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Genesis

Live Over Europe 2007

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007 (23.11.2007)
Besonderheiten/Stil: live; Klassischer Prog; Rock / Pop / Mainstream
Label: Virgin Records
Durchschnittswertung: 11.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Phil Collins Vocals, Drums & Percussion
Tony Banks Keyboards
Mike Rutherford Bass, Guitars

Gastmusiker

Daryl Stuermer Guitars, Bass
Chester Thompson Drums, Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Dukes Intro (Behind The Lines Instrumental)   (Manchester) 3.49
2. Turn It On Again   (Amsterdam) 4.26
3. No Son Of Mine   (Amsterdam) 6.57
4. Land Of Confusion   (Helsinki) 5.11
5. In The Cage Medley

1. Cinema Show
2. Dukes Travels

  (Manchester)
13.30
6. Afterglow   (Manchester) 4.28
7. Hold On My Heart   (Hannover) 5.58
8. Home By The Sea   (Düsseldorf / Rom) 11.59
9. Follow You Follow Me   (Paris) 4.19
10. Firth Of Fifth (Instrumental Excerpt)   (Manchester) 4.40
11. I Know What I Like (In Your Wadrobe)   (Manchester) 6.45
Gesamtlaufzeit72:02
Disc 2
1. Mama   (Frankfurt) 6.57
2. Ripples   (Prag) 7.58
3. Throwing It All Away   (Paris) 6.01
4. Domino   (Rom) 11.34
5. Conversations With 2 Stools (Drum Duett)   (München) 6.49
6. Los Endos   (Twickenham) 6.25
7. Tonight, Tonight, Tonight (Excerpt)   (Rom) 3.49
8. Invicible Touch   (Rom) 5.35
9. I Can't Dance   (München) 6.12
10. Carpet Crawlers   (Manchester) 6.00
Gesamtlaufzeit67:20


Rezensionen


Von: Henning Mangold @ (Rezension 1 von 3)


Der vergangene Sommer mit Genesis war sogar von zuhause aus interessant für mich: wenn ich auch bei keinem Konzert war, so konnte ich doch ab Spätsommer die Konzertberichte darüber lesen, und die überzeugten mich davon, dass ich absolut nichts verpasst hatte.

Und das ist jetzt nicht abwertend gemeint! - Eher so: was mir an der Tournee gefallen hätte, können meine Ohren nun anhand des akustisch wohltemperierten Mitschnitts viel besser aufnehmen, nämlich, dass Genesis eine altersreife Darbietung hingelegt haben, wie sie sich kaum ein nüchtern denkender Fan besser hätte wünschen können (finde jedenfalls ich).

Soll heißen: Ich denke gar nicht daran, mich dem Heulen und Zähneklappern anzuschließen, das in so vielen Reviews zur Tour zu lesen war. Was da nicht alles geschrieben wurde! - Manche haben sogar noch bemüht-lobend hervorgehoben, dass immerhin am Ende von "I know what I like" ein Ausschnitt aus "Stagnation" zu hören war - Ach Leute: den gab es auf "Seconds Out" auch schon zu hören!

Ich muss wohl das, was allgemein und bereits im Vorfeld der Tour bejammert wurde, hier nicht noch einmal wiederholen (darüber hinaus spricht allein der Umstand für sich, dass dieses Album erst Wochen nach seiner Veröffentlichung auf diesen Seiten besprochen wird). Da kann ich ja gleich mit meinen eigenen Gedanken zum Thema einsetzen, und die gehen so:

Viele Fans fragten: 'Wenn die schon noch mal auftreten, warum spielen sie dann nicht auch Supper's Ready'? Ich sage: Supper's Ready war fester Set-Bestandteil bis etwa 1977 und fiel dann raus. Das ist dreißig Jahre (!) her. Seitdem gab es eine Unmenge von Songs, die danach in die Setlists reinkamen und seither nicht mehr daraus wegzudenken sind - siehe die Highlights seit "Duke", die gibt es seit den 80ern immer wieder. Und das ist immerhin auch schon zwanzig Jahre (!) her. Nun könnte einer das Gegenbeispiel Yes anführen, die bis heute noch ihre Klassiker spielen. Stimmt natürlich - aber Yes hatten nach ihrer Klassiker-Zeit abgesehen von "Owner of a lonely heart" schließlich keine erfolgreichen Songs mehr.

