SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
25.5.2013
Lazuli - Live @ l'Abeille rôde (DVD)
Hawkwind - Space Bandits
Space Debris - She's a Temple
Djam Karet - The Trip
Thierry Zaboïtzeff - Sixteenth
24.5.2013
Ash Ra Tempel - Seven up
22.5.2013
Sound of Contact - Dimensionaut
20.5.2013
São Paulo Underground - Beija Flors Velho e Sujo
Rikard Sjöblom - Cyklonmannen
Massacre - Love Me Tender
Robert Jürjendal - Source of Joy
Yes - Going For The One
19.5.2013
Richard Pinhas - Desolation Row
Øresund Space Collective - Slip into the Vortex
Kshettra - i
Thierry Zaboïtzeff - Planet Luvos
18.5.2013
Arco Iris - Agitor Lucens V
Elora - Crash
ARCHIV
STATISTIK
19223 Rezensionen zu 13027 Alben von 4925 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Daal

Destruktive Actions Affect Livings

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: Ambient; Elektronische Musik; RetroProg; RIO / Avant
Label: Agla Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Alfio Costa grand piano,mellotron,minimoog,hammond organ,synthesizers and samples
Davide Guidoni percussives,samples

Gastmusiker

Riccardo Paltanin electric fiddle
Guglielmo Mariotti bass,vocals
Ettore Salati sitar
Pensiero Nomade oud
Alessandro Papotto horns
Bobo Aiolfi bass

Tracklist

Disc 1
1. Redroom 2.30
2. Anarchrist 7.00
3. Noises from an interlude 2.07
4. Level 6666 5.20
5. The dance of the drastic navels part II 16.35
6. Cry hologenic 4.07
7. Aglatarium 4.15
8. Destruktive actions affect livings 10.00
9. Memories of old pictures 7.00
Gesamtlaufzeit58:54


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Daal ist ein Nebenprojekt des Schlagzeugers Davide Guidoni und des Keyboarders Alfio Costa. Trotz der zahlreichen Verbindungen zu der italienischen Progszene, die sich u.a. in der Liste der Gastmusiker wie Gugliemo Mariotti (The Watch) oder Alessandro Papotto (Banco) niederschlagen, hat die Musik von Daal weitaus mehr zu bieten, als etwa nur traditionellen Retroprog. Vielmehr verbinden die meisten Instrumentals (gesungen wird nur in einem Stück) die geheimnisvoll-atmosphärische Welt der Elektronik- und Ambient-Musik mit Elementen von Retroprog. Oder umgekehrt. Gelegentlich wird das Klangspektrum auch um Jazzrock und Avantgarde erweitert. In Stücken wie "Anarchrist" gelingen die Übergänge zwischen intensivem, leicht schrägem Progressive Rock für Keyboards (darunter auch Mellotron) und Schlagzeug und spartanischen Elektronik-Ambient-Passagen. Auf die "The dance of the drastic navels part 2" eröffnenden Gesangsbeiträge folgen einige Minuten an eigensinnigem Avant-Prog-Elektronik-Rock, bis die dunklen Wolken weiterziehen, um dem vergleichsweise traditionellen Retroprog mit Geigensolos Platz zu machen. "Noises from an interlude" streift Bereiche wie Musique concrete und Dark-Ambient. In "Level 6666" wird finster-unheimlicher Symphoprog geboten, bei dem Klavier, Mellotron und Sitar die wichtigsten Rollen übernehmen.

Die Neigung des Duos einen Soundtrack zu einem Horrorfilm erschaffen zu wollen dürfte auch Freunde der Formation Goblin ansprechen. Allerdings beschäftigt sich "Destruktive Actions Affect Livings" thematisch mir dem Horrorpotential, das uns das tägliche Leben bietet. Darunter mit dem Verlust von uns nahe stehenden Menschen, Kommunikationsproblemen mit denselben, mit den Schwachen wiederfahrende Ungerechtigkeit sowie mit den gar nicht beabsichtigten destruktiven Handlungen in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Wenn ich die noch auf dem Infozettel ebenso genannten unheilbaren Schmerzen geistiger Art hinzufüge, so ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Klangwelt von Daal sehr oft depressiv, leicht paranoid und düster anmutet und bestenfalls als schwermütig zu bezeichnen ist.

In "Cry hologenic" wird zusätzlich zu Keyboards, Schlagzeug und Didgeridoo mit cineastischen Klangcollagen gearbeitet. Mit "Aglatarium" wird doch leicht überraschend luftige und nicht besonders originelle Fusion-Musik angestimmt, bei der die Klarinettensolos bestimmend sind. Glücklicherweise kommt nach wenigen Minuten keyboardorientierter Retroprog dazu. Der erste Teil des Titeltracks besteht aus disonant-minimalistischen, sich ständig wandelnden Keyboardfiguren, die von Tabla begleitet werden. Darauf folgt ein rhythmusfreier Avant-Jazz-Teil für Blasinstrumente, elektronische Effekte und Perkussion, der bald von leicht paranoid wirkendem Teil für Klarinette, Sequencer und Samples abgelöst wird. "Memories of old pictures" bringt noch eine Überraschung: Daal werden in dem Stück für Piano und Klarinette zum Abschluss der CD noch richtig romantisch. Dieses hält das Duo aber nur drei Minuten lang durch. Danach wird daraus im Mittelteil von "Memories" atmosphärischer Elektronik-Rock, ein Soundtrack für Seltsames und Unheimliches.

Was Daal auf ihrem Zweitwerk da bieten, ist für meine Begriffe eine sehr kreative und originelle Verbindung von Progressive Rock und Elektronik, bei der Schöngeistiges und Romantisches zu absoluten Ausnahmeerscheinungen gehören.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.4.2011
Letzte Änderung: 3.4.2011
Wertung: 12/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Daal

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2009 Disorganicorigami 11.00 1
2012 Dodecahedron 11.33 3

Zum Seitenanfang

© 1999-2013; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum