Winterthrough
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
AMS |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Fabio Zuffanti |
bass, taurus bass pedals, acoustic guitar, percussion |
| Alessandro Corvaglia |
mellotron, mini-moog, synthesizer, keyboards |
| Maurizio Di Tollo |
drums, percussion |
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| Matteo Nahum |
electric guitar |
| Edmondo Romano |
saxophone, clarinet, brass |
| Robbo Vigo |
grand piano, electric piano, hammond organ, church organ, string ensemble, glockenspiel |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
entering the halls of winter
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10:13
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| 2. |
red sky
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3:43
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| 3. |
white earth
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1:20
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| 4. |
snowstorm
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3:18
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| 5. |
over the plain
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2:04
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| 6. |
the crystal light
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6:46
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| 7. |
outside
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2:18
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| 8. |
ruins
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2:17
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| 9. |
through winter's air
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1:42
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| 10. |
rainsuite
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12:42
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| Gesamtlaufzeit | 46:23 |
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Rezensionen

Daß Fabio Zuffanti irgendwann mal die Arbeit ausgeht, ist nicht zu befürchten. In irgendeinem seiner 47 Projekte ist sicherlich immer etwas zu tun. So ist diesmal wieder Hostsonaten (das ?ö? wurde anscheinend irgendwann abgelegt) dran. ?Winterthrough? ist die fünfte Veröffentlichung dieses Projekts (das 2005er-Compilation-Album ?Springtides? hat es noch nicht auf unsere Seiten geschafft) und Teil eines auf vier Alben angelegten Jahreszeiten-Zyklus. Teil vier dieses Zyklus, den Zuffanti zwischen dem Neujahrstag 2000 und September 2005 komponiert hat, war das 2002er Album ?Springsong?. ?Winterthrough? ist Teil drei und mit ?Autumnsymphony? (Teil zwei) sowie ?Summereve? sind die folgenden Alben zumindest schon mal angekündigt. Wenn es allerdings jedes Mal sechs Jahre dauert, bis wieder ein Teil fertig ist, dann ist nicht vor 2014 mit einer Fortsetzung zu rechnen...
?Winterthrough? ist wunderschön und das gilt für die Musik wie auch für die Verpackung. Das Album kommt als Aufklapp-Digipak (wie eine Mini-Doppel-LP). Die CD ist in einer separaten Hülle, gerade so wie früher LPs, eingesteckt. Geschmackvolles Artwork in Blau- und Grautönen ziert sowohl die Hülle wie auch das Booklet. Das ist schon sehr gut auf die winterliche Thematik abgestimmt (fragt sich nur, warum man das Album dann ausgerechnet im Frühjahr veröffentlicht hat).
Schön! Möglicherweise ist das ? in Bezug auf die Musik ? auch schon der größte Mecker, denn gelegentlich ist das Album einfach zu schön geraten, so dass man vor lauter Gefühlsüberschwang und Kitsch schon sagen möchte, puh, jetzt reicht es aber wieder. Da dies allerdings vermutlich genau die Intention dieses Werks ist, ist diese Kritik vielleicht etwas unfair.
Zuffanti und Kollegen (wieder meistens die bekannten Musiker aus seinem Umfeld, also von Finisterre oder La Maschera Di Cera) erschaffen pastorale, gewaltige, langsam dahinschreitende Klangkathedralen, die zwischen sinfonischem Prog und folkig-verspielten Parts wechseln. Die überraschendste Rolle spielt vielleicht Maschera Di Cera-Sänger Corvaglia, der sich als durchaus guter Keyboarder präsentiert. Hier ist nichts hart und heftig, sondern immer elegisch, gediegen, melodisch, hübsch. Lediglich "outside" fällt hier ein kleines bisschen aus der Rolle, wenn es mal etwas flotter wird. Die Gitarre bratzelt auch nie, sondern lebt sich in getragenen, melodischen Soloparts aus. Und ansonsten gibt es für Prognostalgiker noch einen ziemlichen Mellotron-Overkill. Über Zuffantis zuweilen sehr fantasievolle Bass-Läufe braucht man ja nichts mehr zu sagen.
Das als Warnung für diejenigen, die es schon mal etwas schräg oder gar mit Widerhaken brauchen. Gerade bei einem Titel wie ?snowstorm? hätte ich mir schon auch ein paar zupackendere Klänge gewünscht. Die Instrumentierung ist ungemein farbig und abwechslungsreich, was gerade das Hören mit dem Kopfhörer zu einem Genuss macht. Gelegentlich vergreifen sich die Musiker allerdings schon mal im Sound, so klingen die eingesetzten Bläser (bis auf die echt gespielten Saxofon und Klarinette) ziemlich nach Plastik (geradezu unerträglich in ?snowstorm?, glücklicherweise nur kurz). Gelungen ist hingegen der Einsatz des ?string ensembles?, welches trotz synthetischer Erzeugung ziemlich gutklingende Cello- und Violinenpassagen hervorbringt.
?Winterthrough? ist eigentlich ein lange Suite, deren Einzelteile in einander übergehen, eingebettet in lange Intro- und Outrostücke, die thematisch einander zitieren. Insgesamt ein Album voller instrumentalem Wohlklang. Wer sich nicht daran verschluckt (und dann möglicherweise Langeweile empfindet), wird auf das Beste unterhalten und entschwebt sanft in andere Sphären.
| Anspieltipp(s): |
durchhören! |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
15.6.2008 |
| Letzte Änderung: |
23.3.2011 |
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