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Porcupine Tree

The Sky Moves Sideways

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1995 (Re-Issues 1997 bei Delerium und 2004 als Doppel-CD bei Snapper)
Besonderheiten/Stil: Psychedelic
Label: Delerium
Durchschnittswertung: 11/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Steve Wilson Gesang, Gitarre, Keyboards, Bass, Tapes, Flöte
Richard Barbieri Keyboards, Electronics
Colin Edwin Bass
Chris Maitland Schlagzeug

Gastmusiker

Rick Edwards Percussion (in "Moonloop" und "Stars Die")
Suzanne Barbieri Gesang (in "The Sky Moves Sideways (phase two)")
Theo Travis Flöte (in "The Sky Moves Sideways (alternate version)")
Gavin Harrison Schlagzeug (in den Re-Issue-Versionen von "Dislocated Day" und "Moon Touches Your Shoulder")

Tracklist

Disc 1
1. The Sky Moves Sideways Phase One (Tracklist Original-Ausgabe 1995)

1. The Colour of Air 4:38
2. I find that I'm not there 3:46
3. Wire the Drum 6:17
4. Spiral Circus 3:52

2. Stars die 5:00
3. Moonloop 8:10
4. Dislocated Day 5:23
5. The Moon touches your Shoulder 5:50
6. The Sky Moves Sideways Phase Two

1. Is...Not 12:00
2. Off the Map 4:43

Gesamtlaufzeit59:39
Disc 2
1. The Sky Moves Sideways (phase one)   (Tracklist Re-Issue 1997) 18:37
2. Dislocated Day 5:24
3. The Moon Touches Your Shoulder 5:40
4. Prepare Yourself 1:54
5. Moonloop 17:04
6. The Sky Moves Sideways (phase two) 16:46
Gesamtlaufzeit65:25
Disc 3
1. The Sky Moves Sideways Phase 1   (Tracklist Doppel-CD 2004) 18:39
2. Dislocated Day 5:24
3. The Moon Touches Your Shoulder 5:40
4. Prepare Yourself 1:58
5. The Sky Moves Sideways Phase 2 16:48
Gesamtlaufzeit48:29
Disc 4
1. The Sky Moves Sideways (alternate version)   (Tracklist Doppel-CD 2004) 34:37
2. Stars Die 5:01
3. Moonloop (improvisation) 16:18
4. Moonloop (coda) 4:52
Gesamtlaufzeit60:48


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 4)


"The Sky Moves Sideways" ist das erste Album, auf dem Porcupine Tree eine richtigen Band sind. Gleichzeitig ist es auch das Porcupine Tree Album mit dem stärksten Pink Floyd Einfluss, speziell der Phase Dark Side of the Moon / Wish you were here.

Die beiden Teile des Titelstücks, zusammen etwa 35 Minuten lang, bilden einen Rahmen um vier kürzere, von Wilson teilweise solo eingespielte Songs. "The Sky Moves Sideways Phase One" beginnt mit dem instrumentalen "The Colour of Air", das vor allem zu Anfang einen starken Ambient Einfluss aufweist. "I find that I'm not there" nimmt die Stimmung des ersten Stückes auf. Vor allem Richard Barbieris Keyboards verleihen dem Song seine schwebende Atmosphäre, durch Steve Wilsons von David Gilmour inspiriertes Gitarrenspiel hervorragend ergänzt. In krassem Gegensatz dazu steht das dynamische, von treibendem Rhythmus geprägte, sehr gitarrenbetonte "Wire the Drum". "Spiral Circus" ist dann wieder ein ruhiges Stück mit atmosphärischen Keyboards und akustischer Gitarre.

"Stars die" eröffnet eine Reihe kürzerer Stücke. Es handelt sich um einen eher einfachen Song, aber die Kombination aus floydiger Gitarre und sphärischen Keyboards verleiht ihm eine unwiderstehliche Anziehungskraft. Mit "Moonloop" folgt ein ambientartiges Instrumentalstück, "Dislocated Day" bringt wieder mehr Dynamik. Schließlich bringt "The Moon touches your Shoulder" wieder die schwebende Atmosphäre von "Stars die", bis es sich plötzlich in eine mächtige Geräuschkulisse steigert, um dann abrupt abzubrechen.

