SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
20.6.2018
Syrinx Call - The Moon On A Stick
Galaxy Space Man - Unravel
Widek - Dream Reflection
19.6.2018
The Soft Machine Legacy - Burden of Proof
Heldon - It's Always Rock'n'Roll
18.6.2018
Il Bacio della Medusa - Seme
17.6.2018
Temple - Temple
Jack O'The Clock - Repetitions Of The Old City II
Bad Dreams - Chrysalis
Corde Oblique - Back Through The Liquid Mirror
16.6.2018
Sensitiva Immagine - E tutto cominciò così
Pyramid - Pyramid
15.6.2018
Real Ax Band - Just Vibrations - Live at Quartier Latin
Tusmørke - Fjernsyn i farver
Christian Fiesel - The Dark Orb
HAGO - HAGO
14.6.2018
Karmic Juggernaut - The Dreams That Stuff Are Made Of
Not A Good Sign - Icebound
ARCHIV
STATISTIK
24721 Rezensionen zu 16920 Alben von 6590 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Frank Speer

Bands Better Than Rush

über: Rush



Bands Better Than Rush

Informationen

Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-1545034347
Verlag: Create Space (Self Publishing)
Verlagsort:


Rezensionen


Von: Günter Schote


Für gerade einmal 6 EUR gibt’s ein neues Buch zum Thema Rush. Das Cover zeigt die drei auf dem Höhepunkt ihrer Kreativität, 1981 während der "Moving Pictures"-Tour. Inhalt ist diesmal jedoch weniger das kanadische Power-Trio selbst, als vielmehr Bands, die noch besser sind als Alex, Geddy und Neil.

Rush haben Mitte der 70er begonnen, dem Vorbild ihrer britischen Progressive Rock-Helden (King Crimson, Genesis, Yes etc.) nachzueifern, ohne ihren Hard-Rock-Sound aufzugeben. Herausgekommen sind dabei inzwischen zu Klassikern gewordene Epen wie „By-Tor and the Snow-Dog“, „The Necromancer“, „2112“, „Xanadu“, der Zweiteiler „Cygnus X-1“, „Natural Science“, „Red Barchetta“ oder das zeitlose „Tai Shan“. Nicht wenige Isländer sehen darin die Inspiration zu dem, was sich in den 80ern zum Genre „Progressive Metal“ entwickeln sollte. Rush werden daher gerne als Urväter dieses Genres bezeichnet. Nicht nur von Isländern.

Bands, die besser sind als Rush. Was müssen solche Bands bieten? Größtmögliche Virtuosität. Die Musiker sollten ihre Instrumente beherrschen, wie nur wenig andere unter Gottes dicker Sonne. Geddy Lee zum Beispiel spielt die irrwitzigsten Bassläufe, spielt parallel dazu Keyboards mit Händen und Füßen, trägt eine Sonnenbrille mit Sehschärfe und singt! Genau, er singt! Heute nicht mehr so schön schrill, wie noch vor 40 Jahren, aber noch immer so, dass man mit seiner Stimme die Termiten aus dem Wochenendhaus vertreiben kann.

Bands, die besser sind als Rush. Solche Bands sollten nicht nur herausragend musizieren können. Nein, sie sollten auch die feinsten Texte ersinnen und zu Papier bringen. Texte, die von zukünftigen Revolutionen auf fernen Planeten handeln, Lyrics, die sich mit der Psyche, mit Naturphänomenen und unter Planen versteckten Sportwagen auseinander setzen. Ja, ein Reimbuch und das Oxford English Grammar sollten stets griffbereit im Proberaum herumliegen.

Bands, die besser sind als Rush. Solche Bands sollten um Himmels willen auch optisch bös was her machen. Kimonos. Interessant geformte Nasen. Besonders hübsche Haare. Und nackte Männer! Oh ja! Welche Hard-Rock-Combo kann schon behaupten, auf sechs (!) verschiedenen Studioalben, Männer in Strumpfhosen, Bademänteln oder gleich ganz nackisch, verewigt zu haben?

Ok, vergessen wir’s. Es gibt keine Bands, die besser sind als Rush.

Zu diesem Schluss kommt auch Autor Frank Speer. Allerdings sülzt er da gar nicht so lange rum wie ich, sondern liefert seinen Lesern konsequenterweise gleich und ganz ohne Umschweife 52 leere Seiten.

Ein netter Gag für Rush-Fans und/oder ein hübsches Präsent für Rush-Hasser. (Wenig originell ist allerdings, dass Speer diesen Gag auch für Led Zeppelin und The Grateful Dead verbraten hat.)

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum