SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
17.12.2017
Mech - Zjednoczone Siły Natury Mech
Jörg Sandner - Donut Desaster
Wobbler - From Silence To Somewhere
16.12.2017
Pauline Anna Strom - Trans-Millenia Music
Group 1850 - The Golden Years Of Dutch Pop Music
Heartfield - Follow
Lynhood - Septembre
15.12.2017
Mind Enemies - Revenge
Ringhausen - Lumen
Kaipa - In the Wake of Evolution
White Mountain - The Delta Sessions
Status Minor - Three Faces of Antoine
Trinity Xperiment - Anaesthesia
14.12.2017
Isproject - The Archinauts
Isildurs Bane - Off the Radar
PuzzleWood - Gates of Loki
13.12.2017
World Trade - Unify
Squartet - Adplicatio Minima
ARCHIV
STATISTIK
24189 Rezensionen zu 16534 Alben von 6441 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Elbow

The Seldom Seen Kid

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: ArtPop; New Artrock
Label: Polydor
Durchschnittswertung: 10/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Guy Garvey Gesang
Mark Potter Gitarre
Craig Potter Keyboards
Pete Turner Bass
Richard Jupp Schlagzeug

Gastmusiker

Richard Hawley Gesang, Gitarre (8)

Tracklist

Disc 1
1. Starlings 5:05
2. The Bones of You 4:49
3. Mirrorball 5:50
4. Grounds for Divorce 3:39
5. An Audience with the Pope 4:28
6. Weather to Fly 4:29
7. The Loneliness of a Tower Crane Driver 5:14
8. The Fix 4:28
9. Some Riot 5:23
10. One Day Like This 6:34
11. Friend of Ours 4:38
Gesamtlaufzeit54:37


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 4)


Fast drei Jahre hat es bis zum neuen Album von Elbow gedauert, eine Zeitspanne, die sich nicht unbedingt durch revolutionäre musikalische Veränderungen bemerkbar macht. Elbow frönen nach wie vor ihrem leicht verschrobenen, artifiziellen Pop mit Anklängen an Postrock und New Artrock, allenfalls kleinere Akzentverschiebungen fallen auf. Die Band selbst bezeichnet das Album als "darker and heavier", was zumindest teilweise stimmt.

So sind die Arrangements nach dem spröden Leaders of the Free World wieder voller geworden, es wird schon mal in Streichern geschwelgt, andererseits dürfen die Gitarren hin und wieder ungewohnt aggressiv riffen (in Grounds for Divorce beispielsweise). Auch etwas glatter wirkt die Musik, aber längst nicht so poliert wie auf Cast of Thousands. Allerdings sind Stücke wie Weather To Fly schon etwas zuckersüß geraten. Die Stimmung der Songs ist insgesamt vielleicht noch etwas melancholischer als früher.

Elbow bleiben somit im wesentlichem ihrem bewährten Rezept treu, eingängige Musik voller seltsamer Widerhaken zu erschaffen, irgendwo zwischen Art-Pop und New Artrock. Wie immer ist dies schön anzuhören, für drei Jahre Pause aber doch ein bisschen wenig. Dem Elbow-Fan wird's gefallen.

Anspieltipp(s): An Audience with the Pope, The Loneliness of a Tower Crane Driver
Vergleichbar mit: Elbow halt...
Veröffentlicht am: 17.5.2008
Letzte Änderung: 17.5.2008
Wertung: 9/15
der Fan legt noch einen Punkt drauf

Zum Seitenanfang

Von: Thomas Thielen @ (Rezension 2 von 4)


Schade. Die Kompositionen sind, wenn man hinter das Wohlklang-Gewand guckt, wirklich gelungen und elbowig wie eh und je. Auch Garveys Stimme überzeugt wieder durch ihre schüchterne Zurückhaltung, die Instrumentalisten spielen ebenso verhalten daneben her, die Kontrapunkte sind wirklich sehr nett... Aber es fehlt genau das Moment, das die vorherigen Alben so hervorstechend machte: Das Skurille, Schräge, Verrenkte, Bucklige - eben genau das, was der Band den letzten Schliff gab.

So bleibt der Humor und die Selbstironie in Garveys lyrischen Einlassungen beinahe isoliert stehen und somit zu weit im Hintergrund. Es darf spekuliert werden, ob hier ein Produzent zu sehr auf die Weichspüler-Masche hinaus wollte oder ob die Band vom eigenen Feeling einfach genug hatte; unterm Strich bleibt auch für mich stehen, dass es mich nicht mehr so packt wie die ersten Werke.

Dass dies jedoch Gemecker auf hohem Niveau ist, muss bei Elbow fast nicht erwähnt werden. Auch dieses Album funktioniert als Herbstsoundtrack wirklich gut, vielleicht etwas mehr als Hintergrund zu Tee und Buch als die Vorgänger. Dabei wird die CD nie belanglos oder blöd - aber sie lässt einen eben auch selten einmal aufhorchen.

