & Fire auf der ein Mellotron zum Einsatz kommt.

Wer Protoprogressives mit Westcoasteinschlag, härterem Gitarrengeriffe und dominantem weiblichen Gesang schätzt (wie gesagt etwas à la Jeffersson Airplane - härter allerdings - oder auch Delivery), der kann hier zuschlagen. Wer allerdings klassisch-progressive, symphonische Klänge bevorzugt sollte mit dem zweiten Album der Holländer in deren Klangwelt einsteigen (siehe "Song Of The Marching Children").

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.5.2007
Letzte Änderung: 13.5.2007
Wertung: 8/15

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Von: Horst Straske @ (Rezension 2 von 2)


Das Debüt von Earth And Fire bietet einen munteren Flower-Power-Rock im Sound der späten 60er Jahre, der bereits im dynamischen Opener "Wild And Exciting" in griffiger Melodik eine bluesrockige Energie entfaltet, im Solo aber allzu abrupt ausgeblendet wird. Im allgegenwärtigen Hippie-Rocksound sind auch noch Spuren der vergangenen Beat-Ära vorhanden. So könnte die Komposition "Twilight Dreamer" auch von Manfred Mann stammen. Pulsierend-lebhafte Hammondeinsätze lassen stellenweise auch Erinnerung an Julie Driscoll und Brian Auger aufkommen. Ja, die kraftvolle Girlie-Power der Sängerin Jerney Kaagman war bereits zu Beginn ein zentrales Element im Sound der Holländer. Hier sind Parallelen mit den Landsleuten Shocking Blue und deren Superhit "Venus" aus dem Jahr 1968 vorhanden.

Ohne die Mellotronschwaden der folgenden Alben lassen sich auf dem Erstling von Earth And Fire allenfalls Spuren psychedelischen Proto-Progs ausfindig machen. Im getragenen Pathos von "You Know The Way" und im weitgehend rockigen "Vivid Shady Land" erfolgt dies noch in homöopathischen Dosen. Eine Abgehnummer wie "21st Century Show" kann Bestandteil jeder Flower-Power-Revival-Party sein. Ein kurzer sphärischer Flötenpart dient hier beim Abtanzen als willkommener Ruhemoment oder zum zärtlichen Kuscheln auf der Tanzfläche. Gleiches gilt für den längsten Titel „Love Quiver“ in dem Jerney Kaagman trotz immer sympathischer Gesangsstimme doch bisweilen auch an ihre Grenzen stößt. Im weiterhin stampfenden Drive wird es dann so richtig schön psychedelisch.

Insgesamt ist der Erstling der Band aus Holland musikalisch einfach gestrickt und von einer wohl dosierten Trivialität bestimmt, die aber unbekümmert und insgesamt positiv daher kommt. Es ist doch erstaunlich, welche stilistische Erweiterung der nachfolgende massive Einsatz des Mellotrons ermöglicht hat, wobei der musikalische Grundansatz auch weiterhin von griffigem Melodien bestimmt wurde und im Zeichen eines melodischen Sympho-Pop-Rocks stand.

Anspieltipp(s): 21st Century Show, Love Quiver
Vergleichbar mit: Flower-Power-Pop-Rock
Veröffentlicht am: 29.11.2012
Letzte Änderung: 26.11.2012
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Earth & Fire

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Song Of The Marching Children 8.00 2
1973 Atlantis 8.50 2
1975 To The World Of The Future 8.00 1
1977 Gate To Infinity 5.00 1

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