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Muse

The 2nd Law

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: ArtPop; New Artrock
Label: Warner Brothers
Durchschnittswertung: 8/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Matthew Bellamy Gesang, Gitarre, Keyboards, Synthies, Orchesterarrangements
Christopher Wolstenholme Bass, Synthies, Backgroundgesang, Lead-Gesang (Tracks 10,11)
Dominic Howard Schlagzeug, Percussion, Synthies

Tracklist

Disc 1
1. Supremacy 04:55
2. Madness 04:39
3. Panic Station 03:03
4. Prelude 00:57
5. Survival 04:17
6. Follow Me 03:51
7. Animals 04:23
8. Explorers 05:48
9. Big Freeze 04:41
10. Save Me 05:09
11. Liquid State 03:03
12. The 2nd Law: Unsustainable 03:47
13. The 2nd Law: Isolated System 04:59
Gesamtlaufzeit53:32


Rezensionen


Von: Sebastian Hauck @ (Rezension 1 von 2)


Muse tendieren ja in letzter Zeit gerne dazu, den geneigten Hörer herauszufordern. Der kratzige, beißige Sound, mit dem sie groß geworden sind, ist immer mehr verdrängt worden. Zuletzt musste (oder wollte) die Band sogar Vergleiche mit Queen aushalten. Dann kam der Teaser zum Album 'The 2nd Law', und wieder waren Fans und Kritiker erstaunt bis vor den Kopf gestoßen. Eine Mischung aus cineastischen Orchesterklängen und Dubstep wurde zusammen mit der Meldung veröffentlicht, dass der Sound des neuen Albums überraschend anders sein würde. Die neue Muse, ein Dubstep-Album?

Nicht ganz, auch wenn die Briten vor Experimentierfreude nur so strotzen. Der erste Song hätte auch gut und gerne auf einem der beiden Vorgänger-Alben enthalten gewesen sein. 'Supremacy' überzeugt mit groovigem Gitarrensound und der eindringlichen bis fast schon überzogen schrillen Stimme von Matthew Bellamy, was sich zu einer eingängigen Kombination entwickelte. Das anschließende 'Madness' wiederum war etwas von diesem neuen, angekündigten neuen Sound. Poppiges, elektronisches Schlagzeug und verzerrte bassige Dubstep-Synthies bilden den Klangteppich, die Bühne, auf der Sänger Bellamy sich zunächst zurückhält, aber immer wieder durch polyphone Stimmakkorde im Queen-Stil und ein kratziges Gitarrensolo Akzente setzt. Trotzdem bleibt der Balladencharakter des Stückes erhalten. 'Panic Station' dagegen ist ein recht solider Rocksong, knackig, mit Posergesang, wie Elvis es nicht besser gemacht hätte, und Trompetenunterstützung im Refrain. Das Vegas-Flair steht dem Song aber sehr gut.

Kitschige Streicher eröffnen für 'Survival', den offiziellen Olympia-Song für London 2012. Sperrig, mit langer und nicht gerade einfach zu hörender Akkordfolge, steigert sich der Song zunächst leise beginnend zu einem Klangfestival, das sich wieder einmal in die Queen-Ecke stellen lässt. Zum Ende hin wird der Song noch etwas kratzig, mit klirrenden Gitarren, so dass es nicht verwunderlich ist, dass dieses recht komplexe Machwerk während der olympischen Spiele nicht wirklich oft in den Radiostationen gespielt wurde. Der Song hat kein Mainstream-Potenzial, ist aber, von der künstlerischischen Seite aus betrachtet, gut.

Es schließt sich 'Follow Me' an, mit technoidem Beat und wieder einmal Dubstep-Elementen. Die für die Band typische Eingängigkeit der Melodieführung sorgt dafür, dass der Song trotzdem hörbar bleibt. Etwas mehr Natürlichkeit hätte dem Stück allerdings auch gut zu Gesicht gestanden, dessen Ende an die verzweifelten Schreie von Bono in wahrscheinlich der Hälfte aller bekannten U2-Songs erinnert. 'Animals' ist wieder ein eher typischer Muse-Song. Interessant gemacht, mit dem Cembalo im Hintergrund, der verspielten Gitarre, und der guten Spannungskurve des Songs, der nie wirklich laut wird, aber dennoch Kraft und Stärke entwickelt.

'Explorers' nimmt den Fuß noch ein wenig mehr vom Gas, eine leicht kitschige, theatralische Ballade, qualitativ gut, aber vielleicht eine Spur zu dick aufgetragen im ersten Teil. Mit Einsetzen des Schlagzeugs wird es besser. 'Big Freeze' ist ein guter Song, gut geschrieben, und auch gut umgesetzt, geradlinig, rockig, fast wie aus den besten Zeiten der Band. Aber eben nur fast, zum Ende hin wirkt der Song ein wenig kraftlos, es fehlt ein wenig der Druck. 'Save Me' beginnt wieder sehr kitschig, sphärisch, baut sich dann aber weiter auf und wird nach schwacher Anfangsphase ganz interessant. Drängender Beat, mehrstimmiger atmosphärischer Gesang, daraus entsteht ein recht intensiver Refrain, der allerdings in der Strophe wieder etwas ausgebremst wird. Gesungen hat diesen Song übrigens Bassist Chris Wolstenholme, genau wie auch das folgende 'Liquid State', das nochmal rockig daherkommt und an frühere Zeiten erinnert, durch Geradlinigkeit und Drive besticht und damit eines der Highlights des Albums ist.