Was ich den Nostalgikern damit sagen will: Ihr mögt ja alle am Alten festhalten und ich kann Euch verstehen, denn die Musik von Genesis war ganz früher wirklich viel interessanter. Aber nun stellt Euch mal vor, dass die drei federführenden Genetiker vielleicht auch Nostalgiker in eigener Sache sind, dass sie ihre eigenen Alben seit 1978 genauso ernst genommen haben wie Ihr die vorherigen (es waren immerhin ihre eigenen Werke!), und dass diese 'neue' Mucke inzwischen auch schon alt ist. Und dazu kommt, dass die ihre 'neuen' Alben ganz sicher besser kennen als Ihr (denn Ihr habt aus Enttäuschung vielleicht gar nicht mehr allzu genau hingehört), und dass für sie "Home by the Sea" ein genauso wichtiger Klassiker geworden ist wie für Euch "Firth of Fifth": Was also könnte für das Trio näher liegen als ein ausgewogener Mix aus Altem und Uraltem?

Oder anders gesagt: Eine Genesis-Reunion, wie sie sich die meisten gewünscht haben, hätte die Mitwirkung von Hackett und Gabriel erfordert, und die beiden hatten ja im Vorfeld genügend Gründe angeführt, wieso sie nicht mitwirken konnten (nebenbei: ein weiterer möglicher Grund kam jetzt nie zur Sprache, dass nämlich bereits zur Zeit der "Lamb"-Aufnahmen ihre unüberwindlichen musikalischen Differenzen zutage getreten waren, die Hackett an den Rand der Verzweiflung gebracht hatten). Also traf sich das Trio (nein, das Quintett, denn laut Lineup gehören Thompson und Stuermer jetzt endlich offiziell dazu!) und spielte genau das, was ihm wichtig ist, und das spielte es keineswegs schlecht:

Ich hatte das oben schon angedeutet: Wenn es einen dominierenden Eindruck gibt, den ich dem Livealbum entnehmen kann, dann ist es der Eindruck der gereiften Altersweisheit (wie ein Freund aus meinem Prog-Stammtisch neulich anmerkte: das ist nicht zuletzt dem Mix-Talent von Geoff Callingham zu verdanken, dem größten Star dieser Aufnahme). Und das höre ich schon in den ersten zwirbeligen Gitarrenklängen der Duke-Einleitung, aber auch in der Darbietung anderer neuerer Stücke: vorbei ist die Zeit, in der die Interpretation auf grelle Sounds gesetzt hat, das haben die Herren nun nicht mehr nötig. Vergleicht mal "Home by the Sea" in der Originalaufnahme mit der neuen - jetzt wird der Sound nicht mehr eindimensional (sprich: wavig) plattgebügelt, sondern entfaltet sich erhaben. Und die einzelnen Gitarrenlinien kommen zum Teil so gediegen zum Tragen wie seit Seconds Out nicht mehr; auch Banks' Keyboards verbreiten oftmals die vornehme Ruhe der 70er. Da stört es auch nicht, wenn ab und zu die Tonart etwas runterdisponiert werden musste - das Alter fordert eben seine Tribute. Geklotzt wird aber noch auf den Drums, was schlichtweg logisch ist bei zwei vorhandenen Drumkits - und irgendwo will man ja schließlich mal zeigen, dass man auch mit fast sechzig noch kein bisschen leise ist.

Auch die Setlist ist gelungen, vor allem im Detail: die Medley-Version von "In the Cage" z.B. ist zwar eine Art neu gemixter Klassiker und Dauergast der Setlists seit den 80ern, aber diesmal enthält er statt des langen "Slippermen"-Exzerpts etwas Unerwartetes, und zwar exakt den hymnischen Teil von "Duke's Travels", der im Opener beim "Duke"-Schnelldurchlauf gefehlt hatte: da mag ich zu Beginn des Albums noch etwas vermisst haben, aber dafür horche ich nun umso mehr auf. Das mag zwar keine Sensation sein, ist aber ein Kleinod für Kenner (und die wollen wir ja immer sein), aber eben auch ein Kleinod, das keinen Fan neuerer Songs irgendwie stören könnte. Irgendwie witzig ist auch der Schluss mit den Carpet Crawlers: an dieser Stelle und in dem Stil, wie Phil Collins ihn jetzt präsentiert, bekommt der Song plötzlich einen ganz ähnlichen Stellenwert wie "Take me home" in Collins-Konzerten. Dagegen könnte man zwar auch wieder eine ganze Menge einwenden, aber ich find's klasse (unter uns: ich finde auch Collins' dreistündiges Konzert von 1990 auf der Waldbühne in Berlin Klasse)!

