Glossar:
O
Off-Beat:
"Weg vom Beat". Heißt nicht soviel wie "hin zur volkstümlichen Musik", sondern bezeichnet die für die Jazz- und Rockmelodik typische Akzentsetzung "weg vom durchlaufenden Beat", d.h. durch die Betonung von Noten, die nach dem Taktschema eigentlich unbetont sein müßten. In der klassischen Musik begegnet dieses Phänomen unter der Bezeichnung "Synkope". Allerdings zielt der Offbeat im Gegensatz zur Synkope auch auf Akzentverschiebungen, die im herkömmlichen Notensystem nicht mehr notierbar sind. (rjg)
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OOP:
Abkürzung für "Out of print". Ganz streng genommen sind die meisten CDs jederzeit "out of print", also "nicht mehr in Pressung", da nur von den wenigsten Titeln laufend Kopien nachgepresst werden, sondern nach einem Presslauf werden erstmal alle gepressten Titel verkauft, dann folgt der nächste Presslauf (Prog-Titel kommen in der Regel gar nicht so weit...). "Out of print" bedeutet also eigentlich "vergriffen", d.h. alle bisher gepressten Ausgaben sind verkauft und nicht mehr im normalen Handel erhältlich. (ug)
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Optigan:
Optigan nannte sich ein in den frühen 70er Jahren entwickeltes Tasteninstrument. Ähnlich wie beim Mellotron benutzte es gespeicherte Klänge echter Instrumente. Der Unterschied lag in der Art der Speicherung: beim Optigan waren es transparente Scheiben in Größe einer Schallplatte, auf denen die Klänge graphisch repräsentiert waren. Durch diese Scheiben wurde ein Lichtstrahl zu einer photoelektrischen Zelle geschickt, der dabei durch die graphische Information abgeschwächt oder unterbrochen wurde, was eine unterschiedliche Spannung bewirkte. Daher rührt auch der Name, Optigan ist eine Abkürzung für "optical organ". Eine Abbildung findet man hier.
Den Klang eines Optigans kann man auf dem Song "Sentimental Institution" von Steve Hackett (aus "Defector", 1980) hören. (jr)
Mellotron
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Ostinato:
siehe Riff (rjg)
Riff
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Overdubbing:
Das nachträgliche Einspielen eines Instrumental- oder Vokalpartes zu einer bereits bestehenden Aufnahme. Die meisten Rockplatten entstehen im Overdubbing-Verfahren, da es unüblich ist, alle Instrumente auf einmal aufzunehmen. Dies erleichtert einerseits die Kontrolle der einzelnen Stimmen, ermöglicht es immer häufiger aber auch, Platten oder Teile von Platten zu produzieren, ohne alle Musiker dauernd an einem Ort zu versammeln. Wenn doch einmal auf Overdubbing verzichtet, also quasi "live im Studio" gespielt wird, wird dies in den > Liner Notes nicht selten eigens vermerkt, z.B. bei Emmet Chapmans "Parallel Galaxy". Da es nahezu die Regel ist, auch Konzertmitschnitte per Overdub nachträglich zu schönen bzw. Fehler zu tilgen, ist der Begriff "live" in bezug auf CDs sehr dehnbar geworden. Auf "Keys to Ascension" von Yes beispielsweise scheint sehr stark mit Overdubs gearbeitet worden zu sein. (rjg)
Liner Notes
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Beiträge von: Ralf J. Günther (rjg), Udo Gerhards (ug), Jochen Rindfrey (jr)
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