Abgeschlossen wird das Album vom Titelstück 'The 2nd Law' in zwei Teilen. 'Unsustainable' ist der eingangs schon erwähnte Teaser, 'Isolated System' greift das Thema auf, aber statt der zerrissenen Dubstep-Elemente geben die technioden Beats und das sich wiederholende Klavierthema dem Stück einen eher atmosphärischen Charakter.

Was soll man nun halten von so einem Album? Experimentierfreudig war die Band, ob das gut ist, bleibt Geschmackssache. Es sind wenige Songs dabei, die vollkommen überzeugen, auch wenn das Album insgesamt abwechslungsreich und handwerklich durchaus gut gemacht ist. Aber es ist auch an vielen Stellen etwas zu viel und an den falschen Stellen etwas zu wenig. Mix und Produktion sind zu weich. Die Stücke sind an vielen Stellen zu durchdacht, allerdings im negativen Sinn; zu viel Kopf vergisst das Herz. Es ist eigentlich zu gut, um zu sagen, dass es ein schlechtes Album ist. Aber ein wirklich gutes ist es leider auch nicht.

Anspieltipp(s): 'Supremacy', 'Animals', 'Panic Station'
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.12.2012
Letzte Änderung: 5.12.2012
Wertung: 7/15

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Von: Markus Peltner @ (Rezension 2 von 2)


„The 2nd Law“ heißt das sechste Studioalbum der englischen Rockband Muse. Es wurde am 1. Oktober 2012 auf dem Platenlabel Warner Bros. veröffentlicht. Der Titel des Albums bezieht sich auf das zweite Gesetz der Thermodynamik und das Cover-Art des Albums enthält eine Karte der Hirnströme, die dem „Human Connectome Project“ entnommen wurde. Die Aufnahme des Albums begann im Oktober 2011 und endete erst fast ein Jahr später, im August 2012. „The 2nd Law“ enthält insgesamt dreizehn Titel, fünf davon wurden als Singles ausgekoppelt. Das waren die Lieder „Survival“, „Madness“, „Follow Me“, „Supremacy“ und „Panic Station“.

Die Freude über „The 2nd Law“ fält dabei nicht uneingeschränkt positiv aus. Dieser progressive Ansatz in der Musik von Muse auf früheren Veröffentlichungen war deutlich einem sehr viel angepassteren und auch anbiedernderen Sound gewichen. Zum Teil wildert die Band sogar in den Gefilden des Synthie Pop. Vieles auf „The 2nd Law“ klingt sehr viel massentauglicher und auch fast durchgängig radiokonform. Trotzdem ist die Musik auf diesem Album noch eindeutig mit dem Stempel „Muse“ versehen. Das liegt jedoch nicht nur am unverwechselbaren Gesang des Matthew Bellamy, auch sonst erklingen viele Arrangements und Sounds noch ganz in dem so typischen Stil von Muse. Manchmal nahe am Bombast vorbeischrammend ist die Musik zu jedem Zeitpunkt und in jedem Lied eingängig und melodiös gehalten und manchmal dabei zudem tanzbar.

Zwar überzeugt Vieles nicht restlos auf „The 2nd Law“, doch die Scheibe verfügt durchaus auch über Höhepunkte. Da wäre zum einen gleich der zunächst rockige Opener „Supremacy“ zu nennen, der mit verschiedenen Atmosphären spielt und bei dem die Streicher wunderschön in die sanften, wie die rockigen Abschnitte mit integriert wurden. „Survival“ erhält viel Spannung durch den Chorgesang und klingt genau dadurch auch sehr intensiv. Das Lied „Animals“ geht sehr gut ins Ohr und schließlich ist da das letzte Lied des Albums, der zweite Teil des Titelliedes „The 2nd Law: Isolated System“. Genau diese Instrumental-Nummer geht noch am weitesten in die Richtung des Art Rock, ist sehr vielschichtig aufgebaut, klingt bereits beim ersten Mal des Hörens überzeugend und verfügt über einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Ein klasse Lied, der Höhepunkt auf „The 2nd Law“. Das entsprechende Video zum Lied ist durchaus die dafür zu investierenden fünf Minuten Lebenszeit wert.

Fazit: Auch wenn das sechste Studioalbum der englischen Band Muse mit dem Titel „The 2nd Law“ etwas massenkompatibler geworden ist, so bleibt es doch ganz eindeutig ein Muse-Album. Nicht alles darauf ist zwar begeisternd, doch einige Höhepunkte lassen sich allemal auf dem Album entdecken. Zwischen Synthie Pop in Ausnahmefällen und spannendem Art Rock bietet „The 2nd Law“ seinen Hörerinnen und Hörern eine ganze Menge an abwechslungsreicher Musik.

Anspieltipp(s): Supremacy, The 2nd Law: Isolated System
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.5.2018
Letzte Änderung: 5.5.2018
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Muse

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2001 Origin Of Symmetry 11.50 2
2006 Black Holes & Revelations 9.33 3
2009 The Resistance 9.00 1
2015 Drones 9.00 1

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