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Magma

Mythes et légendes Volume III (DVD)

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007 (Aufnahmen von 2005)
Besonderheiten/Stil: live; DVD; Zeuhl
Label: Seventh Records
Durchschnittswertung: 14.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Emmanuel Borghi Fender, claviers
Philippe Bussonnet basse
Isabelle Feuillebois chant, percussions
James Mac Gaw guitare
Antoine Paganotti chant
Himiko Paganotti chant
Christian Vander batterie, chant
Stella Vander chant, percussions
Benoît Widemann Fender, claviers

Tracklist

Disc 1
1. Köhntarkösz
2. Lihns
3. Emëhntëht-Rê Part 1
4. Rindoh
5. Emëhntëht-Rê Part 2
6. Hhaï
7. Zombies
8. Nono
9. The last seven Minutes
10. The last seven Minutes (Schlagzeugkamera)


Rezensionen


Von: Nik Brückner @ (Rezension 1 von 3)


Und hier kommt die dritte der vier Epok-DVDs von Magma. Vorweg etwas zur Trackliste: Die wird nämlich auf dem DVD-Cover und auf der DVD selbst unterschiedlich angegeben. Eigentlich wurden auf dem Konzert nur 5 Stücke gespielt: "Köhntarkösz", "Lihns", "Emëhntëht-Rê", "Nono" und "The last seven Minutes". Magma rekonstruieren in den letzten Jahren "Emëhntëht-Rê", und zum Zeitpunkt des Konzerts im Triton waren "Rindoh" (das auch mal "Rind/ë" geschrieben wurde) und "Hhaï" Bestandteile des Stücks. Mittlerweile ist "Emëhntëht-Rê" sogar noch länger und man darf gespannt sein auf die letztgültige Version.

Stargast in der dritten Woche der Epok-Konzerte war der ehemalige Keyboarder Benoît Widemann und mir gefallen seine Beiträge doch noch etwas besser als die Janik Tops auf Epok 2, weil die individueller sind, und dem Magma-Gesamtklang dadurch eine neue Färbung geben. Im Vergleich zu Borghi ist sein Spiel melodiöser. Seine Einsprengsel und Soli sind willkommene individuelle Noten im sonst sehr massiven und tighten Gesamtsound der Band.

Überhaupt scheint mir auf "Epok 3" das Verhältnis zwischen Band und Musikerindividuen ausgewogener als auf den zwei vorangegangenen DVDs. Es gibt zwar Soli, aber diese sind besser eingewoben in die einzelnen Songs. Besonders hervorzuheben sind die Gesangsbeiträge von Vander selbst, er singt "Lihns" und das ekstatische "Hhaï". War er bislang sparsam mit eigenen Gesangsbeiträgen, merkt man in diesen Momenten umso stärker, dass Vander eigentlich keine Musik macht. Es geht ihm um die spirituelle Erfahrung, und dass dabei Musik entsteht, scheint eher ein willkommener Nebeneffekt zu sein. Bei diesen beiden Stücken wird das sehr deutlich.

Auch die individuellen Beiträge der anderen Musik sind wunderbar in den Gesamtkontext des Konzerts eingebunden. Widemann streut hie und da kleine melodische Farbtupfer ein, Borghi ist deulich weniger an Schönklang interessiert. Bussonnet klingt viel schärfer und kräftiger als auf den anderen DVDs und auch die Sänger haben kleine Passagen, an denen sie allein brillieren können. Besonders schön ist eine wehmütige Passage am Anfang von "Emëhntëht-Rê", die Himiko Paganotti vorträgt (so muss man das bei Magma ja wohl nennen). Vander und Mac Gaw, auf die man während des Konzerts weniger achtet, werden mit Extras entschädigt: Mac Gaw kehrt am Ende noch einmal für eines seiner irren Soli auf die Bühne zurück, und "The last seven Minutes" ist ein zweites Mal auf der DVD, diesmal schauen die Kameras nur auf Vander.

