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Reform (Swe)

Reveries of Reform

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: Canterbury; Jazz; Jazzrock / Fusion; RetroProg
Label: Transubstans Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jesper Bergman Electric bass, vocals
Anders Bergman Drums
Peter Åkerberg Electric Guitar
Mattias Lennestig Keyboards
Magnus Ramel Keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Another Happy Landing 8.03
2. Tax Vobiscum 6.23
3. Mitsuhirato 7.05
4. I Furuskogen 8.12
5. Nuclear War 6.22
6. The Faithful 7.49
Gesamtlaufzeit43:54
Disc 2
1. Madame Riot Lajath 10.22
2. Little Vienna 9.14
3. Align 9.48
4. Three Part Dream 7.09
5. Uncle Urri II 6.24
6. From The Hilltop And Beyond 19.44
Gesamtlaufzeit62:41


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


"Reveries of Reform", Träumereien von Reform nennt sich das sechste Album des schwedischen Quintetts Reform. Und das sind überwiegend sehr angenehm dahinfliessende, durch Canterbury und Jazzrock inspirierte musikalische Träumereien, die bei aller Entspanntheit und hörbar positiver Einstellung doch keinen banalen Eindruck vermitteln.

Schon in dem eröffnenden "Another happy landing" begrüssen einen perlende E-Pianos, helle Synthesizersolos, fröhliche Glöckchen, ein möglicherweise ein wenig durch Alan Holdsworth beeinflusster Gitarrist und ein positives Hauptthema. Das Ganze wird aber derart solide dargeboten, dass mir der harmonische Jazz-Fusion-Canterbury-Prog von Reform viel Spaß bereitet. Bei Reform ist es ungefähr so wie bei Weather Report: es gibt keine Solisten, alle versuchen gleichzeitig möglichst viel zum schlüssigen Ganzen beizutragen, ohne sich gegenseitig in die Quere zu kommen. Ungewohnt sind da immerhin einige Solos von Mundharmonika. Ungewohnt sind auch sich perfekt ergänzenden zwei Keyboarder sowie die elektronischen Übergänge, die alle Stücke miteinander verbinden. In "Tax Vobiscum" kommen dezente Funk- und Rock-Elemente hinzu, so dass die Intensität der teamorientierten Improvisationen beinahe Dimensionen von Mahavishnu Orchestra erreicht. Bei "I furuskogen" handelt es sich ursprünglich um ein schwedisches Volkslied, dessen naives Thema bei Reform durch psychedelisch-mystische Arrangements angereichert wird.

Nach vier Instrumentals singt ein Herr in dem nach Bands wie Caravan klingenden "Nuclear War" Texte wie "I need more nuclear war". "The Faithful" bietet neben Fusion-Jams auch einige rockige Akkordfolgen von der Gitarre, etwas sehr Seltenes im Reform-Universum. In Teilen von "Madame Riot Lajath" wird auf die Kollektivität a la Weather Report zugunsten von Gitarren- und Synthesizersolos verzichtet. "Little Vienna" ist so etwas wie eine gemütlich-melödiose Fusion-Ballade, die für meine Begriffe auch etwas kürzer sein könnte. "Align" bietet episch-psychedelischen Prog-Spacerock mit Gesang. Alles recht untypisch für "Reveries of Reform" und möglicherweise (neben dem abschliessenden Longtrack) mein Favorit auf dem Album. Für die vielen Stücke denken sich die Musiker Kleinigkeiten aus, die man von ihnen nicht unbedingt erwartet hätte. In "Three part dream" sind es repetitiv-monotone Gitarrenakkorde, zu denen es die üblichen Improvisationen gibt. Die Stücke von Reform brauchen in der Regel auch mehrere Minuten um ihre Stärken zu entfalten. Nach dem harmlosen "Uncle Urri II", das seine Stärken bis zum Ende nicht entfalten könnte, entfaltet der Longtrack "From the Hilltop and beyond" langsam seine gelungene Synthese von Jazz, Fusion, Psychedelic und symphonischem Progressive Rock.

Insgesamt ist die Doppel-CD "Reveried of Reform" etwas für geduldige Hörer, die den Stücken Zeit geben möchten. Falls man sich zu Freunden von Canterbury und Progfusion zählt, kann sich die Geduld im Falle von Reform lohnen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 31.10.2011
Letzte Änderung: 31.10.2011
Wertung: 10/15

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