Das gänzlich instrumentale "The Sky Moves Sideways Phase Two" eröffnet mit dem langen "Is...Not", das sich nach ambientartigem Auftakt in ein dynamisches gitarrenbetontes Stück wandelt. "Off the Map" ist ein instrumentales Reprise von "I find that I'm not there".

Insgesamt ist "The Sky Moves Sideways" ein hervorragendes Beispiel neuer Psychedelic. Für mich das stimmungsvollste Porcupine Tree Album.

Anspieltipp(s): I find that I'm not there, The Moon touches your Shoulder, Is...Not
Vergleichbar mit: Pink Floyd
Veröffentlicht am: 12.5.2002
Letzte Änderung: 31.8.2003
Wertung: 12/15

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 4)


"The Sky Moves Sideways" ist das dritte Album von Porcupine Tree und das erste, welches als Band-Produktion gelten kann, denn hier sind bei einigen Titeln die Musiker dabei, die anschliessend für längere Zeit die Gruppe 'Porcupine Tree' bilden sollten. Steven Wilson hatte sich aufgrund von positiven Erfahrungen bei Live-Auftritten mit einer 'richtigen' Band davon überzeugen lassen, dass es besser wäre auch im Studio in einem ebensolchen Kontext zu arbeiten.

Im Original erschien "The Sky Moves Sideways" 1995 auf dem Delerium-Label. 1997 wurde es beim gleichen Label neu aufgelegt, dabei wurde auch die Track-List verändert. "Stars Die" wurde durch "Prepare Yourself" und eine längere Version von "Moonloop" ersetzt. Schliesslich wurde das Album in 2004 nochmals durch das Snapper-Label veröffentlicht. Diesmal sogar als Doppel-CD, die nun zusätzlich noch alternative Versionen des Titeltracks und von "Moonloop" enthielt. Ausserdem kehrt auch "Stars Die" wieder zurück.

Um das alles ein bisschen transparenter zu machen, habe ich im Statistikteil die jeweiligen Tracklists als eigene CDs aufgeführt: CD1 entspricht der Ur-Fassung von 1995, CD2 ist das erste Re-Issue von 1997 und CD3 & 4 entsprechen dem 2004er Doppel-CD-Re-Issue. Ich selbst besitze die 1997er und die 2004er Ausgaben.

Generell zu "The Sky Moves Sideways": Dieses Album wandelt auf den Spuren von Pink Floyd wie kein anderes der Band (behaupte ich mal, auch wenn die beiden Vorgänger-Werke nicht oder nur teilweise kenne), auch wenn es laut Band-Mastermind Steven Wilson niemals so direkt gedacht war. Steven Wilson ist sicherlich ein Bewunderer der 'klassischen' Pink Floyd, "Ummagumma" findet sich immerhin in seiner "All-Time-Top5"-Liste. Aber die zeitgenössischen Floyd, die er u.a. 1994 live gesehen hatte, fand er, laut Interviews, ziemlich langweilig. Mag sein, dass er unterbewusst beweisen wollte, dass es in dieser Schiene auch vielversprechende, moderne Ansätze gegeben hätte...

In jedem Fall gelingt Porcupine Tree ein wunderbar fliessendes Album, welches an den richtigen Stellen mit rockigen Ausflügen vor allem der Gitarre auch mal das Tempo anzieht. Richard Barbieri bringt unterschwellig einiges an Elektronik zum Einsatz, so kommt keine Langeweile auf und es gibt auch nach vielen Durchläufen immer mal wieder etwas zu entdecken.