Wir sind bei den ersten beiden DVDs vorsichtig um die 15-Punkte-Wertung herumgeschlichen, diesmal müssen sie fallen. Die Songauswahl ist höchst abwechslungsreich (das monumentale, immer noch schwer verdauliche "Köhntarkösz" steht dem groovenden "Nono" gegenüber, das leichtfüßige "Lihns" dem manisch-hypnotischen "Hhaï", und das kernige "The last seven Minutes" dem bunten, melodiereichen "Emëhntëht-Rê"), die Band scheint mir noch tighter, der Sound ist für meine Begriffe deutlich klarer als auf Epok 1 und 2, dazu singt Vander selbst - es geht nicht besser.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.6.2007
Letzte Änderung: 19.6.2007
Wertung: 15/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 3)


Zu Niks absolut zutreffender Rezension nur noch ein paar Anmerkungen.

Beim ersten Blick auf die Stücke von Epok III war ich skeptisch, ist doch einiges Material aus dem bei mir nicht sonderlich angesehenen Attahk dabei. Oh ich Ungläubiger! Magma entfachen gerade in diesen Titeln, Nono und The Last Seven Minutes, ein brodelndes Feuer, einen musikalischen Vulkanausbruch, der die Studiofassungen wie lahme Tranfunzeln wirken lässt. Hätte nicht gedacht, dass in diesen Nummern so viel Potenzial steckt! Herausragend ist hier - neben Vander, der wieder das Tier am Schlagzeug gibt, und Paganotti, der sich die Seele aus dem Leib schreit - Bassist Philippe Bussonnet mit seinem knackigen, hier geradezu "funky" Spiel.

Ein weiterer Höhepunkt dieser DVD ist Hhaï, wo man - ebenso wie in Lihns - Vander als Sänger erleben darf. Die Art und Weise, wie er sich hier geradezu in Ekstase singt, ist auch optisch eindrucksvoll.

Musikalisch ist dies eindeutig der bislang vielseitigste Teil der Reihe, und die Band scheint mir hier im Zusammenspiel noch perfekter als bei den vorherigen Teilen. Trotzdem zögere ich noch mit der Höchstnote, vielleicht kommt ja noch eine weitere Steigerung, auch wenn das schwierig sein dürfte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.6.2007
Letzte Änderung: 24.6.2007
Wertung: 14/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 3)


Hamatai!

Der dritte Teil der Mythen und Legenden, aufgenommen vom 26.-28.Mai 2005, widmet sich in weiten Teilen dem Köhntarkösz-Zyklus. Dieser ist insgesamt weniger archaisch und düster als die Theusz Hamtaahk Trilogie, dafür feierlicher, sakraler, ja melodiöser gar.

Köhntarkösz schwenkt ziemlich bald in einen langen fusion-mässigen Instrumentalpart ein, in dem Schlagzeug, Bass, Gitarre und Keyboards frei und ohne wüste Ausbrüche agieren. Das ist alles viel jazziger und entspannter als Mekanïk Destruktïw Kommandöh oder Theusz Hamtaahk und irgendwie auch weniger zeuhlig. Es ist zudem die, wie soll ich sagen, besinnlichste Version von Köhntarkösz, die ich kenne. Sehr gelungen finde ich ein langes Moog-Solo von Widemann. Überhaupt findet sich auf Epok III viel mehr Moog als auf Epok I und II.

Nach dem ebenfalls eher ruhigen Lihns folgen fünf Titel, die einige Jahre später das Gerüst des Ëmëhntëhtt-Ré-Albums bilden werden und hier in zum Teil schon recht ähnlichen Versionen vorliegen. Leider ist Ëmëhntëhtt-Ré hier noch nicht komplett. Ich wünschte mir, dass Magma den Zyklus irgendwann komplett Live aufführt, so wie dies mit der Theusz Hamtaahk Trilogie bereits geschehen ist. Auch hier gibt es wieder wunderbare Moog-Soli. Höhepunkt ist für mich hier das Stück Zombies, vielleicht sogar der Höhepunkt der Epoks bis hierhin. Das Stück strudelt mich jedesmal richtig rein ins Geschehen.

