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Renaissance

Turn of the Cards

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1974
Besonderheiten/Stil: mit Orchester; Folk; Klassikrock / Adaptionen; Klassischer Prog
Label: BTM Records - RCA
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

John Tout Keyboards
Annie Haslam Gesang
Jon Camp Bass, Gesang
Terence Sullivan Schlagzeug
Michael Dunford Gitarre

Tracklist

Disc 1
1. Running Hard 9:37
2. I Think Of You 3:07
3. Things I Don't Understand 9:29
4. Black Flame 6:23
5. Cold is Being 3:00
6. Mother Russia 9:18
Gesamtlaufzeit40:54


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


"Turn of the Cards" war das erste Renaissance-Album, bei dem der Komponist der meisten Stücke, Michael Dunford, als Bandmitglied aufgeführt wird; bis dahin war er entweder gar nicht oder nur als Gastmusiker in Erscheinung getreten. Aber wie Udo schon in seiner Rezension zum Nachfolgealbum "Scheherazade" bemerkte, agiert Dunford stets im Hintergrund; Hauptmerkmale der Musik von Renaissance sind John Touts klassisch geschultes Klavierspiel sowie der unverwechselbare Gesang von Annie Haslam.

Auch "Turn of the Cards" wird von einem langen Klavierintro eröffnet, dann entwickelt sich ein typisches Renaissance-Album mit teils klassisch, teils folkloristisch inspirierten Melodien mit kräftigen, aber nie aufdringlichem Orchestereinsatz. Interessant ist dabei das nur mit Orgel und Gesang instrumentierte "Cold is Being", das auf einem Werk des italienischen Komponisten Tomasso Albinoni (ein Zeitgenosse Bachs) basiert. Davon erfährt man auf der Plattenhülle bzw. im CD Beiheft aber nichts, dort ist es eine Dunford-Komposition...

Höhepunkt dieses Albums und einer der besten Renaissance-Titel überhaupt ist das abschließende "Mother Russia", ein Song über Alexander Solschenizyn ("Archipel Gulag"), der 1974 aus der Sowjetunion ausgebürgert wurde. Es sind eben doch nicht immer nur Drachen und Elfen, die im Prog behandelt werden... Passend zu diesem Thema enthält "Mother Russia" einige Elemente russischer Folklore.

Anspieltipp(s): Mother Russia
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.5.2002
Letzte Änderung: 16.4.2012
Wertung: 11/15

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Von: Markus Peltner @ (Rezension 2 von 2)


1974 erschien das fünfte Album der englischen Progressive Rockband Renaissance. Und wenn man auf symphonischen und harmonischen Prog steht, dann ist dieses Album sehr zu empfehlen, denn es ist richtiggehend vollgestopft mit vielen wunderschönen Melodien. Alles ist hier harmonisch und überaus eingängig. Alles klingt angenehm und melodiös, ist unaufgeregt und stimmig und in keinster Weise verschroben oder „frickelig“, sodass man der Musik der Band am liebsten gleich das nicht existierende Genre „Soft Progressive Rock“ verpassen würde.

Die Platte beginnt mit „Running Hard“, welches mit einem sehr schönen und einprägsamen Piano Solo startet, bis schließlich vielschichtige Melodien ausgebreitet werden, die einen einhüllen und geradezu weich betten. Ungewohnt an der ganzen Geschichte ist allerdings der Gesang. Eine Frau, Annie Haslam, singt die Texte der Band. Das ist für eine progressive Rockband durchaus ungewöhnlich. Bei mir war genau dieses Album der erste Berührungspunkt mit Renaissance - und dieser Punkt bedurfte einer gewissen Gewöhnungszeit. Irgendwie will es beim ersten Hören noch nicht so richtig passen, ist ungewohnt und neu. Aber bereits beim zweiten Hören wird das Ganze vertrauter, bis man an den Punkt gelangt, an dem man feststellt, dass dies hier eigentlich sogar perfekt passt und einfach genau so sein muss. Diese Art der Musik und dieser helle Gesang, das bildet eine Einheit.