Freilich könnte jetzt wieder jemand das Totschlagargument des Allen-Recht-Machen-Wollens rausholen, und das ist zweifellos auch irgendwie berechtigt (wie alle Totschlagargumente), aber wenn man bedenkt, dass eine altgediente Band wie Genesis an Fans ganz unterschiedlicher Generationen denken muss, dann wüsste ich beim besten Willen nicht, was man all denen in einem einzigen Konzert sonst bieten sollte - Songs, die nach den Setlists vergangener Jahre jeweils eine Hälfte der Fangemeinde ohnehin kaum kennen dürfte, trügen sicherlich heutzutage nicht mehr dazu bei, jüngere Hörer zu überzeugen - ganz abgesehen davon, dass es auch naiv wäre, ein solches Ziel anzustreben: wer mit dem ganzen Genesis-Spektrum bis heute nichts anfangen kann, dem ist ja wohl auch mit Nachhilfe nicht mehr zu helfen.

Somit hat dieses Album zwei Seiten - fast wie in der seligen Vinyl-Epoche: die Hit-Fans bekommen die Hits, die sich in den Jahren als die überlebensfähigsten erwiesen haben, und die detektivischen Progfans bekommen ein paar Spuren hingestreut, die gerade ihnen Freude bereiten könnten - noch dazu in einer gediegenen und edlen Form, die dem Alter der Musiker und dem Alter vieler Fans angemessen ist. Und wen das alles nicht zufrieden stellt, den kann ich zwar auch verstehen, aber der sollte heutzutage vielleicht nicht unbedingt Genesis hören - Mann, Leute, die Progszene hat doch wirklich genügend Anderes zu bieten, und wer den ganz frühen Genesis nachtrauert, hat in den letzten dreißig Jahren wahrlich genug Trauerarbeit geleistet. Ganz sicher aber hat es diese Aufnahme nicht verdient, dass sie ignoriert wird; wenn die alten Herren schon noch mal so souverän auftreten, verdienen sie allemal unser Gehör, mögen die Meinungen dazu auch noch so kontrovers sein.

Anspieltipp(s): Hört euch unbedingt den Ausschnitt aus Firth of Fifth an und achtet auf die Gitarren-Linie: so viel Virtuosität neben so wenig Effekthascherei habt ihr noch in keiner späteren Version davon gehört…
Vergleichbar mit: einer stilvoll holzvertäfelten Society mit Cognac und Zigarren, wo man sich in gemütlicher Runde alte Geschichten erzählt…
Veröffentlicht am: 26.12.2007
Letzte Änderung: 8.3.2012
Wertung: 11/15

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 2 von 3)


Henning, du schreibst mir aus dem Herzen. "Live over Europe" ist doch supper! Also echt, was die Nostalgoholiker nur immer wollen! Wart Ihr in den letzten zehn, fünfzehn Jahren mal bei einem Konzert von Yes oder ELP? Da konnte man fast körperlich spüren, was es bedeutet, wenn eine einst progressive Progressive-Rock-Band zu einer Nostalgiemaschine verkommt. Nicht so Genesis. Die haben versucht, up to date zu bleiben. Sie waren dabei vielleicht nicht immer relevant, aber relevant, das waren Yes und ELP das letzte Mal - ach, anno dunnemals.

Genesis also relevant? Na gut. Genesis sind 2007 eine Band, deren Status als sagenhaft wohlhabende britische Landjunker es ihnen ermöglicht, Klassikalben zu veröffentlichen, die keiner hört (Banks), zu den weltweit engagiertesten Sammlern von Devotionalien der Alamo-Belagerung zu gehören (Collins) oder mit der unbekanntesten Rockband der Welt immer noch vorzugeben, ein Rockstar zu sein (Rutherford) - während Peter Gabriel, längst zum Versorger mit einfachem Popvergnügen mutiert, sich weiterhin in der Pose des ernsthaften, aber verpeilten artistes übt, und der arme Steve Hackett immer noch wartet, dass die anderen in doch noch anrufen, um die alte Band wieder zusammenzubringen.

