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Faust

aus: Deutschland


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Bemerkungen


...und noch eine Band aus dem Lande der Dichter und Denker, die nicht umhin konnte, sich nach einem literarischen Werk zu nennen. Der Musikjournalist Uwe Nettelbeck bekam, so die Legende, 1970 von Polydor Geld zugesteckt, damit er ein epochales Werk aufnehmen konnte. Der rief 1971 Faust ins Leben, die im September öffentlich zu spielen begannen. Einige dieser Liveaufnahmen landeten dann, zu dem 20minutentrack "Miss Fortune" zusammenmontiert, auf dem Debütalbum "Faust". Collagen à la Zappa, zum Teil sogar von Beatles-Stücken, spielten immer wieder eine Rolle bei den frühen Faust. Ob Ausdrücke wie "Postmoderne", "Syd Barrett meets Velvet Underground" und Ähnliches auf diese frühen Werke zutreffen, ist zu beurteilen hier nicht der Ort (klingt wie Yoda, ist aber syntaktisch korrekt).

Zurück zu Faust. Ihre frühen Alben, ausgestattet mit einer Reihe von Gimmicks, verkauften sich, wie es sich für Propheten gehört, im Ausland, namentlich in England, besser als im eigenen Lande. Das lag sicher an Texten wie "Daddy, take the banana, tomorrow is sunday", die - darf man es sagen - natürlich dort besser ankamen als hier. 1973 folgte mit "Outside the Dream Syndicate" eine Zusammenarbeit mit dem Minimal-Music-Komponisten und Velvet-Underground-Täufer Tony Conrad. Zu hören waren 2 halbstündige Übungen in Selbstbeschränkung, die (deshalb?) lange Zeit (immer noch?) schwer erhältlich waren.

Mit "Tapes" legten Faust dann eines ihrer am wenigsten zugänglichen Werke vor, gleichzeitig die von den Fans für die beste gehaltene Platte. In England hatte man mit einer Singleauskopplung (und hier stimmt der Ausdruck mal) daraus sogar einen Charterfolg. Nach "IV" ging es allerdings abwärts. Nettelbeck konnte seine Band nicht mehr stabil halten, verschiedene Lineups versuchten noch einmal Halt zu finden, aber das Jahr 1974 brachte das endgültige Aus. In den 80ern erschienen allerdings nochmal einige Raritäten auf zwei Nachklappalben.

1990 vereinten sich drei der ursprünglichen fünf Mitglieder und spielten einige Reunion-Konzerte, die sie prompt als Livealben veröffentlichten. Seither folgen, mal regelmäßig, mal sporadisch neue Studioalben in unterschiedlicher Besetzung, die ganz in der Fausttradition alles andere als zugänglich sind und Industrial, Wyattsches, Geräusche und bisweilen sogar Nettes mit den typischen Collagen verbinden.

(Nik Brückner)

Leitfaden


Faust-Eintrag im Leitfaden "Krautrock"

Personell verwandte Bands (Pfadfinder)


Tony Conrad with Faust; Gut und Irmler; Irmler/Liebezeit; Kraan; The Marigold; Moira; Space Explosion; stadtfischflex; Ulan Bator

Alle besprochenen Veröffentlichungen von Faust

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Faust 11.00 3
1972 So Far 11.00 2
1973 The Faust Tapes 10.67 3
1974 Faust IV 11.33 3
1979 71 Minutes Of... 10.00 2
1990 The Faust Concerts Vol. 1 10.00 1
1992 The Faust Concerts Vol. 2 9.00 1
1995 Rien 11.50 2
1996 Untitled 11.00 1
1997 You know FaUSt 10.50 2
1997 Faust wakes Nosferatu 11.00 2
1998 Edinburgh 1997 9.00 2
1999 Ravvivando 12.33 4
2000 the land of ukko & rauni 12.00 1
2002 Patchwork 1971 - 2002 11.00 1
2004 BBC Sessions + 10.00 2
2005 Faustimpressions 9.00 1
2007 od serca do duszy 12.00 1
2007 Disconnected 12.00 2
2007 faust ... in autumn 12.00 1
2008 Kleine Welt 11.00 1
2009 C´est com... com... compliqué 11.50 2
2010 Faust is Last 12.00 2
2011 something dirty 11.00 2
2014 j US t 9.50 2
2017 fresh air 10.00 1

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