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Sigur Rós

Með suð í eyrum við spilum endalaust

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: mit Orchester; Postrock; sonstiges
Label: XL Recordings
Durchschnittswertung: 9.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

jón þor (jónsi) birgisson vocals, guitars
kjartan (kjarri) sveinsson keyboards
orri páll dýrason drums
georg (goggi) holm bass

Gastmusiker

amiina strings (2, 3, 4, 5, 8, 9)
london oratory boy's choir choir (7)
london sinfonietta 70 piece orchestra (7)
five-piece brass section brass (2, 4, 11)

Tracklist

Disc 1
1. gobbledigook 3:05
2. inní mér syngur vitleysingur 4:05
3. góðan daginn 5:15
4. við spilum endalaust 3:33
5. festival 9:24
6. suð í eyrum 4:56
7. ára bátur 8:57
8. illgresi 4:13
9. fljótavík 3:49
10. straumnes 2:01
11. all alright 6:21
Gesamtlaufzeit55:39


Rezensionen


Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 1 von 2)


Isländische Wochen auf den BBS...

Dieser Tage erscheint das fünfte Studioalbum der elegischen Post-Rocker von Sigur Ros. Es ist ihr erstes Album, das nicht komplett in Island aufgenommen wurde. Stattdessen sind sie in die große weite Welt hinausgezogen, nach New York, London, Havana und - doch wieder - Reykjavík. Unterstützung erhielten sie von Co-Produzent Flood, der u.a. durch seine Zusammenarbeiten mit Nine Inch Nails, U2 oder Depeche Mode bekannt ist. Es wird auf Isländisch gesungen, dazu ein Song auf Hopeländisch und - erstmals - auch einer auf Englisch.

Das Album kommt wieder einmal in minimalistischer Aufmachung als aufklappbarer Pappschuber daher. Das Cover ist, nun ja, gewöhnungsbedürftig, drückt aber die Stimmung der Platte ganz gut aus. Es soll auch eine Deluxe Edition geben, im Buchformat, eingebunden in Stoff, mit fast 200 Seiten an Bildern sowie einer Bonus-DVD zur Entstehung des Albums, Konzertmitschnitten, dem Video zu "gobbledigook" und und und...

Die positiv gestimmte Grundtendenz, die bereits auf "Takk..." zu spüren war, wird konsequent fortgeführt. Der Sommer hat auf Island Einzug gehalten. "gobbledigook", der Titel des Openers ist Programm. Selten hat man Sigur Ros so beschwingt und fröhlich gehört. In dieser Manier geht es weiter, auch wenn Sigur Ros sicherlich nicht den Sommerhit 2008 abgeliefert haben. Das gipfelt im triumphierenden "Festival", wo sich Band, Streicher und Bläser zu einem grandiosen Finale hochpuschen.

In der zweiten Hälfte des Albums kommt es zu einem ziemlichen Bruch. Die fröhlichen, überschäumenden Songs weichen intimeren, eher karg, meist nur mit Klavier oder akustischer Gitarre, Streichern und Gesang instrumentierten Songs, auch wenn gerade "ára bátur", das Sigur Ros live zusammen mit dem London Sinfonietta und dem London Oratory Boy's Choir aufgenommen haben, ihr aufwändigstes Stück bisher darstellt.

Dass sich die Platte in zwei relativ unterschiedliche Hälften aufteilt, macht es dem Rezensenten nicht unbedingt einfacher, sie zu bewerten. Bis auf die beiden Neunminüter ist das Album durch eher kürzere Songs geprägt. Sigur Ros gehen insgesamt wesentlich akustischer zu Werke als früher, die mit dem Geigenbogen gespielte E-Gitarre wird nur noch ganz selten ausgepackt. Die ungewohnt heitere Stimmung zu Beginn stellt eine sehr willkommene Weiterentwicklung der Band dar, auch den intimeren zweiten Teil kannte man so vorher nicht. Auch wenn in den beiden längeren Stücken diese Teile zusammengeführt werden, so tut sich über die Länge des Albums ein deutlicher Bruch auf. Den ersten Teil der Platte halte ich für sehr gelungen, auch der zweite ist nicht schlecht, nur für meinen Geschmack übertreiben es Sigur Ros mit der Ruhe und Intimität. Hier hätte ein ausgewogeneres Verhältnis gefunden werden müssen.

Momentan kann das komplette Album als Streaming Audio auf der Hompage der Band angehört werden.

Anspieltipp(s): festival, ára bátur
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.6.2008
Letzte Änderung: 22.6.2008
Wertung: 10/15

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Von: Günter Schote @ (Rezension 2 von 2)


Kann es bezeichnend sein, dass Takk bisher achtmal auf diesen Seiten rezensiert wurde während „Með suð í eyrum við spilum endalaust“ hier erst zum zweiten Male Objekt eines Rezensenten wird? Vielleicht hatten die Kollegen auch einfach keine Lust, „Með suð í eyrum við spilum endalaust“ zu schreiben?

Ich muss gestehen, dass ich „Með suð í eyrum við spilum endalaust“ bei Erscheinen noch zerrissen hätte. Ist das Album nun ein Anbiedern an den Kommerz oder eine Weiterentwicklung der Musik, der Musiker?

Für mich ist auf „Með suð í eyrum við spilum endalaust“ der Zauber der frühen Alben verflogen. Trotzdem ist das eher an Radiohead als an () ausgerichtete Werk nicht schlecht. Wer also Lust auf songorientierte Sigur Ros hat wird hier fündig. Doch gerade wenn du dich dann dabei ertappst, dass du zu Sigur Ros in die Hände klatschst und das frisch entdeckte Tänzerherz in deinem Prog-Körper die Füße zum Mitwippen zwingt springt der Player von „Track 4“ zu „Track 5“. Du schämst dich kurz, setzt dich wieder hin und fragst dich, was das eben war.

Gegen Ende wir es wieder ruhiger. Auf den Sommer folgt der Herbst. Von Reue trotzdem keine Spur, den Sigur Ros bleiben auch auf „Með suð í eyrum við spilum endalaust“ Sigur Ros.

Anspieltipp(s): gobbledigook, festival
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.5.2010
Letzte Änderung: 18.5.2010
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Sigur Rós

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1997 Von 11.50 2
1999 Ágætis byrjun 12.67 3
2002 () 12.75 4
2003 untitled #1 (a.k.a. vaka) 9.00 1
2004 Ba Ba Ti Ki Di Do 13.00 1
2005 Takk 10.67 9
2007 Heima (DVD) 13.50 2
2011 Inni 12.00 1
2012 Valtari 9.67 3
2013 Kveikur 8.50 2

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