Also ziehen sie nochmal los. Zu dritt. Ach sie haben "Supper's ready" nicht gespielt? Heult doch! Vielleicht ist für Genesis auch 80er-Genesis noch Genesis? Vielleicht haben die einfach keinen Bock mehr, sich beim Musizieren hinzusetzen und introvertiert auf den Boden zu starren?

Was soll das eigentlich, diese Arroganz von uns Progfans, den Prog immer erst einmal ganz grundsätzlich über jedes andere Genre der populären Musik zu erheben? Ist "Throwing It All Away" ein schlechterer Popsong als "In the Cage" ein Progsong ist? Will irgendjemand ernsthaft behaupten, dass "In the Cage" schon allein deshalb besser ist, weil es Prog ist?

Sicher nicht. Es ist besser, weil es besser ist. Wenn überhaupt. Aber weil wir gerade dabei sind: "I Know What I Like", "Carpet Crawlers" oder "Afterglow" sind auch nicht gerade die verzwicktesten Progepen. "Afterglow" ist sogar "Have Yourself a Merry Little Christmas". Da ist ja "Turn It On Again" proggiger, zählt's mal durch!

Es ist also wuppi, weil es bei Bands wie Genesis darum geht, ob es gut ist, und nicht ob es Prog ist. Was uns zu der Frage bringt, ob Genesis als Progband besser waren, denn als Popband. Ich bin mir da alles andere als sicher. Was aber feststeht, ist, dass sie in den 70ern nicht deshalb besser waren, weil sie damals eine Progband waren. Außerdem waren sie das gar nicht mal ausschließlich. Selbst ihr bedeutendstes Album, "The Lamb lies down on Broadway" (von dem hier immerhin zwei Titel vertreten sind) enthielt viele recht einfache und eingängige Stücke, die nicht gut als Prog durchgehen können. Und gerade die sind ihnen besonders gelungen. Eines davon schließt dieses Doppelalbum ab.

Genesis war von Anfang an eine Band mit einem immensen Talent für eingängigen Poprock. Warum ihn nicht spielen?

Wenn es also schon nicht um die Frage geht, ob Prog oder nicht Prog, dann geht es vielleicht um die Frage, ob mit Hackett/Gabriel oder ohne? Hm? Ehrlich sein! Schließlich kann man bis heute lamentieren hören, Genesis sei ohne die beiden nicht Genesis. So betrachtet, enthalten die beiden "Live over Europe"-Scheiben überproportional viel Material aus dieser Zeit. Nicht schlecht für eine Band, in der Gabriel und Hackett gerade mal fünf, sechs Jahre lang waren, die drei, die hier aufspielen, aber fast vierzig Jahre. Was wäre denn, wenn es tatsächlich zu einer Wiedervereinigung käme? Würden Genesis "Supper's Ready" spielen? Versprochen! Aber würden sie auch "Dukes Travels", "Turn It On Again" oder "Land Of Confusion" spielen? "Mama"? Wie dem auch sei: Die Stars einer solchen Wiedervereinigung wären jedenfalls nicht Mike Rutherford und Tony Banks, das steht mal fest (man sollte sich von ihrem Graham-Pascoe-Look nicht täuschen lassen, auch die haben ein Ego). Das sollte man sich auch mal durch den Kopf gehen lassen.

Also besser so? Aber sicher. Denn so bieten Genesis über zwei Stunden höchst kompetent vorgetragenen und sehr unterhaltsamen Hochglanz-Rock für die Steppwestenfraktion, und das Beste beider Welten noch dazu. Soll man ihnen wirklich vorwerfen, dass sie ihre Crowdpleaser spielen? Auf einer Reunion-Tour? Nicht im Ernst, oder? Nein, das passt schon. Genesis haben sechs Jahre lang überwiegend Progressive Rock gespielt, und in den Jahrzehnten danach ab und zu mal sporadisch. Und ich finde sie tatsächlich als Popband besser als als Progband. Dieses Livealbum läuft mir prima rein. Es macht Spaß und es ist repräsentativ, und das ist für eine Band mit einer solchen Geschichte bei weitem nicht das Schlechteste.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.2.2014
Letzte Änderung: 18.3.2014
Wertung: 12/15
Wenn ich keinen Spaß haben will, geh ich zuner RIO-Band.

