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Allan Wright

Frank Zappa's Orchestral Works: Art Music or "bogus pomp"?

über: Frank Zappa



Informationen

Erscheinungsjahr: 2007 (Dissertation, University of Glasgow, Department of Music)
ISBN:
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Verlagsort:


Rezensionen


Von: Nik Brückner


Allan Wrights Masterarbeit "Frank Zappa's Orchestral Works: Art Music or "bogus pomp"?" ist eine Reaktion auf die vielen Autoren (vor allem Jonathan Bernard, Matthias Kassel, Ben Watson und Kevin Courrier), die nahelegen, dass Frank Zappas Orchester- und/oder Avantgarde-Kompositionen stilistische Bezüge zu Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts aufweisen, darunter Igor Strawinsky, Eric Satie, Charles Ives, John Cage und insbesondere Edgar Varèse. Zappa selbst gab bekanntlich an: "In my compositions, I employ a system of weights, balances, measured tensions and releases - in some ways similar to Varèse's aesthetic". Wright geht der Frage nach, ob es diese vielbehauptete kompositorische Nähe wirklich gegeben hat, und wenn ja, wie sie ausgestaltet ist. Er stützt sich dabei vor allem auf Jonathan Bernard ebenso wie auf die Ansichten von Varèse selbst, die er in "Die Befreiung des Klangs" darlegte.

Wright versucht, anhand der Beispiele "Bogus Pomp", "The Girl in the Magnesium Dress", "Times Beach II" und "Theme from Burnt Weeny Sandwich", den oft behaupteten Gemeinsamkeiten mit Stücken Varèses nachzugehen, wobei er sich auf Aspekte wie Klangfarben, Arrangement, den Umgang mit Schlaginstrumenten, Tonhöhen und Gesamtstruktur konzentriert. Dabei gelingt ihm der Nachweis einer relativen Nähe einiger Aspekte von "Bogus Pomp" zu einigen stilistischen Charakteristika Varèses, ebenso kann er aber auch zeigen, dass die Ähnlichkeiten der anderen Stücke zu Varèses Werk eher gering und oberflächlich sind. Zappa hat sich seine Fähigkeiten bekanntlich übers Hören und Tun angeeignet, weniger durch trockenes Studium, und das kann man an den Bezügen zwischen den beien Komponisten auch ablesen. Zappas Äußerungen in Bezug auf Varèse waren oft eher vage, die Bezüge seiner Musik auf die Musik Varèses sind es entsprechend ebenso.

Eher implizit zeigt die Arbeit damit auch, dass bei Zappa (wie überall, auch im Progbereich) schnell mal etwas behauptet wird, was sich dann über Jahre und Jahrzehnte hält, bis es dann mal jemand hinterfragt, und herausbekommt, dass es so einfach nicht ist. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass Wright sich auf die genannten Aspekte der Musik beschränkt (die nämlich, die in der Literatur oft als Beispiel für seine angebliche Nähe zu Varèse herangezogen werden), und andere bewusst ausblendet. Da bleibt also noch einiges zu tun.

Die Arbeit ist hier zu bekommen.

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