Die deutsche Krautrock-Band Popol Vuh (so heisst das "Buch des Rates" der guatemaltekischen Quiché-Indianer) rund um den Münchner Florian Fricke erregte Anfang der Siebziger Jahre (mit ihrem ersten Album "Affenstunde" 1970) Aufmerksamkeit als eine der ersten Rockbands, die auf ihren Alben einen Synthesizer einsetzte. In ihren ekstatisch-ritualistischen Kompositionen sorgt der Moog für eine weitere exotische Komponente. Spätere Platten sind akustischer geprägt und haben eine pastorale, schwärmerische Komponente.
Bekanntschaft errangen Popol Vuh auch als Haus- und Hof-Filmkomponisten des Filmemachers Werner Herzog, dessen mystisch-meditative Filme durch Popol Vuhs Musik kongenial ergänzt wurden.
In den Achtziger Jahren wurde es ruhiger um Popol Vuh und Florian Fricke, Anfang der Neunziger Jahre gab es dann ein Comeback, das aber durch Frickes unerwarteten Tod im Dezember 2001 jäh beendet wurde.