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Pain of Salvation

aus: Schweden


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1997-1999
2000-2005
2006-2008
2009-2011
Aktuelle Besetzung
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Rezensionen

Pain Of Salvation (zu Deutsch etwa: Der Schmerz der Erlösung) ist eine schwedische Band unter der Führung von Multiinstrumentalist und Sänger Daniel Gildenlöw. Sie begann als eine Progmetalband der zweiten Generation (Debüt 1997) und zeigte, dass im damals etwas eingefahrenen Genre durchaus neue Anstöße möglich waren. Doch entfernte sich ihr Stil im Laufe der Jahre immer weiter vom Metal und ist mittlerweile (2011) eher im Bereich des Blues- und Hardrocks einzuordnen. Kontinuierliche Merkmale ihres Schaffens sind vor allem der wandlungsfähige Gesang Gildenlöws und die teilweise sehr kopflastig wirkenden Konzeptalben.

1997-1999

Die Wurzeln der Band reichen zurück bis in das Jahr 1984, als Daniel Gildelöw im Alter von nur elf Jahren die Band Reality gründete. Sieben Jahre und einige Besetzungswechsel später (unter anderem war der zeitweilige Meshuggah-Bassspieler Gustaf Hielm mit am Start) wurde der Name in Pain Of Salvation geändert. Mit der Besetzung Daniel Magdic (Gitarre), Johan Langell (Schlagzeug) sowie den kurz davor beigetretenen Fredrik Hermansson (Keyboard) und Daniels jüngerem Bruder Kristoffer Gildenlöw (Bass) hatte Daniel Gildenlöw die richtigen Leute für das erste Album Entropia zusammen. Allerdings erschien das Debüt 1997 zuerst nur in Japan, wurde dann aber dank des Erfolges des Zweitlings 1999 auch dem Rest der Welt zugänglich gemacht. Wie alle bisher erschienenen Alben ist auch Entropia ein Konzeptalbum.

Es folgte One Hour By The Concrete Lake, welches in vielen Ländern als das Debütalbum erschien. Während der Aufnahmen stieg Daniel Magdic aus und wurde von Johan Hallgren ersetzt. In dieser Kombination spielte die Band dann bis 2006 zusammen. Homogener und düsterer als der Vorgänger, brachte One Hour By The Concret Lake der Band 1998 einen Plattenvertrag mit dem Label InsideOut ein.

2000-2005

Nach einer kleinen Pause sah die Welt dann im Jahre 2000 das Erscheinen des Drittlings der Band, The Perfect Element I. Tatsächlich noch beklemmender als die Vorgänger (vor allem textlich) handelt es von typischen Problemen des Erwachsenwerdens wie Drogenmissbrauch, Sex, Schmerz und Verzweiflung. Es machte die Band endgültig international bekannt.

Die Hoffnungen der Fans für das nächste Album gingen dann in Richtung eines zweiten Teils des Konzepts, doch Daniel Gildenlöw legte 2002 mit Remedy Lane ein eher autobiographisch geprägtes Werk nach. Dieses gilt für viele Kritiker als das Meisterwerk der Band. Es ist vom Konzept her nicht so verkopft wie die Vorgänger, da hier vor allem Beziehungsthemen im Vordergrund stehen.

Am 12. Mai 2003 nahm die Band in ihrer Heimat Eskilstuna ein Akustikkonzert auf, welches unter dem Namen 12:5 im Jahr darauf veröffentlicht wurde. Statt einfach nur eine Auswahl von Liedern ihrer bisherigen Alben ohne elektrische Verstärkung zu spielen, wurden die Stücke teilweise deutlich umgeschrieben oder in Medleys zusammengefasst.

Als nächstes vollwertiges Album wurde ebenfalls 2004 BE veröffentlicht. Angeblich hat Daniel Gildenlöw schon seit 1996 an dem philosophischen Konzept über das Wesen und Existenz von Gott und der Menschheit und ihre Interaktion miteinander gearbeitet. Zusammen mit dem Orchestra Of Eternity wurde das Material einige Male, komplett mit Kostümen und Bühnenbild, als Rocktheaterstück aufgeführt. Dieses Werk spaltet bis heute Kritiker und Fans, vor allem durch das monströse Konzept und die auf ein Minimum reduzierten Metaleinlagen geschuldet. 2005 erschien dann die dazugehörige DVD.

2006-2008

Nachdem Pain Of Salvation seit 1998 in gleicher Kombination zusammen gespielt hatte, wurde 2006 Kristoffer Gildenlöw gebeten, sich aus der Band zu verabschieden, da er in den Niederlanden seine neue Wahlheimat gefunden hatte und die Bandproben daher seltener stattfanden. Auf dem nächsten Album spielte dann Daniel Gildenlöw den Bass ein.

