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Porcupine Tree

On the Sunday of Life...

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1992
Besonderheiten/Stil: Psychedelic
Label: Delerium
Durchschnittswertung: 7.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Steve Wilson Gesang, Gitarre, Keyboards, Bass

Gastmusiker

The Expanding Flan Schlagzeug (3)
Solomon St. Jemain Gitarre, Gesang (14)
Master Timothy Masters Oboe

Tracklist

Disc 1
1. Music for the Head 2:42
2. Jupiter Island 6:12
3. Third Eye Surfer 2:50
4. On the Sunday of Life... 2:07
5. The Nostalgia Factor 7:28
6. Space Transmission 2:59
7. Message from a self-destructing Turnip 0:27
8. Radioactive Toy 10:00
9. Nine Cats 3:53
10. Hymn 1:14
11. Footprints 5:56
12. Linton Samuel Dawson 3:04
13. And the Swallows dance above the Sun 4:05
14. Queen Quotes Crowley 3:48
15. No Luck with Rabbits 0:46
16. Begonia Seduction Scene 2:14
17. This Long Silence 5:05
18. It will rain for a million Years 10:51
Gesamtlaufzeit75:41


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 3)


Mit "On the Sunday of Life..." debutierte 1992 eine der interessantesten neueren Prog Gruppen, Porcupine Tree. Der Begriff Gruppe ist hier allerdings noch nicht so ganz angebracht, denn auf den ersten beiden Alben war Porcupine Tree noch ein Soloprojekt von Steve Wilson, der lediglich hie und da von Gastmusikern mit so merkwürdigen Namen wie "The Expanding Flan" unterstützt wird. Die 18 Stücke dieses Albums sind in vier Gruppen zusammengefasst, innerhalb derer die Titel meist nahtlos in einander übergehen.

Musikalisch bietet "On the Sunday of Life" einerseits viele kurze Instrumentalstücke, teils von Ambient-ähnlichem Charakter wie das einleitende "Music for the Head", das nur mit Keyboards intrumentiert ist, teils auch psychedelische Freiformstücke wie "Space Transmission" oder das leicht jazzige "Third Eye Surfer".

Man findet aber auch schon Songs im heutigen Porcupine Tree Stil, wie z.B. das von Sitarklängen eingeleitete "The Nostalgia Factor", oder das lange "Radioactive Toy", das von düsteren Orgelklängen dominiert wird, die immer wieder von harten Gitarrenausbrüchen unterbrochen werden. Ein sehr floydiger Song, wie überhaupt hier der Einfluss von Pink Floyd noch stärker als auf den neueren Sachen hörbar ist. Sehr schön ist auch das folgende "Nine Cats", ein sehr eingängiger Song von verträumter Atmosphäre. Ganz bizarr wird es bei "Linton Samuel Dawson", wo Steve Wilson klingt, als habe er Helium eingeatmet. Leider hat dieser Song, ebenso wie "Jupiter Island", einen eher einfallslosen Pop-Rhythmus, der noch dazu von ziemlich aufdringlichen Beats getragen wird, was den Hörer etwas unsanft aus der psychedelischen Stimmung rausreißt.

Insgesamt ist "On the Sunday of Life..." noch nicht so ausgereift wie die heutigen Porcupine Tree Sachen, aber trotzdem empfehlenswert.

Anspieltipp(s): Radioactive Toy, Nine Cats
Vergleichbar mit: Pink Floyd
Veröffentlicht am: 12.5.2002
Letzte Änderung: 8.5.2003
Wertung: 9/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 3)


Ich nehme den Faden dort auf, wo Jochen ihn abgelegt hat. Das Album ist noch nicht so ausgereift wie spätere Alben. Hier scheint Steve Wilson seinen Stil noch zu suchen, wirkt alles irgendwie zusammengebastelt und nicht organisch gewachsen. Das ist zwar abwechslungsreich, aber auch uneinheitlich.

Da stehen atmosphärisch-dichte, schwebende Instrumentals wie "Music For The Head", "Third Eye Surfer", "Begonia Seduction Scene" und das Titelstück neben beinahe punkigen Independent-Pop-Sachen Marke Pretenders wie zum Beispiel "Jupiter Island", da finden sich etwas einfallslose 08/15-Nummern wie "Nostalgia Factory", das zwar bereits das später zur Perfektion entwickelte Element der monotonen Endlosschleife eines Themas, Riffs, einer Linie oder eines Grooves vorwegnimmt, dies aber eben noch nicht so packend-hypnotisierend wie das zum Beispiel auf The Sky Moves Sideways oder Voyage 34 später der Fall ist. Die Micky-Maus-Nummer "Linton Samuel Dawson" wurde von Jochen schon gebührend "gewürdigt". Mehr will ich dazu gar nicht sagen.

Im Zentrum des Albums steht das sehr von Pink Floyd inspirierte "Radioactive Toy", welches in etwa die Richtung vorgibt, in welche Porcupine Tree mit den nächsten Alben gehen sollte. Sehr stimmungsvoll, tolles Gitarrensolo, ein Höhepunkt des Albums.

Mein Favorit aber ist das etwas mysteriös-schräge, zuerst ruhige, dann wie eine Raubkatze aufspringende und ausbrechende "Footprints", welches mit tollen Gitarrenlinien glänzt, die von krummtaktige Grooves spielenden Toms unterlegt werden. Für meinen Geschmack der progressivste Track auf des "Stachelschweinbaumes" Debut. Gelungen finde ich ausserdem das an The Cure erinnernde "Begonia Seduction Scene". Womit ich aber auch beim Hauptkritikpunkt angelangt wäre: vieles erinnert an andere Bands. Da schimmert The Cure durch, werde ich an die Pretenders erinnert, gibts beatlesque Samples auf die Ohren und schwebt über vielem der Geist Pink Floyds. Das ist mir zu wenig.

