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Asia

Phoenix

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: Melodic Rock / AOR
Label: Frontiers Records
Durchschnittswertung: 2.67/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

John Wetton Bass, Vocals
Geoffrey Downes Keyboards
Steve Howe Guitars
Carl Palmer Drums

Tracklist

Disc 1
1. Never Again 4:53
2. Nothing's Forever 5:44
3. Heroine 4:51
4. Sleeping Giant/No Way Back/Reprise 8:09
5. Alibis 5:38
6. I Will Remember You 5:09
7. Shadow of a Doubt 4:16
8. Parrallel Worlds/Vortex/Déyà 8:09
9. Wish I'd Known All Along 4:05
10. Orchard of Mines 5:09
11. Over and Over 3:31
12. Extraordinary Life 4:56
13. Extraordinary Life (acoustic)
14. Electronic Press Kit


Rezensionen


Von: Nik Brückner @ (Rezension 1 von 4)


Was machte die Platten der klassischen Asia-Besetzung Wetton/Downes/Howe/Palmer damals in den 80ern aus? Da war zunächst einmal das Songmaterial, das Wetton und Downes produzierten: klare, einfache Melodien, wahlweise mit einem Hang zum Melancholischen oder mit einem Zug zum Pathos. Dazu kamen die vielen kleinen fantasievollen Gitarreneinsprengsel Steve Howes - zumindest bevor er auf dem zweiten Album in den Hintergrund gemischt wurde. Das Ganze wurde durch die Wall-of-Sound-Produktion von Mike Stone, die die Songs wie die Begleitmusik zu Triumphzügen römischer Herrscher klingen ließ, auf Überlebensgröße aufgeblasen.

Dies gilt auch für das dritte Album, "Astra", ohne Howe eingespielt zwar, aber dennoch soundmäßig kaum von den anderen beiden zu unterscheiden. Größer dagegen war der Unterschied zwischen dem Debüt und den beiden Nachfolgern. Gab es hier noch zahlreiche Anklänge an den klassischen Prog wie etwa ungerade Takte ("Heat of the Moment" beginnt im 10/4-Takt), metrische Ambiguität (am Anfang von "Time Again"), zahlreiche Rhythmuswechsel in kurzer Zeit ("Time Again", "Sole Survivor"), spieltechnische Virtuosität (v. a. von Steve Howe), das Aufgreifen von Elementen klassischer Musik (z. B. im "Bolero"-Teil von "Cutting it fine") und so weiter, wurden diese Elemente auf und nach "Alpha" fast völlig eliminiert (immerhin stehen die Strophen von "Midnight Sun" im 5/8-Takt, das macht den lauen Song aber nicht besser).

Nun kommt, nach 25 Jahren, das dritte Album der Originalbesetzung heraus. Was ist übriggeblieben von den klassischen Elementen Asias? Nun, man muss leider sagen, fast gar nichts. Mike Stone ist 2002 verstorben, man mag seine Arbeit mögen oder nicht, zu ersetzen war er durch das Produzententeam Wetton/Downes/Howe/Palmer jedenfalls nicht. An keiner Stelle kommt das Asia-Feeling auf, dieses wohlige Gefühl, zwei Sahnetorten in die Ohren gesteckt zu bekommen. Es fehlen die mit dreistelligen Wettons multiplizierten Vocals, es fehlt die Ununterscheidbarkeit zwischen Gitarre und Keyboard und es fehlt der massive Hall der Schlagzeugsounds. Die Keyboardsounds sind käsig oder 30 Jahre alt (ganz krass auf "Nothing's forever"). Allein das lässt "Phoenix" wie eine Plastikrockband aus den U.S.A. klingen, nein, besser: Allein das lässt "Phoenix" wie ein Asia-Album aus der Downes-Payne Zeit klingen. Stellenweise (z. B. "Nothing's Forever", ab 0:44) geht es sogar so weit, dass man um einen Vergleich mit dem deutschen Schlager nicht herumkommt. "Alibis", obwohl ein Song aus dem Jahr 1982, klingt eher nach den Flippers als nach Asia - man stelle sich das nur mal mit deutschem Text vor.