Auch wenn die Wilson'schen Solo-Tracks "Dislocated Day" (mit extravagantem Gesang), das ambient-artige "The Moon Touches Your Shoulder" und das Gitarren-Solo "Prepare Yourself" durchaus überzeugen können, sind es doch der zweiteilige Titeltrack und "Moonloop", in voller Bandbesetzung eingespielt, die wahrhaft begeistern. Die Bandbesetzung erweist sich als Quantensprung für Porcupine Tree.

"The Sky Moves Sideways" hat mit etwas Anlauf (die schwebenden Klänge und Sphären brauchen doch etwas Gewöhnung...) die anderen PT-Alben bis auf "In Absentia" in meiner Gunst überholt und ist für mich das zweitbeste der mir bekannten Werke der Band.

Das Wiederveröffentlichungs-'Unwesen' mit seinen Bonustrack- und Alternativ-Versionen-Verlockungen hat immer ein bisschen den Beigeschmack der Fan-Abzocke. Schliesslich gibt es so eine Tendenz, dass man alles von "seinen" Lieblingen besitzen möchte. Was bietet nun die 2004er Doppel-CD?

Augenfällig ist vor allem die "alternate version" des Titeltracks. Laut Booklet war ursprünglich gar eine 50-minütige Version dieses Titels geplant, die dann aber nie realisiert wurde. Aus den Aufnahme-Sessions zu diesem Track ist aber die nun veröffentlichte 34-minütige, nicht geteilte, Version übriggeblieben. Und diese Version schlägt die zweigeteilte Version doch ein Stück weit. Die Veränderungen sind zwar relativ gering, hier ein anderer Gitarrensound, dort ein paar elektronische Spielereien mehr. Aber durch die Durchgängigkeit ohne Unterbrechung gewinnt der Titel nochmals deutlich an Trip-Charakter und lässt einen so richtig abheben. Dazu kommen noch das Flötenspiel von Theo Travis (von Gong und The Tangent), der hier als Gast dabei ist, und die sehr viel ausdrucksstärker wirkenden "Great Gig In The Sky"-Vocals von Suzanne Barbieri. Das ist die definitive Version des Tracks.

"Stars Die" kannte ich noch nicht und es ist ein schönes, kurzes Psychedelic-Stück. In jedem Fall essentieller als das Gitarrensolo "Prepare Yourself", welches ja "Stars Die" vorrübergehend verdrängt hatte.

Die 'improvisierte' Fassung von "Moonloop" unterscheidet sich nur in Nuancen und in der Länge von der ohnehin schon längeren Version vom 1997er Album. Sie wirkt aber irgendwie spontaner und frischer. Den in der 1997er Version integrierten, fast bombastischen, Abschluss gibt es hier als eigenen Track "Coda".

Zu zwei der Wilson'schen Solostücken (nämlich "Dislocated Day" und "The Moon Touches Your Shoulder") hat der aktuelle Porcupine Tree-Drummer Gavin Harrison Schlagzeuglinien eingespielt, welche die ursprünglich programmierten Drums ersetzen. Dadurch gewinnen beide Titel, besonders "Dislocated Day", deutlich an Dynamik. So liegen auch hier sozusagen die definitiven Versionen vor.

Kleine Änderungen, grosse Wirkung... Wer erst jetzt mit dem Erwerb dieses Album liebäugelt, der sollte gleich zur Doppel-CD-Version greifen. Fans, die natürlich eine der früheren Ausgaben bereits besitzen, müssen sich überlegen, ob die Neuerungen die Anschaffung wert sind. Ich für meinen Teil würde dies bejahen.

