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Cheer-Accident

Dumb Ask

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1991
Besonderheiten/Stil: HardRock; Independent / Alternative; Punk; RetroProg; sonstiges
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Chris Block Bass & Vocals
Thymme Jones Drums & Vocals
Jeff Libersher Guitars

Tracklist

Disc 1
1. Garbage Head 3.15
2. Small World 6.07
3. Everyone's Ugly Up Close 4.37
4. Muffy Needs A New Pair Of Rose-Colored Glasses 3.38
5. Whitewash 3.57
6. Fat Dog's Gonna Hatch 6.32
7. Elbow Deep In Turkey 3.06
8. Filet Of Nod 8.22
Gesamtlaufzeit39:34


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Gar nicht so einfach, an die älteren Alben von Cheer-Accident (mit Ausnahme des Debüts) heranzukommen. Ein Konzert der Band im Juni 2011 in Würzburg bot die Gelegenheit, die Diskographie der Mannen um Thymme Jones weiter zu vervollständigen, und so erwarb ich dieses und The Why Album; beide könnten nicht unterschiedlicher sein, man glaubt kaum, dass diese Alben von der gleichen Band stammen.

Dumb Ask ist das zweite Album von Cheer-Accident, wobei zwischen diesem und dem Debüt noch eine Kassette erschien, die mir nicht bekannt ist. Anders als auf den meisten Alben der Band, die sehr unterschiedliche Stilarten vermengen, zeigt dieses sich ziemlich einheitlich.

In der rudimentären Rockbesetzung mit Gitarre, Bass und Schlagzeug krachen und poltern die drei dem Hörer einen dreckigen Garagenrock um die Ohren, roh, brutal, ungeschminkt. Punkig-grungiges Geriffe der Gitarre, dazu kaputter Gesang (von wem auch immer, alle drei sind als Vokalisten aufgelistet), eher rausgeschrien und rausgekotzt als wirklich gesungen. Entsprechende Einflüsse gab es auch schon auf dem Debüt, hier dominieren sie nun. Die komplette Antithese zum angeblich so schöngeistigen Prog. Aber ist das überhaupt Prog? Auf den ersten Hör würde mancher dies vielleicht verneinen, doch unter der punkigen Oberfläche lauern immer wieder vertrackte Sequenzen, seltsame Brüche durchziehen die Songs. Von der Punk-typischen Beschränkung auf die berühmt-berüchtigten "drei Akkorde" keine Spur. Andererseits können die drei durchaus längere Zeit auf einem Riff herumreiten (Filet of Nod), was bei Konzerten gerne noch exzessiver gemacht wird.

Zu der rohen Musik passt der Sound der Aufnahme: der erweckt den Eindruck, als hätte einer der drei seine Garage als Studioersatz zu Verfügung gestellt. Etwas dumpf klingt alles, und man muss den Lautstärkeregler ordentlich hochdrehen, um richtig was zu hören.

Verglichen mit anderen Alben der Band ist mir Dumb Ask auf Dauer eine Spur zu zu eintönig, auch der dumpfe Klang stört mich etwas; dennoch hat dieser proggige Punk eine gewisse Faszination, so dass zumindest ausgesprochene Fans von Cheer-Accident zugreifen können. Dem Einsteiger sei eher das Debüt oder eines der neueren Alben empfohlen, da dieses hier nicht unbedingt repräsentativ für den Stil der Band ist.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Nirvana covern King Crimson. Oder eher andersrum?
Veröffentlicht am: 24.6.2011
Letzte Änderung: 24.6.2011
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Cheer-Accident

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1988 Sever roots, tree dies 11.50 2
1993 Babies Shouldn't Smoke 12.00 1
1994 The Why Album 10.00 1
1997 Enduring the American Dream 9.00 1
1999 Trading Balloons 11.00 1
2000 Salad Days 11.00 1
2002 Variations on a goddamn old man (2002) 8.00 1
2003 Introducing Lemon 11.00 1
2005 Variations on a goddamn old man (2005) 10.00 1
2006 What Sequel? 10.50 2
2009 Fear Draws Misfortune 11.67 3
2011 No Ifs, Ands or Dogs 12.00 1
2017 Putting Off Death 10.00 2
2018 Fades 11.00 1

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