Das Songmaterial könnte es rausreißen? Könnte. Wetton hat seine letzten asiatauglichen Songeinfälle vor über zehn Jahren auf seinen Soloalben verbraten: "Crime of passion", "Hold me now", "Battle Lines", Downes mit "Anytime" vor über 20 Jahren auf "Aria". Die neuen Songs erreichen an keiner Stelle die fast schon erschreckende Eingängigkeit klassischer Asiastücke. Zudem fehlen die klaren Zuordnungen: die als Powerballaden angekündigten Songs haben keine Power, die Rocker rocken nicht. Beispiel: Das Album beginnt - klugerweise - mit 4 Gitarrenakkorden. Nach dem dritten denkt man, ja, das könnte was werden, der vierte verpatzt diesen Eindruck. "Phoenix" fehlt nicht nur ein "Voice of America" oder ein "The Smile has left your Eyes", ihm fehlt - gerade - auch ein "Heat of the Moment", ein "Don't Cry" oder ein "Go". Selbst die beiden mehrteiligen Tracks, die wohl an die Tradition von "Here comes the Feeling", "Open Your Eyes" oder "Rock and Roll Dream" anschließen sollen, sind viel zu weit weg von dem Bombast der Vorgänger, als dass sie auch nur die geringste Chance hätten, mit diesen mitzuhalten und zudem derart krude zusammengenagelt, dass selbst Fanboys ratlos vor diesen Pseudodreiteilern stehen dürften. Andere Sachen sind pure Klischees, so der instrumentale Anfang und die Bridge von "Heroine", Strophe und Refrain von "Shadow of a doubt", das schier endlos wiederholte "No way back" oder die Bridge von "Whish I'd known all along", solche Melodien waren vor 30, 40 Jahren mal Grand-Prix-Ohrwürmer und sollten heute allein deshalb schon für ernsthafte Musiker tabu sein. Nichts reißt einen mit, nichts ist so süßlich, so pathetisch wie auf den Originalalben. Angesichts diesen Songmaterials und dieser Produktion habe ich mich gefragt, ob ich dieses Album als Asia-Album erkennen würde, wenn der Name nicht draufstünde und "Never again" nicht wäre. Die Antwort ist, auch wenn die Refrains von "Alibis" und "An extraordinary Life" mit einigem Recht den Status als klassische Asia-Melodien beanspruchen können, "nein". Immerhin hätte ich mich noch gewundert, dass sich die Asia-Antipoden John Wetton und Steve Howe plötzlich so gut verstehen und miteinander eine Platte machen, die beiden kann man nämlich, trotz des fast schon an Hohn grenzenden, dünnen Sounds, den man Wettons Stimme verpasst hat, erkennen.

Dabei bemüht man sich ansonsten um Ausgewogenheit: Howe ist mal zu hören (der Sound ist bei weitem nicht so breiig wie auf dem kaputtgemixten "Alpha") und alle Musiker waren am Songwriting beteiligt. Leider ist (dadurch?) jegliche Spannung raus, das Album wirkt lau, schlapp, ideenlos und altbacken.

Interessant ist es übrigens, die Amazon-Rezensionen nach Ländern zu vergleichen: Während man in Deutschland äußerst kritisch ist, sind die Amerikaner und die Japaner fast ausschließlich restlos begeistert (Tenor: die Legende ist zurück, mit einem Album, das so gut ist wie das erste) - die Franzosen dagegen schweigen sich zu "Phoenix" vollkommen aus. Phil Carsons Marketingstrategie für die neuen alten Asia ist damit klar. Würde mich nur interessieren, was Brian Lane und John Kalodner zu dieser Platte sagen...

Anspieltipp(s): "Never Again" und "Shadow of a doubt" sind noch am ehesten als Asia-Songs zu erkennen, "Alibis", "Orchard of Mines" oder "Over and over" sind die Katastrophen, die man vor dem Kauf unbedingt auch gehört haben sollte
Vergleichbar mit: Icon und - leider - den Asia der 90er. Und das ist das schlimmste, was der Band passieren konnte.
Veröffentlicht am: 11.4.2008
Letzte Änderung: 28.1.2011
Wertung: 2/15
Nur was für Icon- oder Flippers-die-hards!

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Von: Michael Büttgen @ (Rezension 2 von 4)


Zu Anfang möchte ich sagen, dass ich die ersten Asia-Scheiben sehr mag, denn sie boten damals zweifelsohne wegweisenden Melodic-Rock oder auch Cabrio-Mucke, wie man so schön sagt. Auch in der Payne-Phase gab es durchaus den ein oder anderen kleinen Lichtblick, wobei man jedoch nie mehr an alte Glanztaten heranreichen konnte.