Scarsick war 2007 dann endlich der langerwartete Nachfolger von The Perfect Element, Part I, womit Daniel Gildenlöw allerdings nicht warb. Er wollte nicht, dass es nur wegen des Erfolgs des Vorgängers gekauft werden würde. Zumal die konzeptionelle Verbindung zwischen den Alben eher konstruiert wirkt: Scarsick handelt vor allem vom Kapitalismus, Konsumverhalten und Popkultur. Die Zahl der Musikstile ist auf diesem Werk noch vielfältiger geworden, der Metal spielt nur noch eine Rolle unter vielen.

Als Nachfolger für Kristoffer Gildenlöw wurde Simon Andersson 2007 als neuer Bassspieler präsentiert. Ein weiterer Wechsel im gleichen Jahr war der von Johan Langell. Er verließ die Band, da er sich mehr auf seine Familie konzentrieren wollte. Als Nachfolger kam der Franzose Léo Margarit zu Pain Of Salvation. Doch damit nicht genug, im darauffolgenden Jahr verließ Simon Andersson die Band schon wieder. Für ihn gab es bis zum vollständigen Einstieg von Daniel Karlsson 2011 keinen Ersatz.

Die Zeit dieser Bandwechsel findet sich auch auf der Doppel-DVD Ending Themes - On The Two Deaths Of Pain Of Salvation wieder. Die erste DVD ist eine Dokumentation zur letzten Tour der Band mit Kristoffer Gildenlöw (2005). Die zweite DVD zeigt ein Konzert der letzten Tour mit Johan Langell (2007).

2009-2012

Das nächste Studioalbum der Band Road Salt One erschien dann 2010. Ursprünglich sollte es ein Doppelalbum werden, doch mit der Insolvenz von SPV (Eigentümer von InsideOut) und dem Wechsel von InsideOut zu Century Media konnte dies nicht umgesetzt werden. Stattdessen wurde 2009 die Linoleum E.P. und 2011 Road Salt Two veröffentlicht. Die Musik dieser EP und der Album unterscheiden sich deutlich von jener der vorherigen Platten. Progmetal, den die Band bekannt gemacht hat, gibt es nicht mehr zu hören. Hier dominieren Anlehnungen an den 70er Hardrock oder sogar Blues. Das Konzept allerdings steht in Anlehnung an die früheren Machwerke: Es geht mal wieder um die Aufarbeitung der Gefühlswelt von Daniel Gildenlöw.

Das Jahr 2010 sah auch eine ungewöhnliche Bühne für Pain Of Salvation: die Teilnahme am Melodifestivalen, der schwedischen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest. Qualifizieren konnten sie sich mit dem Lied Road Salt allerdings nicht.

Ende 2011 verließen Johan Hallgren und Frederik Hermansson die Band. Sie wurden durch Daniel Karlsson (Bass und Keyboards) und Ragnar Zolberg (Gitarre) ersetzt.

Aktuelle Besetzung

Daniel Gildenlöw, Daniel Karlsson und Léo Margarit. (Auf Tour Ragnar Zolberg und der ganz oben schon einmal erwähnte Gustaf Hielm).

Neben seiner Hauptband Pain Of Salvation war Daniel Gildenlöw von 2002 bis 2005 zuerst Gast-, dann auch vollwertiges Bandmitglied bei den The Flower Kings. Zudem ist er ein gern gesehener Gastmusiker und war unter anderem bei den Europakonzerten von Transatlantic oder an Studioalben von Ayreon und Spastic Ink beteiligt.

(Stand März 2012)

(Chris Stolz)

Leitfaden


Pain of Salvation-Eintrag im Leitfaden "ProgMetal"

Personell verwandte Bands (Pfadfinder)


The Flower Kings; Kristoffer Gildenlöw; Meshuggah; The Shadow Theory; Transatlantic

Alle besprochenen Veröffentlichungen von Pain of Salvation

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1997 Entropia 10.33 3
1998 One Hour By The Concrete Lake 11.33 3
2000 The Perfect Element I 9.50 2
2002 Remedy Lane 10.50 2
2004 12:5 11.00 1
2004 BE (ChinassiaH) 10.50 2
2005 BE (Chinassiah) DVD/CD 12.00 1
2007 Scarsick 12.00 3
2009 Ending Themes - On The Two Deaths Of (2DVD) 11.00 1
2009 Linoleum E.P. 11.00 1
2010 Road Salt One 12.33 4
2011 Road Salt Two 11.67 3
2014 Falling Home 11.50 2
2017 In The Passing Light Of Day 12.25 4

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Besprochener Lesestoff zu Pain of Salvation


Jahr Autor Titel
2016 Markus Wierschem Animae Partus: Conceptual Mythopoeisis, Progressive Rock, and the Many Voices of Pain of Salvation’s BE.

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