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Oceansize

Frames

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; New Artrock; Postrock
Label: Superball Music/SPV
Durchschnittswertung: 10.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Mike Vennart Vocals, Guitar
Gambler Guitars, Keyboards
Steve Durose Guitars, Vocals
Mark Heron Drums, Percussion
Steven Hodson Bass, Keyboards, Cymbals

Gastmusiker

Paula Simpson Violin
Justin Lingard Viola
Semay Wu Cello

Tracklist

Disc 1
1. Commemorative T-Shirt 8:37
2. Unfamiliar 6:32
3. Trail Of Fire 8:06
4. Savant 8:07
5. Only Twin 7:22
6. An Old Friend Of The Christy's 10:19
7. Sleeping Dogs And Dead Lions 6:42
8. The Frame 10:08
9. Voorhees   (Bonustrack der "Special Edition") 11:10
Gesamtlaufzeit77:03


Rezensionen


Von: Michael Büttgen @ (Rezension 1 von 3)


Nachdem Gründungsmitglied und Bassist Jon Ellis Oceansize verlassen hatte, gab es eigentlich keine große Hoffnung mehr auf einen Nachfolger des mehr als gelungenen Vorgängers "Everyone Into Position". Dabei hatten sich die Jungs bis dato eine ansehnliche Fanbasis erspielt und wurden von diversen Magazinen sogar zu den wichtigsten Bands des New Artrocks gezählt. Wobei ich mit diesem niedlichen, dekorativen, mehr verkaufsfördernden als bezeichnenden Ausdruck immer noch nichts anfangen kann.

Nach dem Ausstieg von Jon Ellis folgte also - Gott sei dank - nicht der Exitus, sondern mit Superball eine neue Plattenfirma, mit Steven Hodson ein neuer Basser und mit "Frames" ein neues Album.

Schon der Opener "Commemorative T-Shirt" lässt es erahnen: Das neue Album setzt den eingeschlagenen Weg der Vorgänger nicht allzu konsequent fort. Die gewohnt leichte, psychedelische Schlagseite plus braver Atmosphäre herrscht auf "Frames" nur ansatzweise. Stattdessen wird eindeutig mehr gerockt und das überraschenderweise sogar bis hin zur Meshuggah'schen Polyrhythmik ("Sleeping Dogs And Dead Lions").

Mit den beiden Longtracks, dem mitreißend spannenden und intensiven "An Old Friend Of The Christy's" und dem traumhaft schönen Titeltrack, sorgen Oceansize einmal mehr dafür, dass sie nach wie vor zu den hörbar guten (besseren) Bands des (meinetwegen) New Artrocks gehören.

"Frames" könnte einige alte Fans mit seiner härteren Attitüde leicht erschrecken. Das bisher recht angenehme "sofort ins Ohr gehen" der letzten Alben bleibt auf der Strecke, was hier jedoch unbedingt als Pluspunkt zu sehen ist. Das Album ist deutlich vertrackter, klingt ausgereifter und benötigt durchaus einige Durchläufe um sich zu entfalten. Der anspruchsvollere Musikfreund also, der auch gern mal ein wenig mit einem Album kämpfen möchte und dem Amplifier inzwischen zu langweilig sind, könnte mit diesem Album auf den Geschmack kommen.

Anspieltipp(s): An Old Friend Of The Christy's, The Frame
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.9.2007
Letzte Änderung: 15.7.2008
Wertung: 10/15

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 3)


"New Artrock? Nie gehört... aber das gefällt mir gut als Bezeichnung für unsere Musik", meint Mike Vennart in einem Interview im aktuellen eclipsed-Magazin. Auf keinen Fall möchte er als "New Prog" gelten, denn er schätzt zwar die Bands aus den 70ern, aber was die neueren Nachfolger darausgemacht haben, findet er grausliges, seelenloses Gefrickel (Namen nennt er allerdings keine). Nun, da ist es wahrscheinlich nur konsequent, dass Oceansize Anklänge an klassischen oder sonstigen Prog wirklich eher vermeiden (na ja, fast, zu Beginn klingt's mal ein bisschen nach Porcupine Tree, der Bonustrack hat ein paar floydige Anflüge) und damit einen anderen Weg in Richtung anspruchsvolle Rockmusik' aufzeigen.