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 3)


Willkommen im Eiapopeia-Kuschelcorner. Mir sprechen Henning und Nik beide aus dem Herzen. "Live over Europe" ist ein in jeder Hinsicht gelungenes Live-Dokument einer der wichtigsten Bands der letzten 45 Jahre.

Ich habe mir anno 2007 überlegt, ob ich mir die Dinosaurier nochmals live gönnen soll. Ein Blick auf die Setlist hat mich dann davon abgehalten. Nicht, weil mir die Auswahl nicht zugesagt hätte, sondern weil ich das Gros der Stücke bei meinem allerersten Open-Air-Konzert am 13.6.1987 in Basel bereits erlebt hatte. Damals habe ich noch einen Walkman mit ins Stadion geschmuggelt, um das Konzert aufzunehmen. Nun hätte ich tatsächlich lieber die (ur-)alten Progklassiker der frühen 70er Jahre gehört, die Gründe meiner Vorredner, warum Genesis auf ihrer Abschiedstournee genau die Song ausgewählt haben, die sie ausgewählt haben, ist aber natürlich nachvollziehbar.

"Live over Europe" klingt sehr gut, fast zu gut für eine Live-Aufnahme. Manche Titel sind so nahe am Studio-Original, dass man kaum Unterschiede ausmachen kann. Auf der anderen Seite kriegt man so natürlich genau das, was man kennt.

Mir geht es ähnlich wie Nik; das Album läuft wirklich gut rein und macht Spass. Ich finde allerdings die "alten" Genesis, die Progger, besser als die Pop-Genesis. Ich hätte die Truppe gerne 1973 live gesehen. Aber es gibt ja Bands wie die "Carpet Crawlers" oder "Musical Box" die solche Sehnsüchte zumindest teilweise, und nicht mal schlecht, befriedigen können.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.2.2014
Letzte Änderung: 26.2.2014
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Genesis

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 From Genesis to Revelation 3.75 4
1970 Trespass 11.20 5
1971 Nursery Cryme 12.60 5
1972 Foxtrot 14.13 8
1973 Genesis Live 10.00 3
1973 Selling England by the Pound 12.83 6
1974 The Lamb lies down on Broadway 11.50 4
1976 A Trick Of The Tail 10.75 4
1976 Wind And Wuthering 11.25 4
1977 Spot The Pigeon (EP) 7.00 2
1977 Seconds Out 11.00 3
1978 And Then There Were Three 8.25 8
1980 Duke 7.57 7
1981 Abacab 6.67 6
1982 3X3 4.00 2
1982 Three Sides Live (VHS) - 1
1983 Genesis 7.50 4
1984 Three Sides Live 9.75 4
1985 The MAMA Tour (VHS) - 1
1986 Rock Theatre - 1
1986 Invisible Touch 7.67 3
1987 Visible Touch (VHS) - 1
1988 Videos Volume I (VHS) - 1
1988 Invisible Touch Tour (VHS) - 1
1988 Videos Volume II (VHS) - 1
1991 We Can't Dance 6.67 3
1991 Turn It On Again - Best Of '81-'83 - 1
1992 The Way We Walk Vol.1 - The Shorts (Live) 5.67 3
1993 The Way We Walk Vol.2 - The Longs (Live) 8.33 3
1994 The Way We Walk (VHS) - 1
1996 The Royal Philharmonic Orchestra plays the music of Genesis 2.00 1
1997 Congo (Maxi-CD) - 1
1997 Shipwrecked (Maxi) - 2
1997 Calling All Stations 6.50 4
1998 Not About Us (Maxi) - 1
1998 Archive I - 1967-1975 12.50 5
1999 Turn It On Again - The Hits - 2
2000 The Genesis Songbook (DVD) 12.00 1
2000 Archive II - 1976-1992 11.00 1
2001 The Way We Walk (2DVD) - 1
2003 Live At Wembley Stadium (DVD) - 1
2004 Genesis Live (DVD) 5.00 1
2004 Platinum Collection - 1
2004 The Video Show (DVD) 7.00 2
2004 Inside Genesis 1975-1980 - An Independent Critical Review (DVD) - 1
2006 The Genesis of Genesis - 1
2007 Box Set 1976 - 1982 12.00 1
2007 Live - Helsinki, Fi, 11-06-07 9.00 1
2008 Box Set 1970 - 1975 13.50 2
2009 Box Set 1973-2007 Live 12.00 1
2014 Three Sides Live (DVD) - 1
2014 Sum of the Parts (DVD) - 1

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