Anspieltipp(s): The Sky Moves Sideways, Phase 2, oder gleich die "alternate version"
Vergleichbar mit: Pink Floyd, so wie sie sich auch entwickeln hätten können (sollen)
Veröffentlicht am: 28.3.2005
Letzte Änderung: 29.3.2005
Wertung: 12/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 3 von 4)


The Sky moves Sideways ist ein stark instrumental orientiertes Album. Es wurde noch zu einem großen Teil von Steven Wilson im Alleingang eingespielt. Richard Barbieri etwa ist nur auf dem halben Album zu hören. Allerdings konnte die Band schon einiges an Ideen einstreuen. „In those days, Steve was still doing most of the project himself, and we just put our opinions in.“ (Barbieri im Stars Die-Booklet)

Die Scheibe hat in weiten Teilen diese flächige, schwebende Floydigkeit, von der die Band sich bald wieder lösen sollte, um nicht als Pink Floyds kleiner Bruder eingestuft zu werden. Wobei der erste Teil des Titelstücks - wie schon einige Jahre zuvor das beatlastige Instrumentalalbum Voyage 34 - durchaus auch zum Tanze lädt. Und Dislocated Day hat diesen orientalischen Groove.

Die Entscheidung das Stück Stars Die nur auf der Moonloop-EP zu veröffentlichen bezeichnet Steven Wilson immer wieder als seinen schlimmsten Fehler. Korrigiert wurde dies aber bereits bei der amerikanischen Ausgabe des Albums.

The Sky moves Sideways hat sehr viel tiefe Atmosphäre. Allerdings hat es für meinen Geschmack auch einige Längen und erreicht einfach noch nicht die Vielschichtigkeit der späteren Alben. Trotzdem ein gutes, schön relaxtes Album.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.3.2005
Letzte Änderung: 16.1.2006
Wertung: 10/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 4 von 4)


Ich habe dieses Album erst mit der "2004"-Veröffentlichung kennengelernt. Ähnlich wie auf Voyage 34 finden sich auch hier ausladende Instrumentalwerke, die den Hörer einzulullen vermögen. Vor allem das Titelstück ist in beiden Versionen eine gigantische pinkfloydesque Klang-Überlandschaft mit Suchtpotential. Faszinierend finde ich, dass es Porcupine Tree gelingt, wenige Themen und Linien jeweils minutenlang so zu variieren, in Ihrer Intensität mal zu steigern und dann wieder zurückzunehmen, ohne dass es langweilig wird und ohne dass dabei Längen entstehen.

Einige der schnellen, treibenden Passagen könnte ich mir gut als Trance-Dance-Music vorstellen (Wire The Drum, Dislocated Day), bei anderen sehe ich mich mit einem Segelflugzeug lautlos über schneebedeckte Alpengipfel fliegen (Spiral Circus, Is...Not).

Stimmungsvoll, atmosphärisch, hypnotisch. Eine kurzweilige Entdeckungsreise durch den Wilson`schen Klangkosmos.

Anspieltipp(s): The Sky Moves Sideways Phase 1, Dislocated Day
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.2.2006
Letzte Änderung: 27.1.2013
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Porcupine Tree

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1992 On the Sunday of Life... 7.67 3
1993 Up The Downstair 11.00 3
1994 Moonloop EP 10.00 1
1996 Signify 10.67 3
1996 Waiting (Single) - 1
1997 Coma Divine 12.00 3
1998 Voyage 34 9.00 4
1999 Pure narcotic (Single) - 1
1999 Stranger by the minute (Single) - 1
1999 Piano lessons (Single) - 1
1999 Stupid Dream 11.25 4
2000 4 chords that made a million (Single) - 1
2000 Shesmovedon (Single) - 1
2000 Lightbulb Sun 13.00 5
2001 Metanoia 8.67 3
2002 Stars die 11.00 2
2002 Recordings 11.67 3
2003 XM 12.00 1
2003 In Absentia 13.60 5
2004 Warszawa 10.50 2
2005 XMII 11.00 1
2005 Deadwing 9.89 10
2005 Lazarus (Single) 10.00 2
2006 Arriving Somewhere... (DVD) 12.67 3
2006 Rockpalast 11.00 1
2007 Nil Recurring EP 11.50 4
2007 Fear of a Blank Planet 9.71 7
2008 We lost the skyline 8.00 1
2009 The Incident 10.25 4
2010 Anesthetize (DVD) 11.50 2
2012 Octane Twisted 12.00 1

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