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Taylor's Universe

Soundwall

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: instrumental
Label: Marvel Of Beauty Records
Durchschnittswertung: 9.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Michael Denner Guitars (melodic solos)
Karsten Vogel Sax
Robin Taylor Guitars (thrash solos), Bass, Piano, Organ, Mellotron, Synth, Stringman, Toy Keyboards, Glockenspiel, Percussion, Voice, Tapes, Treatments
Rasmus Grosell Drums

Gastmusiker

Louise Nipper Voice
Victoria Bjerre Little voice on Aspx

Tracklist

Disc 1
1. Tag Attack 8:09
2. Step Aside 6:40
3. Out of Season 6:02
4. Totally Greek 6:51
5. Sandwich 7:24
6. Aspx 8:31
Gesamtlaufzeit43:37


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


"Taylors Universe with Denner", steht da oben auf Robin Taylors neuester Produktion. Denner? Karsten Vogel und Rasmus Grosell sind schon seit längerem Begleiter von Taylor. Aber wer ist Michael Denner? Und weshalb wird sein Name extra vermerkt?

Lesern, die sich ausgiebig in metallischen Gefilden aufhalten, wird der Name vielleicht schon einmal begegnet sein. Wer meine Rezensionen auf diesen Seiten verfolgt wird wissen, dass ich mich eher selten in solche musikalische Regionen begebe. So musste mir die meistbenutzteste Suchmaschine im Weltweiten Netz weiterhelfen. Michael Denner war u.a. Gitarrist der dänischen Power-Metal-Formation Mercyful Fate. Auch am Soloschaffen deren Sänger King Diamond war Denner zeitweise beteiligt. Erstaunlich! Robin Taylor, der Multiinstrumentalist und Jazzrocker mit Hang zu Retroklängen, Elektronik und gelegentlichen schrägen Ausbrüchen, tut sich mit einem metallischen Axtschwinger zusammen und bringt dazu noch den Jazzsaxophonisten Vogel mit? Ja, genau das hat er getan, und "Soundwall", das Ergebnis der Zusammenarbeit, kann sich durchaus hören lassen!

"Soundwall" bietet zwar immer noch weitestgehend das, was auch schon die beiden Vorgängeralben prägte, einen (Zitat von meiner Rezension zu "Terra Nova") "modernen, angejazzten, relativ melodischen Symphoprog", doch ist das Ganze ausgesprochen unterhaltsam ausgefallen und hat eine neue Note bekommen. Das liegt zum einen an Denner, der immer wieder für getragen-melodisch Gitarrenwälle sorgt, für jaulende und schmachtende Figuren und Riffs, wie man sie typischerweise in Metal-Balladen findet. Zudem verleiht er der Musik ein deutlich rockigeres Gepräge. Andererseits ist auch Taylor abwechslungsreich zu Gange, an allerlei Tasten meist (darunter auch hin und wieder ein Mellotron und eine schöne Schweineorgel), aber auch selbst an der E-Gitarre. Dazu zupft er noch Bass und bedient ein Glockenspiel (welches sich gelegentlich pointiert in den Vordergrund schlägt) und sorgt für gelegentliches elektronisches Hintergrundfiepen und -zirpen und einige Tonbandeinspielungen. Grosell schlagzeugt sich dazu solide voran und Vogel trötet gewohnt virtuos und sehr effektvoll an diversen Stellen sein Saxophon dazwischen.

Höhepunkt ist für mich "Out of Season", welches mit satten Mellotronstreicherschüben beginnt, sich danach in ein freiformatiges Durcheinander verwandelt, in das immer wieder Sax und E-Gitarre hineinfahren fahren, um sich dann in einer kantigen, seltsam unruhigen, dahinquellenden Instrumentalprognummer aufzulösen. "Tag Attack", "Step Aside" und "Aspx" verbreiten in ihrem dichten, symphonisch-klangvollen Gesamtsound (nennen wir es der Einfachheit halber "zeitgenössischen Instrumentalprog") eine leicht metallische Atmosphaere, arbeitet sich hier doch Denners typischer Gitarrensound immer wieder tragen in den Vordergrund,. "Sandwich" bietet dagegen minimalistische Klänge, repetitive Tastenmuster, zu denen die Band getragen-jazzig rockt. "Totally Greek" dümpelt ziemlich lange unspektakulär, fast seicht dahin - der Rezensent kämpft schwer damit nicht die Skip-Taste zu betätigen -, um sich dann aber in den letzten zwei Minuten in einen fast wilden Symphorocker zu verwandeln, der die vorhergehenden knapp 5 Minuten vergessen machen lässt.

"Soundwall" macht Spaß! Taylor hat seine Musik mit frischem Wind versehen, was ihr sehr gut getan hat. Wer die Musik von Taylor's Universe bisher als zu halbgar abgetan hat, sollte ihr hier noch einmal eine Chance geben!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.2.2008
Letzte Änderung: 13.2.2008
Wertung: 11/15

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Von: Horst Straske @ (Rezension 2 von 2)


Taylor`s Universe bieten auf ihrem Album "Soundwall" im straffen Instrumetalsound eine Mixtur aus relaxtem Jazzrock und symphonisch-ambientartigen Klangflächen. Zwischen modern verspielten Harmonien und druckvollen Retropassagen pendelnd, sind Taylor`s Universe um fein nuancierte Linien bemüht, was im Opener "Tag Attack" noch vorzüglich gelungen ist.

Weiche Mellotronpassagen betten einen durchaus kraftvollen Instrumentalsound, der leider im weiteren Verauf zunehmend zu verflachen beginnt und von einschmeichelnden Klangflächen verwässert wird.

Die solistischen Einlagen des früheren Mercyful Fate-Giarristen Michael Denner haben so gut wie kaum einen Bezug zu dessen Metal-Vergangenheit, sondern tendieren bereits im zweiten Titel "Step Aside" in die Richtung von melodisch-frickeligen Saiten-Ergüssen, die sich lustvoll in verspielte Höhen emporschrauben. Das klingt doch bisweilen verdächtig nach den diversen Darbietungen namhafter "Guitar-Heroes", ohne dem Instrumental-Prog zu Akzenten verhelfen zu können.

Zuviel gediegenes Rockhandwerk wird in diesen Phasen zu einer jazzig-symphonischen Komplexität hochstilisiert, ohne als homogenes Gesamtwerk bestehen zu können. Demgegenüber steht eine luftige, aber leider etwas monotone Klangmalerei, die ein wenig mehr Konturen bedurft hätte.

Anspieltipp(s): Tag Attack
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.6.2008
Letzte Änderung: 14.6.2008
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Taylor's Universe

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Taylor's Universe 9.00 2
1996 Pork 10.00 1
1998 Experimental Health (with Karsten Vogel) 9.00 1
2004 Once again 8.00 1
2005 Oyster's apprentice 10.00 1
2006 Certain Undiscoveries 10.00 1
2007 Terra Nova 8.50 2
2009 Artificial Joy 11.00 1
2009 Return to Whatever 10.00 1
2012 Kind Of Red 11.00 1
2013 Worn Out 10.50 2
2013 Evidence 11.00 2
2015 From Scratch 11.00 1
2015 Across the Universe 10.00 1
2017 Almost Perfected 11.50 2

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