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Steve Jansen

Slope

(Tipp des Monats 1/2008)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007
Besonderheiten/Stil: Ambient; ArtPop; Jazz; Moderne Electronica
Label: Samadhisound
Durchschnittswertung: 11.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Steve Jansen Percussion, Samples, Keyboards

Gastmusiker

Theo Travis Saxofon, Flöte, Klarinette (1,2,6,8,9,10)
Tim Elsenburg Gesang, Gitarre, E-Piano (2)
Anja Garbarek Gesang (3)
David Sylvian Gesang, Gitarre (3,7,9)
Thomas Feiner Gesang, Mandoline, Samples (5)
Ingo Frenzel Orchesterarrangement (5)
Joan Wasser Gesang, Violine (9)
Alberto Tafuri Klavier (11)
Nina Kinert Gesang (12)

Tracklist

Disc 1
1. Grip 6:42
2. Sleepyard 5:13
3. Cancelled Pieces 3:21
4. December Train 4:14
5. Sow the Salt 5:50
6. Gap of Cloud 2:45
7. Playground Martyrs 3:02
8. A Way of Disappearing 1:58
9. Ballad of a Deadman 6:25
10. Conversation Over 5:08
11. Life Moves On 2:25
12. Playground Martyrs   (Reprise) 3:01
Gesamtlaufzeit50:04


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


Steve Jansen ist der jüngere Bruder von David Sylvian. Brüder mit unterschiedlichen Nachnamen? Nun, sowohl Jansen als auch Sylvian sind Künstlernamen, eigentlich heißen die beiden Stephen und David Batt.

Schon seit Mitte der 70er ist Steve Jansen musikalisch aktiv, zunächst in David Sylvians Band Japan, nach deren Auflösung 1982 in diversen Projekten der früheren Japan-Musiker, zuletzt in David Sylvians neuem Projekt Nine Horses. In dieser langen musikalischen Karriere ist das im Herbst 2007 erschienene Slope sein erstes Soloalbum.

Jansen selbst steuert neben der Percussion (oft elektronischer Art) noch weitere Instrumente bei, teilweise in gesampelter Form. Dazu wird er von einer Reihe Gastmusiker und -sänger(innen) begleitet, darunter Theo Travis (u.a. The Tangent) und David Sylvian. Der Einfluss des großen Bruders ist unüberhörbar, speziell dann, wenn selbiger seinen Gesang beisteuert; bei Stücken wie Playground Martyrs oder Ballad of a Deadman könnte man glatt meinen, eine Sylvian-CD (oder auch eine von Nine Horses) eingelegt zu haben, der spröde und melancholische Art-Pop-Ambient-Sound ist einfach unverkennbar.

Aber Steve Jansen hat durchaus seine eigene musikalische Sprache, in der die den Stücken zugrunde liegenden kargen Ambient-Sounds von verstörenden Noise-Effekten oder hektisch wuselnder elektronischer Percussion unterlegt werden. December Train ist ein schönes Beispiel dafür, eine gesampelte Trompete bringt noch einen Schuss Jazz rein. Ein weiterer Höhepunkt ist Cancelled Pieces, bei dem der wunderbare, ein bisschen laszive Gesang von Anja Garbarek praktisch nur von dezent eingesetzten Noise-Effekten begleitet wird. Dabei sind diese Effekte stets so weit im Hintergrund gehalten, dass sie nicht aufdringlich wirken, sondern lediglich die an sich ruhige Grundstruktur der Songs ein wenig ankratzen.

Kurzum, wer die Musik von David Sylvian schätzt, wird auch an Slope Gefallen finden. Ein schönes Debüt, das Lust auf mehr macht!

Anspieltipp(s): Cancelled Pieces, Sow the Salt, A Way of Disappearing
Vergleichbar mit: David Sylvian, Nine Horses
Veröffentlicht am: 2.12.2007
Letzte Änderung: 2.12.2007
Wertung: 11/15

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Von: Dirk Reuter @ (Rezension 2 von 2)


Manchmal dauert es ja etwas, bis sich Bandmusiker nach Auflösung ihrer Stammformation zu einer Solo-Veröffentlichung entschließen. Besonders viel Zeit hat sich Steve Jansen als letztes ehemaliges Mitglied von Japan gelassen. Es hat sich gelohnt.

Wunderbare musikalische Miniaturen, die – wie Jochen schon erwähnte – an die Musik seines Bruders David Sylvian (ausgenommen dessen eher fürchterliches „Naoshima“-Album) erinnern. Aber auch Vergleiche mit den Werken anderer Gastmusiker sind nicht völlig unangebracht. So klingt es hier natürlich mal nach Anja Garbareks CD „Smiling and Waving“ (produziert übrigens von Steven Wilson unter Beteiligung von Prog-Größen wie Robert Wyatt, Mark Hollis und – oh Wunder – Steve Jansen), dann kommen einem die späten Talk Talk oder Porcupine Tree in den Sinn.

Trotzdem bleibt die CD, auch da stimme ich Jochen zu, musikalisch eigenständig und irgendwie „typisch Jansen“, denn auch wenn es sich hier um sein erstes Solowerk handelt, hat man durch seine Arbeit bei Japan, Rain Tree Crow oder auch im Duett mit Richard Barbieri schon ein recht genaues Bild von dem, was diesen Musiker auszeichnet.

Wer also Jansen bei seinen bisherigen Projekten zu schätzen wusste oder die oben genannten Künstler mag, kann mit „Slope“ nichts falsch machen.

Hoffen wir nur, dass er sich mit seinem nächsten Solo-Ausflug nicht wieder soviel Zeit nimmt, denn ich hätte gern mehr davon.

Anspieltipp(s): Playground Martyrs
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.12.2007
Letzte Änderung: 29.12.2007
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Steve Jansen

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2016 Tender Extinction 11.00 1

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