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Blackfield

NYC (DVD)

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007 (Recorded at the Bowery Ballroom, NYC on 16th March 2007)
Besonderheiten/Stil: live; DVD; Rock / Pop / Mainstream
Label: Snapper
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Steven Wilson Vocals, Electric Guitar
Aviv Geffen Vocals, Acoustic and Electric Guitar, Keyboards
Eran Mitelman Keyboards, Back Vocals
Seffy Efrati Bass Guitar, Back Vocals
Torner Z Drums

Tracklist

Disc 1
1. Once 5:10
2. Miss U 4:36
3. Blackfield 4:45
4. Christenings 4:47
5. The Hole In Me 3:53
6. 1000 People 4:04
7. Pain 4:16
8. Glow 3:38
9. Thank You 5:01
10. Epidemic 5:03
11. Someday 4:57
12. Open Mind 4:25
13. My Gift Of Silence 4:20
14. Where Is My Love? 2:59
15. End Of The World 6:29
16. Hello 4:04
17. Once (Encore) 4:30
18. Cloudy 4:57
19. Bonus Track: Hello   (Promo video) 3:14
20. Bonus Track: Pain   (Promo video) 3:59
21. Bonus Track: Blackfield   (Promo video) 4:02
Gesamtlaufzeit93:09


Rezensionen


Von: Sal Pichireddu @


Man kann ja über den Sinn und Unsinn von Live-DVDs streiten: Musiker und Labels scheinen sie dem klassischen Live-Album mittlerweile vorzuziehen; ich selbst kann das nicht immer nachvollziehen. Persönlich brauche ich den Anblick von auf der Bühne hampelnden Musikern meistens nicht, schon gar nicht wenn es mäßig ansehnliche Progger sind. Live-DVDs transportieren genauso viel oder eben genauso wenig das echte Live-Feeling wie eben Live-CDs, der visuelle Eindruck ist nicht immer hilfreich, um mehr Stimmung zu erzeugen. Ob man also den Anblick der in Sachen Posing übermotivierten Blackfield-Backing-Truppe braucht - Drums, Bass, Keys wedeln und schwitzen telegen auf der Bühne - bleibt also jedem selbst überlassen. Auch die etwas hektischen Umschnitte und vor allem die wackelige Kamera aus dem Publikum wirken ein wenig gewollt. Richtig ärgerlich fand ich es allerdings, dass sich die Audiospur der DVD mit den handelsüblichen (und keineswegs illegalen) DVD-Audio-Rippern nicht entlocken ließ. Mit einem Trick (nämlich den Audiostream beim Abspielen mit einem Streamripper aufzeichnen) ging es doch, aber ich finde Kopierschutzmechanismen und Verschlüsselungen prinzipiell überflüssig.

Kommen wir zur Sache, zur Musik: Ich war ja ein bekennender Fan des Blackfield-Debüts, das ich für einen Pop-Rock-Geniestreich halte (Huarch! Mein jugendlicher Übermut geht mit mir durch) und war ebenso bekennender Skeptiker beim zweiten Album Blackfield II, das mich en gros enttäuschte. Die Kompositionen fand ich schwächer, vor allem fand ich aber die ganze Ausführung deutlich berechnender und lustloser, als beim frisch-fröhlich-freien Debüt. Den Ohrwürmern und Hymnen wurden Ohrwürmchen und Hymnchen nachgeformt und mit Ausnahme von zwei oder drei Songs blieb bei mir nach ein paar Wochen nichts von dem Album im Gedächtnis außer der Tatsache, dass man ein gelungenes Album nicht am Rechenschieber planen kann. Umso erfreulicher ist es, dass ich nun meine Schelte für das Material der zweiten Blackfield zurücknehmen kann. Zwar gefällt mir das immer noch das Debüt im Blackfield-Katalog mit Abstand am Besten, doch so druckvoll und lebendig wie auf der vorliegenden NYC-DVD lass ich mir auch die Zweitlings-Songs gerne um die Ohren hauen. Gerade sie profitieren von der fidelen Band besonders. Und da auch Steven Wilson ein paar Extra-Riffs auf der Gitarre dazu frickelt und Aviv Geffens Gesang zwar deutlich schräger, aber eben dann doch origineller und lebendiger rüberkommt, als im Studio, ist die Blackfield-DVD, trotz der oben ausgeführten technischen und visuellen Einschränkungen durchaus empfehlenswert, wenn auch nicht essentiell. Wer wie ich das Debüt liebt und das zweite Album etwas mau fand, der kann sich hiermit gewiss trösten, auch wenn die Setlist außer einer Cover-Version keine Überraschungen bereit hält. Diese Cover-Version, Alanis Morissettes geläuterte-Heulsusen-Nummer "Thank You", von Wilson solo schon im Studio im Rahmen seiner Cover-Version-Projekts verürgselt... äh... aufgenommen und hier nur von Geffen an den Keys begleitet, gehört dann aber eher zu den schwächsten Momenten auf der DVD. Weder textlich, noch stimmlich passt der Song so recht zu Wilson. Dafür entschädigt dann der folgende zweite Konzertteil mit besonders druckvollem Spiel. Wohlan, Herr Wilson und Herr Geffen: Mit der DVD ist so weit alles OK (nicht perfekt, aber va bene così), aber wenn ich ehrlich bin, hätte mir eine Live-CD auch gereicht.

Anspieltipp(s): Epidemic, Some Day, End Of The World, Cloudy Now
Vergleichbar mit: Porcupine Tree lite
Veröffentlicht am: 26.10.2007
Letzte Änderung: 26.10.2007
Wertung: 10/15
Besonders die Tracks des 2. Albums kommen live deutlich besser

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Blackfield

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2004 Blackfield 11.60 5
2007 Blackfield II 8.50 4
2011 Welcome to my DNA 7.00 4
2013 IV 7.00 1
2017 V - 1

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