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Circle

TULIKOIRA

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005
Besonderheiten/Stil: Metal; Postrock; Spacerock; sonstiges
Label: Ektro Records
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Mika Rättö Vocals, Keyboards
Tomi Leppänen Drums
Janne Westerlund Guitars
Jussi Lehtisalo Bass
Janne Tuomi Percussion
Tuomas Laurila Tapes
Jani Viitanen Guitar, Tapes, Loops

Tracklist

Disc 1
1. RAUTAKÄÄRME 7:05
2. TULILINTU 3:50
3. BERSERK 8:03
4. PUUTIIKERI 24:13
Gesamtlaufzeit43:11


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


NWOFHM? Diese sechs Buchstaben, jeder gut 10 cm hoch, sind das einzige Schriftliche, welches im dünnen Beiheft des 2005 erschienen Circle-Albums "TULKIOIRA" zu finden ist. Die Besetzungsangaben, in geradezu winziger Schriftgröße, finden sich hinten unten auf dem Einlegeblatt. NWOFHM? Diejenigen Leser unserer Seiten, die sich in den härteren Musiksparten dieser Welt auskennen wissen, dass NWO für "new wave of" steht und HM natürlich für "heavy metal". F muss dann, dem Ursprungsland von Circle entsprechend, für Finnland stehen. "New wave of finnish heavy metal" also. "TULKIOIRA" ist das erste Album der Finnen, mit dem sie ihren Stil in der Tat mit dem eben genannten Begriff belegen. Metallisches tauchte allerdings schon früher auf den Alben von Circle auf (recht deutlich erstmals auf "Sunrise").

Heavy Metal also? Das Cover passt ja durchaus ins Genre, auch die Art und Weise in der der Bandname in pompösen Blocklettern auf der Rückseite zu finden ist, das Ende des R zu einem Blitz erweitert. Es kracht dann auch ziemlich in "RAUTAKÄÄRME", wenn die ungewöhnliche Einleitung mit seltsam sakral wirkendem finnischem Gesang vorbei ist. Heftiges Gitarreggeriffe und Basstrommelattacken wüten da aus den Boxen, begleitet vom wummernden Bass und flächigen Tastenmustern. Aber schon nach 3 Minuten machen die Metaller einem seltsamen Klangschweben und dezenter Perkussion Platz, in das jemand mit sonor-verfremdeter Stimme geheimnisvolle Texte spricht. Dann arbeiten sich wieder die Metaller nach vorne, zu deren wüten getragen-skandinavischer, vollkommen unmetallischer, fast sanfter Gesang und ein verspieltes Glockenspiel erklingen.

Eine ähnlich seltsame Mischung wird auch auf dem Rest des Albums geboten. Am geradlinigsten und am ehesten reinen Metalschemen entsprechend ist das kurze, ungemein druckvolle "TULILINTU", welches allerdings durch den finnischen Gesang einen ganz eigenen Charakter bekommt. Alles andere auf "TULKIOIRA" ist dagegen eine reichlich seltsames, aber sehr stimmiges Durcheinander von deftigen metallischen Einlagen, repetitivem Postrock, Schwebend-Spacigem, glazialen Ambienteinlagen, freiem Klangdurcheinander, elegischen Rockgemälden, fremdartigen Blueskonstrukten und eigenartigen Gesangseinlagen. Im Gegensatz zu früheren Albem klingt das Ergebnis nicht mehr sonderlich nach Krautrock à la Neu!, doch ist immer noch eine gewisse geistige Verwandtschaft erkennbar.

Aufgeschlossene (Prog)Metaller, Postrockhörer ohne Metalaversionen und Freunde von neokrautigen Seltsamkeiten die nichts gegen heftigeres Geriffe haben, sollten hier einmal reinhören! Konservative Metaller, die mit der NWOBHM aufgewachsen sind, werden aber vermutlich trotzdem nicht allzu viel mit dieser Musik anfangen können!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.3.2010
Letzte Änderung: 3.1.2012
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Ein ziemlich eigenartiges Stilgemisch zeigen die Finnen auf diesem Album. Gut, das ist eigentlich auf den meisten ihrer Alben der Fall.

Die Dreiviertelstunde Spielzeit von Tulikoira verteilt sich auf nur vier Songs, von denen der letzte mehr als die Hälfte der Gesamtzeit einnimmt. Rautakäärme zeigt sich gleich als kontrastreiche Gegenüberstellung von metallischen Parts mit heftig riffenden Gitarren und bedächtigen Passagen, die von einer Art Ethno-Gesang mit rituellen Anklängen begleitet werden. Es folgt ein kurzer Metal-Song mit geschrieenem Gesang, dann geht es in krautig-postrockige Klangwelten. Berserk ist eine seltsam monotone Collage in bester Krautrock-Manier, die sich vorübergehend in weitgehend freie Klänge auflöst. Mit dem stoischen Sprechgesang erinnert es ein wenig an Can.

Schließlich folgt mit dem über zwanzigminütigen Puutiikeri der längste Titel des Albums. Metallisches Riffen wechselt mit neoklassischen Passagen (es sind kurzzeitig Orchesterinstrumente zu hören), elektronischen Klangspielereien, freien Klangcollagen und repetitiven Strukturen. Dazu werden wieder gelegentlich eigenartige Stimmeinlagen eingeworfen, mal in einer Art Sprechgesang, dann wieder wie geflüstert oder geraunt.

Wie für praktisch alle mir bekannten Circle-Alben gilt auch für Tulikoira: es klingt wie kein anderes Album der Band. Was es wiederum zu einem typischen Circle-Album macht.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.12.2017
Letzte Änderung: 6.12.2017
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Circle

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Meronia 11.00 1
1996 Zopalki 10.00 1
1996 Hissi 12.00 2
1997 Fraten 11.00 2
1998 Pori 12.00 1
1999 aNdeXelt. 11.00 1
2000 Prospekt 11.00 1
2001 TAANTUMUS 12.00 1
2002 Sunrise 10.50 2
2002 Alotus 10.67 3
2003 Guillotine 11.00 1
2004 Forest 12.00 1
2004 Golem / Vesiliirto 10.00 1
2006 Miljard 12.00 1
2006 Arkades 10.00 1
2007 Rakennus 9.00 1
2007 Katapult 11.00 1
2007 Panic 10.00 2
2007 Tyrant 11.00 1
2007 TOWER 12.00 1
2008 Hollywood 8.00 1
2008 Triumph 11.00 1
2009 Soundcheck 10.00 2
2010 Rautatie 12.00 1
2011 Infektio 12.00 1
2012 Serpent 10.00 1
2013 Manner 10.00 2
2015 Pharaoh Overlord 11.00 1
2017 Terminal 10.00 1

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