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Antony Kalugin Project (Sunchild)

The Gnomon

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Neoprog; Rock / Pop / Mainstream; sonstiges
Label: Caerllysi Music
Durchschnittswertung: 10/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Antony Kalugin Keyboards, Programming, Vocals, Acoustic Guitar
Viktoria Osmachko Vocals
Timophey Sobolev Vocals
Sergey Balalaev Drums
Kostya Ionenko Bass
Vlad Annenkov Guitars
Alexey Khorolskiy Guitars
Roman Goloborda Guitars
Sergey Kovalev Bayan, Vocals, Harmonica
Helen Bour Oboe
Roman Vinskovskiy Sax
Dmitry Bondarev Trumpet
Timophey Brahin Trombone
Oksana Podmarova Cello
Lesya Kofanova Flute
Roman Gorelov Guitars
Roman Philonenko Acoustic Guitar
Yuri Nemirovsky Clarinet

Tracklist

Disc 1
1. The Gnomon 2:05
2. Astoria 9:59
3. Sleepwalker 26:59
4. The Prayer of the Broken Heart 6:14
5. Adrift 2:51
Gesamtlaufzeit48:08
Disc 2
1. Love Will Shine Like Gold 5:27
2. Sunchild 16:06
3. Midnight Train 5:39
4. Wonderworld 20:46
Gesamtlaufzeit47:58


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 3)


Da hat mir unser netter Promoonkel versehentlich ein Kuckucksei ins Nest gelegt! Eigentlich bin ich unter den BBS-Rezensenten sicher der Letzte (auch wenn ich meine damals schon etwas fortgeschrittene Jungend zeitweise mit Marillion verbracht habe), dem man ein Neoprogalbum zur Begutachtung vorlegen würde. Trotzdem ist "The Gnomon" bei mir gelandet. Unerschrocken wie ich bin, habe ich mich aber der Aufgabe angenommen.

Antony Kalugin kommt aus Kharkov in der Ukraine und ist in Progkreisen bisher vor allem als Mitglied der Band Karfagen bekannt geworden, die er schon 1994 - noch als Schüler - gegründet hatte. Karfagen, deren erstes Album 2006 erschien (siehe "Continium") spielen - das entnehme ich den Rezensionen der Kollegen - einen zeitgenössischen, meist instrumentalen Neoprog mit gelegentlichen folkloristischen Ethnoeinlagen. Ähnliches bietet Kalugin auch auf seinem zweiten Soloalbum an (allerdings mit recht viel Gesang und kaum Folk), welches unter dem Bandnamen Antony Kalugin Projekt bzw. Sunchild firmiert.

Das Ganze ist ein Konzeptwerk, in dem es um die Kindheit geht, Kalugins Jugenderinnerungen, seine Rückerinnerungen an eine offenbar glückliche Zeit. Musikalisch wird dieses entsprechend melodiös und wohlig-klangvoll umgesetzt. Gerade Tasten und Gitarre bedienen dabei typische Neoprogschemata, bewegen sich hymnisch, wohlklingend und jubilierend durch die Musik, satt, voluminös, warm und etwas glatt, ohne zu komplex oder verzwirbelt die Gehörgänge zu reizen. Eher werden dieselben mit akustischem Balsam gesalbt. Dabei vermeidet es Kalugin zum Glück zu übertreiben. Allzu kitschig, dudelig, affektiert, poppig oder bombastisch wird das Ganze nie. Der Gesang passt sich diesem Konzept an, ist leidenschaftlich, bleibt aber - bis auf einige emotionalere Einlagen von Viktoria Osmachko - eher zurückhaltend.

Was die Scheibe dann wirklich interessant macht ist, dass es der Ukrainer nicht bei diesem Neo-Neoprogkonzept belässt, sondern mitunter auch Jazziges und Funkiges einbaut, sich in schwebenderen Klanggemälden ergeht und ab und an sogar metallische Einschübe mit Doublebassgewummer und kurzen Gitarrenattacken integriert. Diverse Mitmusiker sorgen zudem an Akkordeon, Oboe, Cello, Saxophon, Trompete, Posaune, Klarinette und Flöte für klangliche Verzierungen und kompositorische Abwechslung. Eine sehr britische Musik legt Kalugin hier vor, slawische oder russische Einflüsse sind kaum auszumachen.

Mir fehlen zwar umfangreiche Vergleichsmöglichkeiten, doch wage ich zu behaupten, dass Kalugin und Band ihre Sache sehr ordentlich machen. Die Stücke - auch die Langnummern - sind sehr abwechslungsreich und farbig gestaltet und man kann "The Gnomon" trotz seiner Länge gut durchhören. Ausfälle gibt es keine, sonderliche Höhepunkte allerdings auch nicht. Kalugin bietet hier modernen und melodischen, mitunter leicht melancholischen Prog, der gleichzeitig klar nach den 80er-Jahren schielt (was besonders für einige der verwendeten Tastensounds gilt - richtige Retroklänge sind dagegen selten), doch unpeinlich und klangvoll unterhält, wenn auch nicht wirklich vom Hocker fegt. Das Ganze ist zudem sehr druckvoll und klar produziert. NPWEer und andere Freunde progressiven Schönklangs können hier sicher einmal ein Ohr riskieren!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.4.2008
Letzte Änderung: 24.4.2008
Wertung: 9/15

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Von: Martin Dambeck @ (Rezension 2 von 3)


Tja, ob die Interpreten nun SUNCHILD oder ANTONY KALUGIN PROJECT heißen, ist nicht glasklar zu entscheiden, im Internet findet man jedenfalls beide Versionen. Ich bleib mal beim kürzeren SUNCHILD, das in der Tat ein Projekt des ukrainischen Keyboarders Antony Kalugin ist, der seines Zeichen Keyboarder von KARFAGEN und HOGGWASH ist und seine Kopeken ansonsten mit New-Age-Geklimper verdient.