Anspieltipp(s): Starlings, Grounds for Divorce
Vergleichbar mit: Simon and Garfunkel im 21. Jahrhundert
Veröffentlicht am: 12.10.2010
Letzte Änderung: 12.10.2010
Wertung: 10/15
einfach zu brav produziert

Zum Seitenanfang

Von: Markus Peltner @ (Rezension 3 von 4)


„The Seldom Seen Kid“ betitelten Elbow ihr viertes Album, welches 2008 veröffentlicht wurde. Bei dem Titel handelt es sich um einen Textauszug aus dem Stück „Grounds For Divorce“, einem der wohl bekanntesten Stücke der Band. Und da wären wir auch gleich bei den Stärken dieses Albums. Die Musiker aus dem englischen Manchester schaffen es Lieder auf den Punkt zu bringen, sie damit zeitlos werden zu lassen. „Grounds For Divorce“ hört irgendwie jeder gerne, der es mal vorgespielt bekommt. Ein tolles Lied, welches mitreißt und sich von den anderen Titeln der Platte dadurch abhebt, da es sehr viel kraftvoller ist, fast schon hart im Vergleich zum Rest der Platte. Und trotzdem gefällt das Stück auch Leuten, die eher die ruhigeren Töne bevorzugen.

Weitere Höhepunkte, jetzt allerdings der sehr viel ruhigeren und sinnlicheren Art, sind „Mirrorball“ und „The Fix“. Beides etwas getragene Titel, sehr eingängig und verträumt. Ersteres der beiden Lieder wurde sogar von Peter Gabriel dazu auserwählt auf dessen Album „Scratch My Back“ interpretiert zu werden.

Auch der Rest des Albums wirkt. Da gibt es keinen Ausfall, obwohl die Favoriten natürlich von Hörer zu Hörer differieren werden. Ich mag und genieße an der Musik von Elbow dieses leicht Verquere, dieses überaus Nicht-Alltägliche. Immer wieder werde ich angenehm überrascht von dieser Musik, die so überaus unaufdringlich ist, die einen praktisch den ganzen Tag und zu jeder Zeit begleiten kann. Obwohl, zum Abtanzen wäre sie dann wohl doch nicht so geeignet. Nochmal obwohl, denn genau dieses würde man mit „Grounds Of Divorce“ mit Sicherheit auch sehr gut hinbekommen.

Fazit: Elbow machen einfach gute Musik, da führt kein Weg dran vorbei. Keine Lieder zum Abrocken, keine Songs zum einfach Dahinschmelzen. Auf „The Seldom Seen Kid“ hört man schon Musik, die ein wenig Aufmerksamkeit erfordert. Zumindest zu Beginn, bei den ersten zwei, drei Durchläufen der CD. Spätestens danach sind diese Lieder alles vertraute und eingängige Freunde geworden.

Anspieltipp(s): Grounds For Divorce, The Fix
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.12.2013
Letzte Änderung: 19.12.2013
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Von: Marc Colling @ (Rezension 4 von 4)


Elbow sind unverkennbar. Ein Frontmann wie Guy Garvey setzt halt Akzente mit seiner Stimme. Dazu noch intelligente Arrangements und eine teils ungewöhnliche Instrumentierung. Das alles bieten Elbow. Da dieses Album dem verstorbenen Songwriter und Freund Bryan Glancy gewidmet ist, der auch mal „The Seldom Seen Kid“ genannt wurde, klingt die Musik meist melancholisch. Aber sind das nicht eigentlich alle Alben der Engländer? Sie rocken das Haus nur selten, dazu ist ihre Musik zu filigran und „intellektuell“. Alles ist wohl durchdacht und ausgetüftelt und trotz aller Eingängigkeit entdeckt man genau dadurch auch nach unzähligen Durchgängen immer wieder neue Facetten.

„The Seldom Seen Kid“ erhielt übrigens die Auszeichnung „Mercury Prize Award 2008“ und war erstmals ein kommerzieller Erfolg für die Band mit einer Chartplatzierung auf Nummer 5 in England. Geholfen hat hierbei sicherlich, dass einige Songs in Filmen (Coen Brüder), TV Serien (Top Gear) und sogar Videospielen Verwendung fanden.

Tatsächlich aber sind die meisten Tracks einfach noch besser als auf den Vorgängeralben. Elbow gelingt es hier, ihre Stärken aus den 3 ersten Alben auf einem Album zu bündeln. Sei es das rumpelnde GROUNDS FOR DIVORCE oder das getragen hymnische ONE DAY LIKE THIS, das Indiemässige WEATHER TO FLY oder das beschwingt optimistische AN AUDIENCE WITH THE POPE: jeder Song hat seine starken Momente, die aber selten identisch sind. Als Schlusssong gedenkt Garvey übrigens seinem kurz vorher verstorbenen Vater mit FRIEND OF OURS. Sehr melancholisch.

Guy Garvey hat als Texter seine ganze Erfahrung wieder eingebracht. Seine poetischen Texte über Liebe und der Angst vor dem Verlust derselben sind exzellent. Dazu seine brüchig-heisere Stimme, die so viele unterschiedliche Gefühle ausdrücken kann. Die Band spielt lässig, wird auch mal von echten Streichern unterstützt und bietet Garveys Stimme den perfekten Rahmen, um sich voll zu entfalten. Auch gibt es etliche Bläser, sehr eindrucksvoll zu hören u.a. im Opener STARLINGS.

Wie immer taugt die Musik nicht für Parties oder fröhliche Feiern. Wer sich aber mal gemütlich hinsetzen will, um intensiv-schöne Musik zu hören mit Niveau, der wird hier bestens unterhalten.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.3.2017
Letzte Änderung: 24.3.2017
Wertung: 11/15
von den ersten 3 Alben das Beste

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Elbow

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2001 Asleep in the Back 10.67 3
2003 Cast of Thousands 10.33 4
2005 Leaders of the Free World 11.00 4
2011 Build a Rocket Boys! 11.50 4
2014 The Take Off and Landing of Everything 10.00 2
2017 Little Fictions 10.50 2

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum