Grün
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Edition Block |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Conrad Schnitzler |
Elektronik |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Der Riese und seine Frau
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32:49
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| 2. |
Bis die blaue Blume blüht
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20:36
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| 3. |
Bis die blaue Blume blüht (45 rpm)
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14:08
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| Gesamtlaufzeit | 67:33 |
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Rezensionen

"Grün" erschien erstmals 1981 auf LP. Aufgenommen wurde das Album allerdings zwischen 1972 und 1973, d.h. noch vor den auf "Rot" und "Blau" zu findenden Stücken. "Grün" bildet somit mit den beiden eben genannten Alben ein Terzett. Seit 2006 gibt es die Scheibe auch als CD. In kleiner Auflage wurde sie von den Japanern von Captain Trip wieder veröffentlicht.
Wie auf "Rot" und "Blau" gibt es auf "Grün" experimentelle Elektronik zu hören, zusammengefasst in zwei langen, ursprünglich seitenlangen Nummern. Im Vergleich zu den beiden Schwesteralben ist die Musik auf "Grün" rhythmischer ausgefallen, ist in sich wiederholende Blöcke gefügt und wirkt daher nicht ganz so freiformatig und schräg. Von den Farbenalben Conrad Schnitzlers ist "Grün" wohl dasjenige, welches sich am ehesten mit den Hervorbringungen der Berliner Elektronikschule vergleich lässt, insbesondere mit der Musik von Klaus Schulze. Kantiger und komplizierter sind Schnitzlers Kompositionen aber auch hier.
"Der Riese und seine Frau" (auf dem Captain-Trip-Reissue steht "Der Reise und seine Frau", aber ich nehme mal an, dass es sich hierbei um einen Tippfehler handelt) bietet sich kaum verändernde, maschinell dahintackernde Muster elektronischer Perkussion, über denen sphärische Synthesizerklänge wabern. Das Stück nimmt den Hörer entweder nach wenigen Minuten durch seine hypnotische, industrielle Gleichförmigkeit gefangen, oder löst genervtes Drücken der Skiptaste aus. Etwas lang ist die Nummer mit Sicherheit geraten.
"Bis die blaue Blume blüht" stellt sich gänzlich anders dar, purzelt aber ähnlich bewegt und rhythmisch, fast schwungvoll aus den Boxen. Allerlei Synthesizerklänge bewegen sich hier durcheinander, repetitiv, aber phasenversetzt, so dass der Eindruck entsteht, obwohl immer dieselben Bausteine verwendet werden, als ob sich die Musik ständig verändert und voran schreitet. Das Ergebnis ist ein dichtes Gemenge an synthetischen Klängen, welches wohl zu den eingänglichsten, aber auch besten und klangvollsten Stücken gehört, die Schnitzler produziert hat.
Als Bonus gibt es auf der Captain-Trip-CD noch einmal "Bis die blaue Blume blüht" zu hören, jedoch in der 45-rpm-Version. Vermutlich war auf der ursprünglichen LP-Ausgabe die Aufforderung zu finden, das Stück nicht nur bei 33 Umdrehungen pro Minute abzuspielen, sondern auch mit Single-Geschwindigkeit. Das Stück gibt es somit noch einmal, etwas schneller allerdings. Wer es eilig hat, bekommt so dasselbe musikalische Material in 15 statt 21 Minuten geboten.
"Grün" ist vor für Liebhaber avantgardistischer Elektronik aus den 70er Jahren immer noch eine Empfehlung wert, wenn ich auch die Alben "Rot", "Blau" und "Gelb" (und auch "Gold", "Blue Glow" und "Charred Machinery") für diese Zielgruppe als interessanter ansehe. Vielleicht ist das Album aber für Fans der klassischen Berliner Schule von Interesse, die einen Einstieg in die Klangwelten Schnitzlers suchen. Schnitzler-Fans brauchen die Scheibe allerdings alleine wegen "Bis die blaue Blume blüht"!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
27.4.2008 |
| Letzte Änderung: |
27.4.2008 |
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