Fazit: Alles in Allem finde ich "On The Sunday Of Life..." zu wenig interessant und innovativ, um es wirklich empfehlen zu können. Es ist an vielen Stellen zu sehr Indie-Popalbum mit leichtem psychedelischen Anstrich und einigen Kanten. Für den späteren Stil aber ist es eher untypisch, auch wenn es in Ansätzen die spätere Ausrichtung erkennen lässt. Ich glaube, dass es denjenigen, der die Band kennenlernen will, eher irreleiten wird.

Anspieltipp(s): Footprints, Radioactive Toy
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.2.2006
Letzte Änderung: 24.9.2006
Wertung: 7/15
das Stachelschwein sucht noch...

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Von: Markus Peltner @ (Rezension 3 von 3)


Als „On The Sunday Of Life…“ 1991 unter der Überschrift „Porcupine Tree“ veröffentlicht wurde, da gab es diese „Band“ im Grunde genommen noch überhaupt nicht. Porcupine Tree war zu diesem Zeitpunkt eine One-Man-Show, das erste Solo-Werk Steven Wilsons, der die Musik zu allen Stücken auf dem Album schrieb. Bei den Texten ließ er sich noch von einem ehemaligen Schulfreund, Alan Duffy, unterstützen. Eingespielt wurde das Album von Steven Wilson dann wieder fast im Alleingang. Nur bei wenigen Titeln holte er sich diesbezüglich Unterstützung. Die einzelnen Lieder auf „On The Sunday Of Life…“ waren dabei noch nicht einmal neu, denn sie entstammen Kassetten-Veröffentlichungen („Tarquin's Seaweed Farm“, 1989 und „The Nostalgia Factory“, 1990), die Wilson in Kleinstauflage selbst produzierte und veröffentlichte. Das restliche Material, welches sich auf diesen Kassetten befand und nicht auf „On The Sunday Of Life…“ Verwendung fand, wurde schließlich 1994 unter dem Titel „Yellow Hedgerow Dreamscape“ veröffentlicht.

Die Musik auf „On The Sunday Of Life…“ ist noch sehr uneinheitlich und hat nur wenig mit den Klängen zu tun, die man in letzter Zeit auf einem Porcupine Tree Album serviert bekommt. Hier, auf diesem Debut, schwankt die Spannbreite der Musik von Psychedelic Rock über Ambient und elektronischer Musik zu Pop bis hin zu sehr experimentellen Stücken. Der Hörer bekommt also jede Menge geboten - nur einheitlich ist das Ganze nicht besonders.

Höhepunkte sind das zehnminütige „Radioactive Toy“, bei dem die Musik dem Genre „Progressive Rock“ schon recht nahe kommt und „Nine Cats“, eine eingängige Nummer, die folkig beginnt und im weiteren Verlauf etwas psychedelischer wird. Der Rest der Platte hat einige Überraschungen zu bieten, die von Sphäre pur bis hin zum Mickey Mouse Gesang in Verbindung mit Synthie-Pop reichen.

Fazit: Für Porcupine Tree Fans ist diese Platte natürlich ein „Must Have“, um die Anfänge der Band, die Wurzeln der späteren Platten auch mal kennenzulernen. Für alle anderen dürfte diese Scheibe etwas weniger interessant sein, da sie so unglaublich uneinheitlich ist. Es fällt einem als Hörer schwer, sich auf eine bestimmte Stimmung einzustellen, da diese ziemlich schnell wieder vergangen ist und man sofort etwas Neues, völlig anderes dargeboten bekommt. Ein paar schöne Stellen gibt es allerdings, genauso wie die etwas langweiligeren und deutlich gewöhnungsbedürftigeren Passagen.

Anspieltipp(s): Radioactive Toy, Nine Cats, Footprints, And The Swallows Dance Above The Sun, Begonia Seduction Scene
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.1.2013
Letzte Änderung: 26.1.2013
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Porcupine Tree

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1993 Up The Downstair 11.00 3
1994 Moonloop EP 10.00 1
1995 The Sky Moves Sideways 11.00 4
1996 Signify 10.67 3
1996 Waiting (Single) - 1
1997 Coma Divine 12.00 3
1998 Voyage 34 9.00 4
1999 Pure narcotic (Single) - 1
1999 Stranger by the minute (Single) - 1
1999 Piano lessons (Single) - 1
1999 Stupid Dream 11.25 4
2000 4 chords that made a million (Single) - 1
2000 Shesmovedon (Single) - 1
2000 Lightbulb Sun 13.00 5
2001 Metanoia 8.67 3
2002 Stars die 11.00 2
2002 Recordings 11.67 3
2003 XM 12.00 1
2003 In Absentia 13.60 5
2004 Warszawa 10.50 2
2005 XMII 11.00 1
2005 Deadwing 9.89 10
2005 Lazarus (Single) 10.00 2
2006 Arriving Somewhere... (DVD) 12.67 3
2006 Rockpalast 11.00 1
2007 Nil Recurring EP 11.50 4
2007 Fear of a Blank Planet 9.71 7
2008 We lost the skyline 8.00 1
2009 The Incident 10.25 4
2010 Anesthetize (DVD) 11.50 2
2012 Octane Twisted 12.00 1

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