"Frames" erntet in den 'alternativen' Medien und Magazinen durchweg eher schlechte Kritiken und das vor allem mit dem Hinweis "zu lange", "kommt nicht auf den Punkt", "will zuviel". Das sollten schon genug Hinweise sein, dass sich hier ein Album verbirgt, welches offenohrige Progger neugierig machen sollte. Ein bisschen im Gegensatz zum Rezensenten-Kollegen Michael finde ich "Frames" die durchaus logische Weiterentwicklung von "Everyone Into Position". Die lauten Momente sind lauter und rockiger, die ruhigen Passagen einfühlsamer und intensiver, heraus kommt eine der Überraschungen des Jahres.

Oceansize wandeln auf "Frames" zwischen ruhigem, langsamen Songaufbau, brachialen Ausbrüchen, sinnlichen Klangmalereien und drückenden Gitarrenwänden. Auch wenn teilweise minutenlang nicht wirklich etwas zu passieren scheint, hält die schiere Atmosphäre den Hörer bei der Stange und fasziniert. Und nicht zuletzt leisten sich die Jungs mal völliges Abgleiten in hardrockige Gefilde ("Sleeping Dogs and Dead Lions"), aber auch in zuckersüße, sinfonische Momente mit einem Himmel voller Streicher ("Savant"). Und doch bleibt alles stimmig.

Oceansize lassen ihren Songs Zeit zur Entwicklung, nur um dann umso heftiger Stimmungen, tolle Melodien und Spannungsbögen auszuleben. Neben den malerischen bis brachialen Gitarren vermag besonders die abwechslungsreiche und kreative Schlagzeugarbeit zu begeistern.

"Frames" ist ein tolles Album aus dem Bereich des modernen Prog (uh, jetzt musste ich es doch sagen). Die Special Edition bietet neben einer gaggigen Verpackung (die Buchstaben des Namens "Oceansize" sind ausgestanzt und werden durch das eingeschobene Booklet gefüllt) noch einen Bonustrack, der zum Besten gehört, was dieses Album zu bieten hat.

Anspieltipp(s): Unfamiliar, The Frame
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.10.2007
Letzte Änderung: 25.11.2013
Wertung: 12/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 3 von 3)


Komisch. Das Album hat bei mir nicht die gewünschte Wirkung. Wieso liegt es dann aber ständig in meinem CD Player? Versuch einer Erklärung:

Vielleicht, weil es anders klingt. In der Tat sind Oceansize anders geworden. Ruhiger, weniger alternativ, mehr getragen und sphärischer. Vielleicht spricht es mich gerade wegen der Stimmung an. Allerdings muss ich feststellen, dass 50 Minuten Album auch massig gereicht hätten. Denn im Großen und Ganzen passiert irgendwie auf Distanz nicht sonderlich viel Neues. Die Steigerungen in den Stücken passieren alle gemächlich. Da möchte ich jemanden wie Sigur Ros nennen, der ähnliche Stimmungen zelebriert.

Viel Gleichklang also, wenig eingängige Melodien; lässig kommt es trotzdem an. Dieses Album ist gut geeignet zum nebenbei hören, ohne dabei oberflächlich zu wirken. Vielleicht ist es das, wieso es immer wieder in den Player wandert. Wie gesagt, es ist nur ein Versuch einer Erklärung, aber komischerweise finde ich dieses Oceansize Album auch besser als die vergangenen Werke, mit denen ich mich wenig identifizieren konnte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.10.2007
Letzte Änderung: 25.10.2007
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Oceansize

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2003 Effloresce 11.00 1
2005 Everyone Into Position 11.00 2
2009 Home & Minor (EP) 8.50 2
2009 Feed To Feed 12.00 1
2010 Self preserved while the bodies float up 10.00 2

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