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Glossar:

V



VCS3:


Der EMS VCS3 war einer der ersten portablen Synthesizer, der in einem schicken, L-förmigen Holzgehäuse geliefert wurde. Gebaut seit 1969 war er weiterhin ein vollkommen modularer Synthesizer mit 3 spannungsgesteuerten Oszillatoren, wovon - ähnlich wie beim Minimoog - einer hauptsächlich als LFO, also als Modulationsquelle, vorgesehen war.

Was ihn von anderen modularen Zeitgenossen unterscheidet, ist neben dem kompakten Äußeren hauptsächlich die Patch-Matrix: die einzelnen Komponenten des VCS3 (Oszillatoren, Hüllkurven, Filter, Ringmodulator etc.) wurden nicht via Kabel miteinander verbunden sondern durch Stecken von kleinen Pins in eine 16x16-Matrix, auf der alle Komponenten repräsentiert waren. Ein Keyboard war in der Grundversion nicht vorgesehen, konnte aber genauso wie ein 256-stufiger Sequencer optional zugekauft und mittels Steuerspannungs-Eingang angeschlossen werden.

Angeblich waren die Oszillatoren des VCS3 extrem stimmungs-unstabil, was ihn als Melodie- und Liveinstrument eher untauglich machte. Er erfreute sich aber großer Beliebtheit zur Herstellung abgedrehter Effekte und wegen der Audioinputs, über die man externe Klänge durch seine Klangbearbeitungsmodule schicken konnte, zur Verfremdung von anderen Klangquellen: Pete Sinfield nutzte ihn, um beliebige Kanäle des "King Crimson"-Live-Mixers zu bearbeiten. So wurden z.B. Boz Burrells Stimme oder Ian Wallace' Drums verfremdet (siehe die Collectors' Club CD "Live At Jacksonville 1972").

Bekannte Benutzer waren Pete Sinfield, Brian Eno, Tangerine Dream, Rick Wright, Eddie Jobson, Gong, Jean-Michel Jarre und andere. Übrigens wird der VCS3 seit 1969 fast ununterbrochen hergestellt, auch heute noch Einzelstücke auf Bestellung. (ug)

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VdGG:


Van der Graaf Generator, britische Band. (rjg)

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Vintage:


"Vintage" heisst im Englischen "Traubenernte/Weinlese" oder "Weinjahrgang". Wenn man von "Vintage Sound" spricht, meint man damit aber nicht Aufnahmen von beschwipsten Musikern, ebensowenig wie "Vintage Instrumente" nicht mit Weinflecken versifft sein müssen (aber können...) In übertragener Bedeutung ist gemeint: So wie guter Wein angeblich im Alter immer besser wird, bezeichnet auch "Vintage" etwas, das sich bewährt hat, das seine Qualität trotz Alter bzw. altertümlicher Herkunft bewahrt. Typische Vintage-Sounds für Progger sind etwa Mellotron-, Minimoog-Klänge oder Rickenbacker-Bässe, alles Instrumente und Klänge, die schon vor 30 oder 40 Jahren "in" waren, von ihrer Magie aber nichts eingebüsst haben und dementsprechend auch heute noch gerne - vor allem im RetroProg-Bereich - verwendet werden. (ug)

Rickenbacker; retro; Moog; Mellotron

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Vocoder:


Ein Vocoder ist ein Gerät, welches die Frequenzen zweier akustischer Signale miteinander kombiniert, um dem einen Signal (dem Carrier oder Trägersignal) die Textur des anderen Signals (dem Modulatorsignal) zu geben. Das Trägersignal wird dabei mittels diverser Band-Filter bearbeit, die durch das Modulator-Signal gesteuert werden. Ursprünglich wurde diese Technik von den Bell Laboratories für das Militär entwickelt, um die menschliche Sprache bei Übertragungen zu verschlüsseln.

In der elektronischen Musik wird ein Vocoder häufig zur Stimmverfremdung eingesetzt - obwohl jede Art von Klang als Modulator-Signal eingesetzt werden kann -, etwa um mittels der Stimme elektronische Klänge zu steuern, was den bekannten Effekt des "sprechenden Synthesizers" ergibt. (ap)

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Beiträge von: Udo Gerhards (ug), Ralf J. Günther (rjg), Andreas Pläschke (ap)

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