Ob dies der Grund war für diese Reunion? Ob die alten Herren wirklich die Absicht hatten, es noch mal allen zu zeigen und eine richtig geile Melodic Rock-Scheibe zu fabrizieren? Vielleicht sogar eine Scheibe, die an ihr Debüt heranreicht? Sicher nicht!

Ich bin ehrlich gesagt ein wenig schockiert. Diese Reunion ist wohl tatsächlich so nötig wie ein neues Oliver Wakeman/Clive Nolan-Konzeptalbum. Der eigentliche Sinn dieser ganze Chose, nämlich der Versuch sich noch mal auf die alten Tage mit alten Lorbeeren zu schmücken und den alten Fans ein wenig Kohle aus der Tasche zu ziehen, offenbart sich schon nach dem ersten Durchlauf dieses Silberlings.

Dabei startet Phoenix mit ?Never Again? wirklich vielversprechend. Der Song bietet alles, was einen typischen Asia-Song in den 80ern ausmachte. Und weil dem so ist, und ich den Rest des Albums ja nun kenne, beschleicht mich das Gefühl, dass hier evtl. gar kein neuer Song vorliegt, sondern irgendeine Leiche aus den 80ern aus der Schublade hervor gekramt wurde. Keine Ahnung, ob es wirklich so ist, aber hört es euch einfach selbst mal an.

Schon der zweite Song ?Nothing?s Forever? fällt nämlich qualitätstechnisch so stark ab, wie der Dow Jones am Schwarzen Freitag. Unfassbar, wie gequält sich Wetton durch diesen miesen, hingeklatschten Titel kämpft. Der Songaufbau, der Refrain...einfach alles klingt hier schlicht und ergreifend uninspiriert und kalt. Da helfen auch die ? natürlich einwandfrei gespielten ? Gitarreneinsprengsel von Howe nicht mehr. Vielmehr habe ich das Gefühl, als ob der gute alte Steve ?mal eben kurz? für 10min ins Studio gekommen ist.

Und es wird und wird nicht besser. Die furchtbar schmalzig schleimige Ballade ?Heroine? gehört eher auf eine der letzten ultrabeschissenen Wetton-Soloeskapaden. Auch hier spielt Howe zwar souverän, wirkt aber so deplaziert wie ein Vegetarier bei McDonalds. Ach ja, es gibt ja noch 2(!) andere Balladen: ?I Will Remember You? und ?Orchard Of Mines? ... Ich sach da nix mehr zu. Furchtbar!

Der Pseudo-Longtrack ?Sleeping Giant/No Way Back/Reprise? klingt mit seiner anfänglichen, 3 minütigen Keyboardfläche einfach nur aufgepumpt und der Refrain, bzw. der komplette Songaufbau ist so infantil, dass es schon unverschämt ist. Ideen? Fehlanzeige! Ach ja, Howe... spielt toll. Passt nur nicht zum Song.

Irgendwie gibt es noch einen zweiten sogenannten ?Longtrack?: ?Parallel Worlds/Vortex/Déyà? beginnt recht zuversichtlich und man hört das erste Mal, dass auch ein Schlagzeuger, in diesem Fall Carl Palmer, anwesend ist. Der Song wäre halb so wild, wenn die letzten 2 Minuten nicht so schrecklich kitschig wären, dass selbst ich als alter Melodic-Onkel mich dafür fremdschämen muss. Auch "Alibis" und "Over and over" gehören zum uninspiriertesten und lustlosesten Gedengel, das ich in der letzten Zeit so gehört habe.

Höchstens ?Shadow Of A Doubt?, ?Wish I?d Known All Along? und vielleicht noch ?An Extraordinary Life? tun nicht ganz so weh wie das restliche Fiasko, gehen ohne viel Schmerzen ins Ohr, kommen aber natürlich nicht an den Opener ran und klingen letztendlich nicht mehr als nett, also irgendwie auch egal.

Warum diese Reunion? Warum diese krampf- und zwanghaft zusammengeklatschte Platte? Warum diese Selbstdemontage? Ich versteh es nicht. Was soll das hier sein? Ich will zu meiner Mama!