Nicht alle Songs sind jedoch so gelungen wie der Opener. Gleich das zweite Stück „I Think Of You“ enthält sowohl musikalisch wie textlich alle Ingredienzien, die das Lied einfach nur noch „süß“ und unkantig klingen lassen. Auch „Things I Don't Understand“ ist unglaublich weich geraten, allerdings deutlich abwechslungsreicher. Zudem hört sich dieses Lied perfekt nach den 70er des letzten Jahrhunderts an. Man fühlt bei diesem Stück einfach, wann es entstanden ist. Wer die Zeichentrickserie „Herr Rossi sucht das Glück“ kennt, kann diese Aussage wahrscheinlich sehr gut nachvollziehen. Dies gilt vor allem für die erste Hälfte der Nummer, zum Schluss ist das Stück nur noch schwebend und geradezu hymnisch melodiös.

„Black Flame“ ist anschließend wieder eine richtig tolles Lied, welches so etwas von melodiös ist, dass man es gehört haben muss, um das auch nachvollziehen zu können. Die akustische Gitarre steht hier im Vordergrund, wobei festzuhalten wäre, dass man auf dem gesamten Album keine E-Gitarre zu hören bekommt. „Cold Is Being“, ein relativ kurzes Lied, wurde lediglich mittels einer Orgel instrumentiert. Hier steht dann der Gesang Annie Haslams absolut im Vordergrund.

Und schließlich folgt noch der Höhepunkt des gesamten Albums: „Mother Russia“. Oftmals orchestral instrumentiert, melodiös, harmonisch und überaus abwechslungsreich, ein Stück, in welches immer wieder auch „typisch“ russische Klänge eingewoben wurden. Toll gemacht und nicht nur ein Highlight auf „Turn Of The Cards“, sondern auch im Schaffen der Band Renaissance.

Fazit: Wer auf melodischen und harmonischen Rock steht, wird an „Turn Of The Cards“ sehr viel Gefallen finden. Wer dann zusätzlich auch noch progressiver Rockmusik etwas abzugewinnen weiß, denn die Lieder sind überaus abwechslungsreich, der wird viel Spaß mit diesem Album haben. Komisch ist eigentlich nur, dass Renaissance „relativ“ unbekannt war und ist – zumindest im Vergleich zu den anderen Heroen der 70er Jahre in diesem Genre.

Anspieltipp(s): Running Hard, Black Flame, Mother Russia
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.10.2012
Letzte Änderung: 13.10.2012
Wertung: 11/15
Überaus melodischer Prog

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Renaissance

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 Renaissance 10.50 2
1971 Illusion 9.67 3
1972 Prologue 12.00 1
1973 Ashes are burning 10.50 2
1975 Scheherazade And Other Stories 11.67 3
1976 Live at Carnegie Hall 11.50 2
1977 Novella 10.50 4
1978 A Song For All Seasons 10.00 1
1979 Azure d'or 7.67 3
1982 Camera Camera 3.67 3
1983 Time Line 2.33 3
1994 The Other Woman 7.00 1
1995 Da Capo - 1
1997 Songs from the Renaissance Days 1.00 1
1997 At The Royal Albert Hall With The Royal Philharmonic Orchestra, Part 2 11.00 1
1997 At The Royal Albert Hall With The Royal Philharmonic Orchestra, Part 1 11.00 1
2000 'Unplugged' - 'Live' at The Academy of Music, Philadelphia USA 7.00 1
2001 Tuscany 7.00 2
2002 In the land of the rising sun 9.00 1
2006 British Tour '76 11.00 1
2008 Song of Scheherezade (DVD) 11.00 1
2010 The Mystic and the Muse 11.00 2
2010 Kings & Queens 10.00 1
2013 Grandine il Vento 10.33 3
2014 Symphony of Light 11.00 1
2015 DeLane Lea Studios 1973 9.00 1
2016 Live at the Union Chapel 12.00 1

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