Glossar:
D
Dobro:
Unter "Dobro" (der Name geht zurück auf den Erfinder bzw. früheren
Hersteller, s. u.) versteht man eine sogenannte "Resonator-Gitarre". Das ist
im Prinzip eine akustische Gitarre mit eingebautem mechanischem Verstärker:
einer Metall- bzw. Blech-Konstruktion, die durch die Saiten in Schwingung
versetzt wird und dabei wie ein Lautsprecher - eben als "Resonator" - wirkt. Bei einem elektrischen Lautsprecher übernehmen dies vereinfacht ausgedrückt (Elektro-)Magneten, welche die Lautsprecher-Membran in Schwingung versetzen.
Auch der Korpus von Resonator-Gitarren bestand anfangs in der Regel aus Metall (Blech oder Edelstahl), später wurden - um noch größere Lautstärken
zu erzielen - auch Holz oder Kunststoff verwendet.
In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts (vor Erfindung der E-Gitarre)
war man auf der Suche nach einer lauteren akustischen Gitarre, die sich
gegen die Bläser und Banjo-Spieler der Big Bands durchsetzen konnte. John
Dopyera, Gitarrenkonstrukteur bei "National", erfand schließlich 1927 die
erste Resonator-Gitarre mit drei akustischen Resonatoren. Bereits ein Jahr
später hatte er die Firma "National" verlassen und brachte unter dem
Firmennamen DOBRO (DOpyera BROthers) zusammen mit seinem Bruder eine
Resonatorgitarre mit Holzkorpus und einem Resonator heraus. Die Firmen
"National" und "DOBRO" fusionierten später und bauten gemeinsam unter
verschiedenen Namen Resonator-Gitarren. 1993 übernahm Gibson die DOBRO
Produktionsstätte in Kalifornien und führt seitdem die Tradition
dieser außergewöhnlichen Instrumente fort. Der Name "Dobro" ist übrigens von
Gibson geschützt und daher dürfen nur von Gibson produzierte
Resonator-Gitarren als "Dobros" bezeichnet werden.
Im Prog-Umfeld dürfte dieses Instrument eher selten anzutreffen sein,
verbreiteter ist es im Bluegrass, Folk, Big-Band-Jazz sowie Blues. (tk)
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Double Bass Drum:
Zum Standard-Schlagzeug gehört in der Regel nur eine große Trommel, die mit einem Fußpedal angeschlagen wird. Drummer, die etwas auf sich halten, benutzen gerne zwei Basstrommeln, um mit spektakulärer Fußarbeit die Grundlage beispielsweise für furiose Soli zu legen. Die double bass drum-Technik ist allerdings keine Erfindung des Rock. Vielmehr war es der Jazzdrummer Louie Bellson, der 1946 nach eigenen Plänen eine Doppel-Basstrommel bauen ließ. In der ZDF-Serie "Superdrumming" konnte man ihn Ende der achtziger Jahre seine Kunst vorführen sehen. Die meisten Rockschlagzeuger, die an der Sendung beteiligt waren, konnten da vom rein Technischen her kaum mithalten, obwohl auch der kürzlich verstorbene Cozy Powell eine Doppel-Basstrommel durchaus zu bedienen wußte. Hochgehalten wurde die Ehre der Rocker aber vor allem von Simon Phillips, der sich mit Bellson eine faszinierende Drumbattle lieferte. (rjg)
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Double Neck Gitarre:
Größer, besser, gut. Musiker mögen's gerne gross und eindrucksvoll. Was dem Keyboarder die Tastenburg, dem Schlagzeuger die Double Bass Drum und dem Bassisten die fünfte Saite (Bassisten sind immer ein bisschen bescheidener...) ist, ist dem Gitarristen die Double Neck Guitar. Dabei handelt es sich um eine Gitarre mit - wie üblich - einem Korpus, aber zwei Hälsen, auf denen unterschiedliche Bespannungen sind. Beliebte Kombinationen sind dabei sechs und zwölf Gitarren-Saiten oder Gitarren- und Bass-Teil. (ug)
Double Bass Drum
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Drehleier:
siehe Hurdy Gurdy (tk)
Hurdy Gurdy
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Drei Akkorde:
Es sind genau die drei Akkorde aus diesem Schlagwort, mit denen Progger nichts zu tun haben wollen und die daher umgekehrt bei vielen anderen (wie Punks) besonders beliebt sind. Rein musikalisch geht es darum, daß sich sehr viele Lieder ausschließlich mit den drei Hauptharmonien einer Tonart begleiten lassen, vorausgesetzt man wechselt diese Tonart nicht und begnügt sich mit sehr anspruchslosen Arrangements. Von dieser Möglichkeit wird von vielen Bands leidenschaftlicher Gebrauch gemacht: Man kommt einfach schneller auf die Bühne, wenn man sich auf das Erlernen von drei Akkorden beschränkt. Zudem scheinen viele Menschen der Auffassung zu sein, die Verwendung von nur drei Akkorden sei eine Gewähr für besonders "ehrliche" Musik. Wer so etwas glaubt, hat eigentlich auch keinen vierten Akkord verdient. (rjg)
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Dual Disc:
Die Dual Disc ist ein beidseitig abspielbares CD-Format, mit einer CD-Audio-Seite und einer DVD-Seite. Die CD-Seite kann allerdings nur bis zu 65 Minuten Musik beinhalten, da die angestrebte DVD-Kompatibilität die verringerte Dicke der CD-Schicht und dadurch eine erhöhte Datenspurbreite mit sich brachte. (Vereinzelt wird berichtet, dass die CD-Seite nicht von allen Playern abgespielt wird, da diese Seite nicht der bisherigen Norm einer Audio-CD entspricht).
Die DVD-Seite der Dual Disc kann theoretisch ebenso bis zu 63 Minuten Musik bieten. Meistens handelt es sich dabei um das jeweilige Album im 5.1-Surround-Mix. Der verbleibende Platz wird in der Regel von einem DVD-üblichen Multimediateil mit Musik-, Bild- und Textdateien belegt. (sz)
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Beiträge von: Thomas Kohlruß (tk), Ralf J. Günther (rjg), Udo Gerhards (ug), Siggy Zielinski (sz)
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