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Colossus Projects (Finnland)

The 7 Samurai - The Ultimate Epic

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2006
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Musea
Durchschnittswertung: 8.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Silvia Carpo recorders
Giovanni Di Biase piano
Massimo Gorlezza guitars
Chicco Mercandino guitars
Maurizio Mercandino lead vocals
Gigi Secco bass
Maurizio Venegoni keyboards and vocals
Pedro Castillo guitars,violin and vocals
Giuglio Cesare Della Noce keyboards
Miguel Angel Echevarreneta bass,acoustic guitars
Gerardo Ubieda drums,percussion and add.keyboards on Part 2
Gianluca De Rossi keyboards
Guglielmo Mariotti basses
Davide Guidoni drums,percussion

Gastmusiker

Alessandro Papotto clarinet,soprano sax,flute on 3
Pino Filoni flutes,violins,vocals on 1
Luca Motto drums on 1

Tracklist

Disc 1
1. Alla Corte Degli Eroi - 1550, Periodo Sengoku (Consorzio Acqua Potabile (CAP)

1. Shimada Kambei
2. Kikuchiyo: Il Volo
3. Crepusculo - Parte Uno
4. Il Vecchio Mulino
5. Katayama Gorobei: Le 7 Spade
6. Fa Che Io Sia: Il Dono

27.03
2. The Farmers (Tempano)

1. Farewell To The Season
2. The Lone Samurai
3. Despair, Shout !
4. The Blind Crow

26.19
3. The Bandits (Taproban)

1. First ride
2. Eagle's Peak Pyre
3. The Flaming Lady
4. Last ride

22.33
Gesamtlaufzeit75:55


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


Für das Konzeptwerk "The 7 Samurai - The ultimate epic" konnte The Finnish Progressive Music Association Colossus (www.colossus.fi) zwei italienische Bands (Consorzio Acqua Potabile (CAP) und Taproban) sowie mit Tempano eine Formation aus Venezuela verpflichten.

"The 7 Samurai - The ultimate epic" soll eine Huldigung an "Seven Samurai" darstellen, einen 1954 fertiggestellten Streifen von der japanischen Regie-Legende Akira Kurosawa. Damit wird mal wieder dem nicht für alle nachvollziehbaren, im Progrock aber sehr verbreiteten Drang nachgegeben, die Musik als Vehikel für diverse Konzeptwerke zu begreifen, die in besonderen Fällen auch einzelnen Filmen gewidmet sein können.

Die positive Wirkungskraft der Colossus-Gesellschaft entfaltet sich sehr deutlich im Fall der Italiener von Consorzio Acqua Potabile (CAP). Laut einem kompetenten Eintrag auf unseren Seiten konnte die bereits 1971 gegründete Band erst Anfang der 90er ihr erstes Album vorlegen, das Konzertaufnahmen von 1977 enthielt. Soweit mir bekannt, gab es seitdem nur 3 Studioalben von CAP. Hinzu kommt natürlich der 27-minütige Longtrack von CAP, der "The 7 Samurai - The ultimate epic" eröffnet. Bei dem Track handelt es sich um ein gelungenes Beispiel für traditionellen Prog, der einen durch das Zusammenspiel von Querflöte, elektrischer Gitarre und Hammond-Orgel zeitweise an Jethro Tull denken läßt. Dabei sind die Beiträge des Gastmusikers Pino Filoni von entscheidender Bedeutung, der mitunter auch zur elektrischen Geige greift.

Die feste Vorgabe für teilnehmende Bands, bei den Projekten von Colossus möglichst nur Instrumente aus den 70ern zu verwenden, wurde natürlich auch auf dieser CD befolgt. Dies wirkt sich vor allem dann positiv aus, wenn analoge Keyboards ihre klangliche Pracht entfalten dürfen. Bei CAP hält sich diese Entfaltung mit der dominierenden Hammond-Orgel eher in Grenzen, dafür verfügt Giuglio Cesare Della Noce von Tempano über 10 Tasteninstrumente aus den 70ern, die im CD-Heft alle einzeln aufgelistet werden.

Ist Progrock-Verständnis von CAP noch sehr durch folkigen Wohlklang geprägt, bietet "The farmers" von Tempano auch leicht verstörende und jazzrockige Passagen. Die abschließende, von Taproban kommende Suite genießt meine uneingeschränkte Sympathie, u.a. weil hier - im Gegensatz zu den beiden anderen Bands - auch die thematischen Vorgaben wie "die Banditen" und "die Handlung findet in einem fernöstlichen Land statt" einen nachvollziehbaren Niederschlag in der Musik finden. "The Bandits" überzeugt auch mit variantenreichen Arrangements, die ohne die Beiträge des Tastenmanns De Rossi nicht möglich wären. Als Beispiel hierfür seien Fragmente für Flöte, Perkussion und Mellotron genannt.