Anspieltipp(s): Wenn's sein muss:"Never Again"
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.4.2008
Letzte Änderung: 21.4.2008
Wertung: 4/15

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Von: Henning Mangold @ (Rezension 3 von 4)


Wer auf vernünftige Sortierungen Wert legt, möge sich bitte nicht allzu sehr wundern, wenn diese Rezension mindestens zur Hälfte auch eine Rezension des Debütalbums von Asia wird: ich kann nämlich den "Phoenix" nicht unabhängig vom ersten Asia-Album rezensieren - es gibt in meinen Ohren einfach zu viele Parallelen (und sei der Zeitabstand auch noch so lang):

Schon der Einstand von Asia Anno 1982 war im Grunde ein Täuschungsmanöver, geboren aus der Krise des Prog, die Ende der 70er begonnen hatte. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie auch ich auf diese Täuschung reingefallen bin, und ich kann mich selbst aus dem Rückblick heraus gut verstehen:

Asia boten schon damals letztendlich keinen Prog, sondern eine rockigere AOR-Weiterentwicklung von ELO's "Out of the Blue": orchestrale Breitwand-Sounds und smashige Hits ohne Ende. Der Täuschungseffekt setzte schon beim ersten Hören ein: man hätte denken können, dass DAS (und nichts anderes) die Musik war, die man eigentlich hören wollte, dass all der bisherige Prog verzichtbar war - 'Ihr wollt Anspruch' Ach, macht euch doch nichts vor: Ihr wollt Party wie alle anderen, und genau DIE Party wird euch jetzt von Prog-Assen gebracht!? - Irgendwie so lief die Sache im Ohr ab: so ging es damals nicht nur mir, aber ob das von der Band bzw. vom Produzenten beabsichtigt war, kann ich nicht beurteilen. Eben schrieb ich, ich kann mich aus dem Rückblick gut verstehen, aber ich sehe auch die andere Seite, dass das alles nämlich total albern war: Genauso gut hätten die Produzenten der James-Bond-Reihe von Anfang an alle Rollen mit Akteuren von Ingmar Bergman besetzen und behaupten können, dass dessen Fans sich im Grunde ihres Herzens auch nur Action wünschen.

Trotzdem ging das Asia-Konzept für eine Weile auf; lange hätte es sich freilich nicht halten können, dazu waren die Progfans dann doch noch zu sehr echte Progfans; deshalb scheint es sogar aus diesem Grunde logisch zu sein, dass die Ur-Asia-Besetzung zerbrechen musste. Aber wenn man bedenkt, wie viele Hörer aus unserem Kreis bis heute das erste Asia-Album praktisch auswendig kennen, so zeigt das doch, dass sogar der Popcorn-Prog mal eine gewisse Berechtigung gehabt hat ? nach derselben Logik, mit der man auch manche Handlungslücke in manchem Film durchaus mit Action füllen kann.

Man darf es nur nicht übertreiben, und vielleicht hat die Ur-Asia-Besetzung jetzt genau das getan: der gelungene 'Bond vs. Bergman'-Trick von damals ist ausgereizt und kann nicht mehr zünden, und deshalb ist es m.E. berechtigt, wenn der Phoenix keine so tollen Bewertungen mehr bekommt.

Aber: Ich behaupte trotzdem, dass die alte Asia-Illusion als Nachahmung noch immer auf dem neuen Album lebendig ist. Ich muss ja nur an mich selbst denken - damals bin ich drauf angesprungen, inzwischen ist dieser Musikstil in die Jahre gekommen, genau wie die Band, genau wie ich. Wenn ich also Lust drauf habe, mir die alte Popcorn-Seligkeit noch mal anzutun, dann kann ich deren Zutaten sogar auf "Phoenix" noch finden. Allein die beiden ersten Tracks mit ihrer bombastischen Schaumschlägerei zeigen mir das: wenn ich die mit den beiden ersten Tracks des Debütalbums vergleiche, dann haben diese vier Songs zumindest in meinen Ohren was gemeinsam: ich frage mich nämlich heute wie damals, wie man mit einem normalen Band-Equipment so was gebacken kriegen kann. Und ich glaube, nichts anderes wollten Asia damals schon erreichen: dass der Hörer sich solche doofen Fragen stellt...

Als Fazit soll das heißen: allen Negativ-Kritiken zum Trotze glaube ich, dass Asia-Fans der ersten Stunde noch immer auch Fans des neuen Albums sein könnten - und sei es nur deshalb, weil sie nie etwas anderes darauf erwartet haben als das, was darauf ist.

