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Flying Circus

Forth

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010
Besonderheiten/Stil: HardRock; RetroProg
Label: Eigenverlag
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Michael Dorp lead and backing vocals
Lars Frik keyboards
Lorenz Gelius-Laudam electric guitar
Falco Kurtz drums
Michael Rick electric and acoustic guitar, backing vocals
Roger Weitz bass, mandolin, backing vocals, additional keyboards

Gastmusiker

Markus Erren Pardinas stick (on "Mad Woman In The Attic")
Christine Hellweg cletic harp, recorder (on "Forever And A Day"), backing vocals (on "The Rope")
Nanni C. Helmstedt flute (on "The World Is Mine")
Harald Krause keyboards (on CD "Back")
Michael Nolte keyboards (on CD "Back")
Markus Wasen guitar (on CD "Back")

Tracklist

Disc 1
1. The World Is Mine 9:25
2. Draw The Line 4:49
3. In Your Hands 4:05
4. Pride Of Creation 5:37
5. In The Mo(ve)ment 6:47
6. The Rope 4:31
7. Mad Woman In The Attic 5:18
8. Overload 3:21
9. Holy Water 4:48
10. Forever And A Day 6:14
11. You're Waging A War 4:48
Gesamtlaufzeit59:43
Disc 2
1. The Mover   ("Back") 6:07
2. Free 5:24
3. Long Gone By 6:39
4. Southbound 4:53
5. Just A Few Hours 6:26
6. Walk Away 5:57
7. Magic Land 5:49
8. I'll Go My Own Way 6:11
9. Trip To Heaven 4:33
10. Till The End Of Time 5:40
11. The Heat Is On 5:55
12. Roll The Dice 4:06
13. The Show Is Over 4:10
Gesamtlaufzeit71:50


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Zu ihrem 20jährigen Bandjubiläum bringen die Grevenbroicher Flying Circus ihr viertes Studioalbum "Forth" heraus. In diesen 20 Jahren ist das Band-LineUp erstaunlich stabil geblieben, lediglich auf dem Keyboarder-Posten ist ein reger Wechsel zu beobachten, und die bestehenden Bandmitglieder haben immer mal wieder 'ihr' Instrument gewechselt. Kontinuität, die sich in einer gewissen Reife der Musik auf "Forth" widerspiegelt.

Nicht das Flying Circus ihren Stil groß geändert hätten (warum auch?), und schon gar nicht sind Flying Circus in irgendeiner Form "langweilig" geworden, im Gegenteil die Musik der Nordrhein-Westfalen klingt sogar frischer denn je. Aber eben auch irgendwie relaxt, entspannt, sozusagen in sich ruhend, die Band weiß, was sie kann. Flying Circus sind in "ihrer" Musik angekommen, fühlen sich zu Hause und strahlen dieses angenehme Gefühl in aller Deutlichkeit aus.

Dabei rockt "Forth" natürlich wieder wie Hölle. Flying Circus verbinden geschickt klassischen Hard Rock, der seine Inspiration in den 70er Jahren hat, mit vertrackten Passagen des wiederum klassischen Progressive Rock. Dabei liegt die Betonung klar auf ROCK. Fette Gitarren, mit sehr gelungenen Solo-Einlagen, vitales Drumming und ein profunder Bass beherrschen klar die Szene. Die Keyboards dienen eher zur Auffüllung des Klangs und überzeugen mit geschmackvollen Flächen. Dadurch, dass hier nicht die volle Retro-Schiene gefahren wird - wie bei so mancher skandinavischen geistesverwandten Band -, wird die Frische und Aktualität der Musik geschickt betont. Ein Gespür für Hooklines und unblöde Melodien beweist das Sextett auch, allerdings geraten (und auch das ist wie immer) die Refrains schon mal ein bisschen allzu eingängig.

Das "Forth" trotz der teilweisen Umschiffung der Retroschiene den Geist der Inspirationsquellen, vor allem Led Zeppelin und Rush, atmet, liegt vor allem im Gesang begründet. Sänger Michael Dorp verfügt nun mal über dieses Organ, das wie eine Kreuzung aus Geddy Lee und Robert Plant klingt. Da sind deren Stammbands eben immer irgendwie präsent.

Kleine Gimmicks und Ideen, wie Sprachsamples, mal eine orientalische Melodielinie, Gastmusikerinnen an Flöte und keltischer Harfe, runden das Klangbild auf "Forth" ab und setzen interessante musikalische Reize, gerade für Proggerohren. Und Flying Circus geben nicht nur Gas, sondern liefern auch zwei astreine, unkitschige Balladen ab, die das Herz zum Schmelzen bringen. Eine kleine Überraschung ist insbesondere der zweite Song - "Draw The Line" -, der New Artrock-Gefilde streift, vor allem wegen der - in meinen Ohren - deutlich an Barbieri angelehnten Keyboard-Landschaft.

Um das Jubiläum so richtig zur Feier zu machen, haben sich die Grevenbroicher außerdem entschlossen neben neuem Material, alte Songs, die größtenteils noch aus der Zeit vor dem ersten Album "Seasons" stammen, neu aufzunehmen. Dabei wurden die Arrangements und Komposition nicht verändert (auch wenn die Versuchung wohl groß war). Außerdem stießen ehemalige Musiker der Band für die Aufnahmen wieder dazu. Nachzuhören ist das auf der CD "Back", die als Paket mit "Forth" ("20th anniversary box set") erhältlich ist.

"Back" macht Spaß, auch wenn die Musik vielleicht manchmal noch etwas naiv oder 'einfach' wirkt. Aber die musikalische Entwicklung der Band ist hier gut nachzuvollziehen und die musikalischen Vorbilder sind noch viel deutlicher in den Songs wiederzuerkennen. Auf "Back" ist sicherlich noch nicht alles proginfiziert, die Band fröhnt hier noch deutlicher Hard Rock, Rock'n'Roll und schon auch mal Blues Rock. Aber das Album ROCKT ebenfalls wie Hölle und die Spielfreude der Band ist fast mit den Händen zu greifen.

Somit ist klar: Fans (und alle, die sich was Gutes tun wollen) greifen natürlich gleich zu der Box. Gelungen sind beide Alben.

P.S.: Auch die früheren, größtenteils vergriffenen Studioalben der Band wurden im Rahmen des Bandjubiläums wieder neu aufgelegt und sind samt und sonders wieder erhältlich. Tipp!

Anspieltipp(s): The World Is Mine, Forever And A Day
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.2.2010
Letzte Änderung: 6.1.2013
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Flying Circus

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1997 Seasons 9.00 1
2000 Out Of The Waste Land 10.50 2
2004 Pomp 11.00 2
2013 Ones and Zeros - The EP 10.00 1
2016 Starlight Clearing - A Story - 25 Live Edition 11.00 1

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