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Kuusumun Profeetta

Hymyilevien Laivojen Satama

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2006
Besonderheiten/Stil: Folk; Postrock; sonstiges
Label: Ektro Records
Durchschnittswertung: 11.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Mika Rättö Vocals, Keyboards
Teemu Majaluoma Guitars, Vocals
Mikko Elo Bass
Veli Nuorsaari Drums, Percussion
Irina Niemalä Sax
Samuli Peltoniemi Trumpet

Gastmusiker

Sanna Mansikkaniemi Violin, Vocals
Suvi Hänninen Clarinet
Anna-Marie Grundström Cello
Katja Haavisto Viola
Michael Ertz Violin
Martti Anttila Vocals
Mika Keitel Vocals
Harri Kerko Percussion, Keyboards, Orchestration
Erno Haukkala Trombone, Tuba
Olli Tautainen Accordion
Juho Hannikainen Sax
Jenni Saaristo Flute
Petteri Rajanti Banjo, Vocals, Accordion, Sampler

Tracklist

Disc 1
1. Hän jota ei koskaan ollutkaan 9:28
2. Syysaika 5:43
3. Binääripyhimys 3:45
4. Oi sydämiä särkevä Valentine 5:58
5. Mies muistoja varten 5:49
6. Tunnit muuttuu minuuteiksi 7:33
7. Ammeellinen kyyneleitä 6:06
8. Vanhat sääret 3:01
9. Hymyilevien laivojen satama 6:16
10. Hattu ja kompassi 4:40
Gesamtlaufzeit58:19


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


"Hymyilevien laivojen satama" ... die ersten vier Minuten werden fast nur von verschiedenen Sängerinnen und Sängern bestritten. Finnische Gesänge, leicht dissonant, vielschichtig und voluminös gleiten hier durcheinander. "Hän jota ei koskaan ollutkaan" beginnt wie ein modernes zeitgenössisches Chorwerk von eher düsterer, dabei seltsam sakraler Atmosphäre. Dann rockt das Ganze plötzlich los.

Musikalischen Stillstand kann man Kuusumun Profeetta sicher nicht vorwerfen. Das vierte Album der Band aus Pori klingt deutlich anders als die Vorgänger. Trotzdem ist immer ein sehr eigenes, auf jedem Album klar auszumachendes, sehr charakteristisches Element vorhanden, das wohl zu großen Teilen von Mika Rättös Gesang bestimmt wird. Eine ganze Ladung Sänger, Streicher und Bläser haben Kuusumun Profeetta für die Aufnahmen von "Hymyilevien laivojen satama" ins Studio gebeten. Dazu kommt die Stammbesetzung aus E-Gitarre, Tasten, Bass, Schlagzeug, Sax und Trompete. Und natürlich Mika Rättös Stimme.

Das Ergebnis ist wohl immer noch eine Art von Postrock, allerdings ein reich instrumentierter Postrock mit jazzigen (immer leicht Canterbury-beeinflusst), folkigen, erdig-rockigen und klangvollen, mitunter fast kammerprogressiven Momenten. Dabei ist das Ganze sehr songorientiert, bewegt sich doch Rättös Stimme immer im Mittelpunkt des Geschehens. Aufs erste Hören schlicht wirkende, aber nichtsdestotrotz angeschrägte und komplex arrangierte Rocksongs voller seltsamer Klangfarben (man höre z.B. "Binäätiphimys") stehen neben ausladenden Chor-Kammerpostrockexkursen (z.B. das schone erwähnte "Hän jota ei koskaan ollutkaan"), getragenem Folkpostrock ("Syysaika" wäre da ein Beispiel), treibenden jazzig-rockigen Exkursen mit folkigem Gesang (man lausche z.B. "Tunnit muuttuu minuuteiksi"), wunderschönen traurig-entspannten Liedern mit prägenden Trompeten- und/oder Saxeinlagen (wie wär's' mit "Ammeellinen kyyneleita"?) und dramatisch-leidenschaftlichen Brass-Jazz-Postrockhymnen (das grandiose "Mies muistoja varten"). Ich habe immer noch nicht die geringste Ahnung wovon Mika Rättö hier singt, doch beeinträchtig dies den Musikgenuss in keinster Weise (obwohl ich inzwischen ernsthaft darüber nachdenke irgendwo einen Finnischkurs zu belegen). Der sehr eigene finnische Gesang gibt dem Ganzen jedenfalls erst die richtige Würze.

"Hymyilevien laivojen satama" ist ein weiteres beeindruckendes Album mit einer ganz eigenen, modernen (versehen allerdings - so kommt es zumindest dem Rezensenten vor - mit einem starken traditionell-folkigen Element), progressiv-postrockigen Musik aus Finnland, die ich jedem aufgeschlossenen Klangabenteurer empfehlen möchte, der sich nicht daran stört, dass er kein Wort von dem versteht, was hier sehr expressiv und ausdrucksstark vorgetragen wird. Es wäre wirklich an der Zeit, dass die an progressiven Klängen interessierte Welt von Kuusumun Profeetta Notiz nimmt!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.10.2010
Letzte Änderung: 12.8.2017
Wertung: 12/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Ein erster Kontakt mit der Musik der Finnen führte bei mir zu eher verhaltener Begeisterung. Das hielt mich jedoch nicht davon ab, mir auch noch das Album mit dem schönen Titel Hymyilevien laivojen satama zuzulegen - und siehe (oder höre) da, es ist von ganz anderem Kaliber.

Das um ein Dutzend Gastmusiker, meist an Streich- und Blasinstrumenten, verstärkte Sextett aus dem im Südwesten Finnlands gelegenen Pori zeigt sich hierauf stilistisch vielseitiger, bewegt sich dabei meist im Spannungsfeld zwischen folkigen Klängen (nicht unbedingt finnischer Natur) und postrockigen Anleihen. Die Bläser bringen gelegentlich einen Anflug von canteburieskem Jazz rein, dazu gibt es gelegentlich Ausflüge in RIO-ähnliche Bereiche (etwa in Tunnit muuttuu minuuteiksi, das sich streckenweise fast schon in freie Klänge auflöst). Meist hat die Musik dabei etwas leicht Verschrobenes, was durch den Gesang von Mika Rättö noch verstärkt wird. Die Art, wie er die Texte bisweilen voller Inbrunst deklamiert, und der für uns reichlich exotische Klang der finnischen Sprache sind sozusagen das Sahnehäubchen auf dieser Musik.

Sicher, es gibt verrücktere Bands, gerade auch aus Finnland. Dennoch macht der leicht verschobene Folk-Jazz-Postrock dieses Albums außerordentlich viel Spaß.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.10.2018
Letzte Änderung: 10.10.2018
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Kuusumun Profeetta

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2001 Kukin Kaappiaan Selässään Kantaa 12.00 1
2002 Jatkuvasti maailmaa pelastamaan kyllästynyt supersankari 10.00 2
2004 Sanansaattaja Oraakkeli Salamurha Hyökkäysvaunu 11.00 1
2006 Riemun ja kurjuuden sälekaihtimet 9.00 1
2008 Lyhtykuja 12.00 1
2012 Huutoja hiljaisesta huoneesta 11.00 1

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