Anspieltipp(s): Ich empfehle: "Sleeping giant/No way back/Reprise" - das fängt wie ein Instrumentaltrack an und wird dann doch noch immer schlimmer...;-)
Vergleichbar mit: Irgendwie stimmt das schon mit Roland Kaiser...
Veröffentlicht am: 30.5.2008
Letzte Änderung: 30.5.2012
Wertung: keine Da das mit Prog nicht viel zu tun hat, hat es auch mit der BBS-Punkteskala eher wenig zu tun, finde ich...

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 4 von 4)


Manchmal komme ich mir vor wie ein Pawlowscher Hund: ist man einmal einem bestimmten Sound verfallen, rufen Wiederholungen in der Regel immer wieder die gleichen Gefühle hervor. Das macht es dann mitunter schwer, objektiv zu bleiben. Durch Asia konditioniert stellt sich bei Phoenix zu Anfang das altbekannte Wohlfühl-Gefühl ein. Man kennt es, man erkennt es und man ist, schwupps, in der Falle und genasführt.

Das fängt mit der "TimeWarp"-Nummer "Never Again" an, das sich auch auf dem Debut hätte finden können. Es setzt sich mit der ELP-Gedächtnis-Fanfare in "Nothing`s Forever" fort.

Spätestens in "Heroine" aber, kann man sich von den Fesseln befreien. Denn das ist nicht mehr ASIA, das ist Chicago. Ich sehe beinahe Mr. Miyagi und sein Karate Kid um die Ecke kommen. "Sleeping Giant" biete zu Anfang wenigstens noch eine einigermassen unterhaltsame Intrumental-Spielerei, der Rest aber grauslige Endlos-Langeweile. So gehts weiter: langweilig, banal, voraussehbar, dutzendmal gehört. Es fehlt an Ideen, an interessanten Melodien, an Überraschungen, an Abwechslung. Auf Phoenix findet sich eine Aneinanderreihung der immer gleichen Harmonien, Akkorde, Gesangslinien, das Auftürmen der immer gleichen Soundhügel, eine Schichtung der immer gleichen mehrstimmigen Vokals.

Der Höhepunkt des Albums ist "Wish I`d Known All Along". Und zwar weil es sich einzig wegen seines 7/8-Taktes vom Rest des Albums unterscheidet. Man "spürt" die leichte Holprigkeit, spürt sie sich wohltuend vom restlichen Einerlei abhebend. Dass das Stück ansonsten praktisch nur um 2 Akkorde kreist, stört da gar nicht. Im Gegenteil,

Phoenix? Die Auferstehung? Mitnichten. Phoenix verdampft genausoschnell, wie es aus der Asche der 80er Jahre auferstanden ist. Einzig der Opener und "Wish" glühen etwas nach.

Anspieltipp(s): Never Again (aus Nostalgie), Wish I`d Known All Along (weils gut ist)
Vergleichbar mit: ASIA, Chicago
Veröffentlicht am: 1.7.2012
Letzte Änderung: 1.7.2012
Wertung: 2/15
Mit zwei Sahnentorten in den Ohren Cabrio fahren...?

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Asia

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1982 Asia 7.40 5
1983 Alpha 3.75 4
1985 Astra 4.00 3
1986 Aurora 2.00 2
1990 [Classic Rock Legends] (DVD) 5.00 2
1990 Then & Now 2.00 3
1991 Live Mockba 09-XI-90 8.33 3
1992 Aqua 4.50 5
1994 Aria 4.75 4
1996 Arena 7.00 4
1997 Anthology 2.00 1
1999 Axioms - 1
2001 Aura 5.75 4
2001 Enso Kai - Live At The Budokan Tokyo 1983 9.00 1
2002 Alive in Hallowed Halls 7.00 1
2003 Live in Buffalo 8.00 1
2004 Silent Nation 6.00 4
2004 Live in Massachussettes ?83 7.00 1
2005 Gold - 1
2005 Long Way From Home (Single) 7.00 1
2005 Archiva 1 & 2 5.50 2
2007 Fantasia. Live in Tokyo 9.00 2
2007 Fantasia. Live in Tokyo (DVD) 9.00 1
2010 Omega 4.67 3
2010 Spirit of the Night - Live in Cambridge 09 9.00 1
2012 XXX 5.33 3

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