Man braucht keine prophetischen Gaben zu haben, um zu erahnen, welches Instrument bei "The Gnomon" im Vordergrund steht. Doch im Vergleich zu diesen typischen "Ein-Mann-und-sein-Keyboard-Scheiben" macht Antony Kalugin nicht den Fehler, sich alleine auf seine zweifellos exzellenten Keyboardkünste zu verlassen, sondern schart eine Vielzahl starker Musiker um sich. Darunter sind allein fünf Gitarristen, man hört aber auch Instrumente wie Cello, Klarinette, Oboe, Saxophon, Flöte oder gar Harmonium. Gerade die Zusammenarbeit dieser talentierten Musiker macht "The Gnomon" zu einem echten Hörerlebnis.

Das Konzeptalbum um (Kalugins?) Jugenderinnerungen ist bombastischer, druckvoller Neoprog mit viel Theatralik, folkloristischen, jazzigen und klassischen Einschüben und jeder Menge Tamtam. Die Songs sind spannend aufgebaut und auch die Longtracks mit über 20 Minuten Spiellänge wissen auf die volle Distanz zu überzeugen. Der Gesang ist übrigens in Englisch und auch OK. Eine starke, perfekt produzierte Scheibe, die ich nur empfehlen kann.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.5.2009
Letzte Änderung: 17.3.2014
Wertung: 11/15

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Von: Andreas Kiefer @ (Rezension 3 von 3)


Seit 1994 ist Keyboarder Antony Kalugin in Progbands wie Karfagen oder Hoggwash aktiv, vor sechs Jahren hatte er seine Debüt-CD "The water" veröffentlicht, danach komponierte und produzierte er New-Age- und Ethnomusik. Und nun legt Herr Kalugin unter dem Pseudonym Sunchild ein großförmig angelegtes Konzeptalbum vor.

Dieses hat mehr als eineinhalb Stunden Gesamtspielzeit, verteilt auf zwei CDs, dazu kommen zwei kurze Bonus-Videos, die zum einen einen Studiomitschnitt zeigen und zum anderen den Inhalt des Konzepts darstellen (einen schlafenden Jungen, den man auf seiner Traumreise durch die Welt begleitet). Darüber hinaus wurde "The Gnomon" mit Hilfe von siebzehn verschiedenen Musikern eingespielt.

Natürlich kommt einem durch die ähnliche Rezeptur gleich so manche Rockoper aus dem Hause Arjen Lucassen in den Sinn. Kleine musikalische Parallelen zu Ayreon sind dann auch tatsächlich vorhanden, auch wenn sich "Sunchild" eindeutig mehr in Richtung Neo Prog mit leicht jazzigen Elementen bewegt und der bekannte Ayreon-artige Spacerock oder Progmetal hier viel weniger in Erscheinung tritt. Größere Schnittpunkte gibt es da schon im Breitengrad zwischen Camel oder Marillion.

Also klassisches, nervendes Recycling? Ein entschiedenes Nein! Kalugins Stücke bieten keinen gewöhnlichen Neoprog, man merkt regelrecht die Suche nach Möglichkeiten, sich vom herkömmlichen Neoprog zu distanzieren. Dies geschieht hauptsächlich durch die Verwendung der unterschiedlichsten Instrumente. Gitarre und Keys sind dennoch im typischen Neoprogstil gehalten, und verletzen somit nicht die Spielregeln des Genres. Die oftmals sehr langen Tracks haben einen hohen Instrumentalanteil und werden von verschiedenen ruhigen Klangmotiven mit eindringlichen Wohlklängen, Leidenschaft und Theatralik gespeist und schnurstracks durch expressives, leicht angejazztes oder härteres Spiel zu dramatischen Höhepunkten geführt.

Erstaunlicherweise harmonieren die Musiker ganz hervorragend, lediglich manch ungeschickt eingesetzter Gesangsrefrain wirkt etwas unplatziert. Einige Male wird allerdings auch der Bogen zwischen Songlänge und Schönspielerei etwas überspannt. Dennoch ist Antony Kalugin mit "The Gnomon" ein rundum gutes Album gelungen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.4.2011
Letzte Änderung: 5.4.2011
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Antony Kalugin Project (Sunchild)

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2009 The Invisible Line 10.00 2
2010 The Wrap 8.00 1
2011 As Far As The Eye Can See 11.00 1
2012 Isolation 11.00 1
2015 Synesthesia 8.50 2
2018 Messages from afar: The Division and Illusion of Time 9.00 1

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