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Circle

Panic

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Elektronische Musik; Punk
Label: Ektro Records
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Sikiö Bass, Vocals
Junttura Guitars
Mätky Drums, Effects
Klinga Präpierde Synths

Tracklist

Disc 1
1. Black tape 5:41
2. State powder 3:41
3. Pigs in the paper 3:29
4. Neverending dinner 0:38
5. Good day rising 0:59
6. Feed my rabbit 1:02
7. U.M.F.G. horsemen 1:25
8. We must breathe 1:44
9. Misheritage 1:09
10. Tunnel 11:49
11. And far away 14:04
Gesamtlaufzeit45:41


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


So um die sieben Alben haben Circle 2007 veröffentlicht, drei Studioalben und mindestens 4 Livescheiben. "Panic" ist davon sicher das seltsamste. Das schwarzweiße Cover würde erst einmal auf einen metallischen oder punkigen Inhalt schließen lassen (was auch gar nicht so falsch wäre). Ein gelber Aufkleber verkündet: "Circle - Finnland Speed-Kraut Pioneers, with members of Sorto Ja Riisto, Saaste, Nykyinen Kehitys, The Spiders and Suuomen Ruutivarasto". Den knappen Besetzungsangaben ist zu entnehmen, dass hier Junttura, Sikiö, Mätky und Klinga Präpierde zu hören sind. Ist das hier also gar kein Circle-Album?

Doch, ist es! Sikiö ist Jussi Lehtisalo, Junttura Janne Westerlund, Mätky Tomi Leppänen und Mika Rättö nennt sich Klinga Präpierde. Die vermeintlichen Bands auf dem gelben Aufbapper gibt es übrigens nicht. Alles hier ist von Circle und alles ist reichlich seltsam.

Die ersten drei Nummern sind fast ganz elektronisch. Synthesizerlastige Ambientklänge fließen hier aus den Boxen, klangvoll, statisch und voluminös, ab und zu angereichert mit kernigem Pianogeklimper und gefegten Trommeln. Mit "Pigs in the paper" nimmt die Musik etwas an Fahrt auf, bleibt aber ganz in repetitiv-monotonen, elektronisch-krautigen Gefilden. Dann kommt der Punk. Die nächsten sechs "Miniaturen" sind reinrassige, ausgesprochen derbe Punksongs, die allerdings mit einigen gar bizarren Elektroniksounds angereichert wurden. Welch Krachlichkeit!

Hat man "Misheritage" überstanden, wird man in "Tunnel" über 10 Minuten lang mit sonorem Brummen und Rauschen beschallt. Tief verborgen in diesem Klangmeer bewegen sich zudem flächige Synthesizerlinien auf und ab. "And Far Away" bietet dann fast 15 Minuten lang muntere, dichte dahin tackernde, aber auch sehr repetitive Synthesizermuster.

Was das alles soll? Keine Ahnung. Es ist aber irgendwie kultig. Punk trifft auf Krautelektronik. So etwas kann ja nur aus Finnland kommen! Seltsam ... aber gut!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.2.2012
Letzte Änderung: 20.2.2012
Wertung: 10/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Meine Güte, was ist das denn? Man ist ja von Circle manche Verrücktheit gewohnt, aber Panic stellt alles in den Schatten. Als unbedarfter Hörer könnte man glatt meinen, eine Fehlpressung erwischt zu haben, bei der versehentlich mittendrin ein paar Stücke einer völlig anderen Band reingepackt wurden.

Mit drei recht kurzen Elektronik-Stücken geht es los. Black Tape erinnert mit impressionistischen Einwürfen des Klaviers zu einem gemächlichen Sequencerpattern etwas an die Klänge aus dem Weserbergland, die bedächtig wogende und doch voluminöse Klangfläche von State Power könnte auch aus der Anfangszeit von Tangerine Dream stammen, und mit dem flotten Sequencer von Pigs in the Paper geht es in Richtung Berliner Schule.

Urplötzlich bricht dann die Apokalypse über den Hörer herein. Neverending Dinner bildet den Auftakt zu einer Reihe waschechter Punksongs, alle so um eine Minute lang und direkt aneinander geklatscht. Simples, derbes Geschreddere, herausgekotzter Gesang, dazu im Hintergrund ein bisschen elektronisches Gequietsche. Tja, und nach Misheritage ist das ebenso plötzlich wieder vorbei und es folgen zwei längere elektronische Stücke, das Ambient-artige Tunnel und das von pulsierenden Sequenzen geprägte And Far Away, die beide nahtlos ineinander übergehen.

Panic dürfte von den mir bislang bekannten Circle-Alben (ein Bruchteil ihrer Diskographie) das bekloppteste sein. Aber das Bekloppte ist auch gerade das Coole daran.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.12.2017
Letzte Änderung: 4.12.2017
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Circle

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Meronia 11.00 1
1996 Zopalki 10.00 1
1996 Hissi 12.00 2
1997 Fraten 11.00 2
1998 Pori 12.00 1
1999 aNdeXelt. 11.00 1
2000 Prospekt 11.00 1
2001 TAANTUMUS 12.00 1
2002 Alotus 10.67 3
2002 Sunrise 10.50 2
2003 Guillotine 11.00 1
2004 Golem / Vesiliirto 10.00 1
2004 Forest 12.00 1
2005 TULIKOIRA 10.50 2
2006 Miljard 12.00 1
2006 Arkades 10.00 1
2007 Tyrant 11.00 1
2007 TOWER 12.00 1
2007 Katapult 11.00 1
2007 Rakennus 9.00 1
2008 Hollywood 8.00 1
2008 Triumph 11.00 1
2009 Soundcheck 10.00 2
2010 Rautatie 12.00 1
2011 Infektio 12.00 1
2012 Serpent 10.00 1
2013 Manner 10.00 2
2015 Pharaoh Overlord 11.00 1
2017 Terminal 10.00 1

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