Wer eine interessante, 2005/06 aufgenommene Zeitreise in die Blütezeit des klassischen Progrock unternehmen möchte, dem ist derKauf von "The 7 Samurai - The ultimate epic" anzuraten.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.12.2007
Letzte Änderung: 22.1.2013
Wertung: 10/15

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Von: Horst Straske @ (Rezension 2 von 2)


Auch die besten Vorsätze und Rahmenbedingungen sind kein Garant für ein Juwel des Retroprogs. Rein formal scheinen hier die Vorzeichen für eine schöne musikalische Zeitreise in die ungetrübte Glückseligkeit der symphonischen Rockmusik gegeben zu sein. Keinerlei kommerzielle Zwänge können das vom finnischen Magazin Colossus initiierte Projekt trüben. Gerade mal drei Bands haben ebenso viele Songs mit einer Spielzeit von jeweils über 20 Minuten im dazu passenden Konzeptcharakter beigesteuert. Consorzio Acqua Potabile (CAP) sind dem Insider in Sachen Italoprog durch ihre gefällige musikalische Schönmalerei bekannt. Tempano aus Venezuela waren genauso wie Consorzio Acqua Potabile (CAP) bereits in den 70er-Jahren aktiv und konnten nach ihrer Reunion ihren jazzig-symhonischen Stil nahtlos fortsetzen. Taproban stammen wiederum aus Italien und setzen ohne Wurzeln in den 70er-Jahren auf den symponisch-bombastischen Italoprog längst vergangener Zeiten.

Sicherlich verstehen alle drei Bands ihr Handwerk, wobei Tempano am höchsten einzuschätzen sind. Leider wirken die drei Longtracks trotz phasenweise durchaus gefälliger Reminiszenzen an die symphonische Rocktradition reichlich konstruiert und gestreckt, ohne die für solcherlei Mammutepen notwendigen dramaturgischen Widerhaken aufzuweisen, um über die gesamte Dauer die erforderlichen Spannungsmomente aufzuweisen.

Vielmehr mutet der hier gebotene Symphoprog wie am Reißbrett geplant und auf die Erwartungshaltung der Anhänger des Retroprogs zurecht getrimmt an. Die thematische Anlehnung an das cineastische Meisterwerk von Akira Kurosowa ist abgesehen von einzelnen Textpassagen so gut wie gar nicht erkennbar. Im Grunde wären hier unzählige andere Konzepte denkbar, in die man das Songmaterial hätte pressen können. Allein dieses Manko entscheidet jedoch noch nicht über die Qualität des Albums. Was vielmehr fehlt und letztendlich zum Scheitern dieses Projekts beiträgt, ist das Fehlen eines homogenen und schlüssigen Melodienflusses. Stattdessen wirken die Longtracks spätestens beim zweiten Hördurchgang wie episch-proggige Auftragswerke, die nicht einmal als einzelne Titel in sich schlüssig wirken.

Aus diesem gestreckten Stückwerk blitzen vor allem bei Tempano und Taproban dennoch phasenweise schöne symphonische Tupfer hervor, die aber letztendlich im Sinne von symphonisch-proggigen Nebelgranaten davon abzulenken versuchen, mit welcher Form von Pseudo-Epen man es hier zu tun hat. Eine opulente Aufmachung des Booklets rundet dieses Täuschungsmanöver ab.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: konstruiertem Retroprog
Veröffentlicht am: 14.10.2011
Letzte Änderung: 22.1.2013
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Colossus Projects (Finnland)

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2003 Kalevala - A Finnish Progressive Rock Epic 11.00 1
2004 The Spaghetti Epic - Six Modern Prog Bands For Six ´70 Prog Suites 9.00 1
2005 Colossus Of Rhodes 10.00 1
2005 Odyssey - The Greatest Tale 9.00 1
2008 Dante's Inferno - The Divine Comedy Part I 10.50 3
2009 The Spaghetti Epic 2: The Good, The Bad And The Ugly 10.00 1
2009 Dante's Purgatorio - The Divine Comedy Part II 10.50 2
2010 Dante's Paradiso - The Divine Comedy Part III 10.00 2
2010 The Spaghetti Epic 3: The Great Silence 11.00 1
2016 Decameron – Ten days in 100 novellas – Part III 11.00 1

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