Nono ist mir persönlich fast ein wenig zu poppig und will irgendwie nicht recht zum Rest des Abends passen. Macht aber nix. Denn mit The Last Seven Minutes legt die Band zum Abschluss nochmal nach und gibt richtig Gas. Vander wirkt während seines Spiels wie ein Panther vor dem Sprung, Antoine Paganotti singt stark, das Stück wird durch ein virtuoses Keyboard-Solo garniert und, Achtung Seltenheit, es gibt als rhythmische Besonderheit und ganz Magma-untypisch, Triolen. Holpert schön und macht das Stück spannend.

Insgesamt hat die Dazunahme eines zweiten Keyboards resp. Moog-Synthesizers die Musik gegenüber den beiden ersten Teilen der Mythes et légendes stilistisch verändert. Das alleine unterscheidet diesen Teil von den Vorhergehenden. Kommt dazu, dass Vander nun auch ganze Stücke singt (auf Epok IV noch mehr). Was soll ich sagen: er ist die wahre Magma-Stimme. Antoine Paganotti singt wirklich klasse, aber gegen Vander wirkt er wie dessen kleiner Bruder.

Zur Show an sich noch Folgendes: wo andere Bands eine ausgeklügelte, bunte Lichtshow, Trockeneisnebel und Leinwände mit Filmausschnitten auffahren, um das Publikum zu unterhalten, da reichen bei Magma schlicht die Musiker. Diesen beim Spielen zu zuschauen ist Show genug. Egal auf wem die Kamera ruht, es ist einfach beeindruckend, was jeder einzelne mit seinem Instrument anstellt. Es wurde mir noch keine Sekunde langweilig dabei. Für mich persönlich gewinnt Magma-Musik ungemein dadurch, dass ich die Musiker in Aktion sehe. Was ich hiermit jedem zur Nachahmung empfehlen möchte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.2.2017
Letzte Änderung: 20.2.2017
Wertung: 14/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Magma

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Magma 10.75 4
1971 1001° Centigrades 9.20 5
1973 Mekanïk Destruktïw Kommandöh 14.50 3
1974 Wurdah Ïtah 11.00 2
1974 Köhntarkösz 11.50 2
1975 Live (Hhai) 12.00 1
1976 Üdü Wüdü 10.00 2
1976 Inédits 7.50 2
1977 Attahk 9.50 4
1981 Retrospektïw 3 6.00 2
1981 Retrospektïw 1-2 11.50 2
1984 Concert Bobino 1981 7.50 2
1984 Merci 7.50 2
1989 Mekanïk Kommandöh 13.67 3
1992 "Les Voix" Concert 1992 10.00 1
1996 Concert 1976 Opéra de Reims 12.00 1
1996 Concert 1971 Bruxelles - Théâtre 140 10.00 1
1996 Theatre du taur Concert - Toulouse 1975 9.00 1
1998 Floe Essi / Ektah 7.00 1
1998 Simples 4.00 1
1999 BBC 1974 Londres 11.50 2
2001 Theusz Hamtaahk Trilogie 15.00 5
2004 Concert Bobino 1981 (DVD) 5.00 1
2004 K.A 12.83 6
2004 Uber Kommandoh - 1
2006 Mythes et légendes Volume I (DVD) 14.00 4
2006 Mythes et légendes Volume II (DVD) 13.25 4
2008 Studio Zünd - 1
2008 Mythes et légendes Volume IV (DVD) 12.50 2
2009 Live in Tokyo 13.00 1
2009 Ëmëhntëhtt-Ré 13.33 3
2012 Félicité Thösz 11.40 5
2013 Mythes et légendes - Epok V 11.50 2
2014 Zühn Wöhl Ünsaï - Live 1974 12.00 2
2014 Rïah Sahïltaahk 10.00 2
2015 Šlag Tanz 10.00 1
2015 Köhnzert Zünd 13.33 3

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