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Yagull

Films

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazz; Postrock; sonstiges
Label: Zozemusic / Moonjune Records
Durchschnittswertung: 7/15 (1 Rezension)

Besetzung

Sasha Markovic Guitars, Bass, Percussion, Voice, Keys
Lori Reddy Flute 2,6,9,14
Sonia Choi Cello 1,7,14
Eylon Tushiner Sax 3,13
Josh Margolis Drums, Keys 14

Tracklist

Disc 1
1. Dark 4:11
2. Los Pajaros 3:06
3. East 4:02
4. T Feel 2:47
5. Summerdreamer 2:46
6. Pulse 3:21
7. Sound Of M 2:16
8. River 3:14
9. White Room 4:51
10. Sabbath Bloody Sabbath 4:05
11. April 3:29
12. Yagull 3:50
13. Mosquita 4:08
14. Distance 6:07
15. Dark (Reprise)


Rezensionen


Von: Harald Schmidt @


Moonjune kennt man als Label, das sich um abgefahrene Undergroundthemen kümmert wie instrumentalen schizoiden Jazz-Metal oder Projekte, die mit Soft Machine direkt zusammen hängen bzw. davon inspiriert sind. Yagull hingegen werden zwar als „Acoustic power project“ angepriesen, können das Versprechen der Plattenfirma aber nicht wirklich einlösen und wirken im Kontext der übrigen Veröffentlichungen bei Moonjune aufgrund ihrer Harmlosigkeit ein wenig verloren.

Das Instrumentarium der New Yorker um Gitarrist und Bandchef Sasha Markovic klingt erstmal gut: Flöte, Streicher, Saxophon plus diverse akustische Gitarren – damit sollte etwas anzufangen sein, wenn man das Album „Films“ betitelt und im ersten Stück kommt das auch sehr gut rüber, wenn z.B. zunächst die Streicher das Thema interpretieren, die Akustische zart begleitet und dann die Rollen getauscht werden. Das klingt nach leicht kammermusikalischem Setup mit cineastischem Charakter.

In der Folge kann man den geweckten Erwartungen aber nicht ausreichend gerecht werden. Man musiziert ernsthaft, technisch einwandfrei – aber je Stück wird genau ein Thema ausgebreitet und ebenso ansprechend wie leider auf Dauer auch etwas vorhersehbar interpretiert. Es fehlen in diesem „Unplugged“-Rahmen schlicht die etwas besonderen Einfälle, die Variabilität oder auch einmal ein akustischer Ausbruch. Einen Aufwecker würde man sich wünschen, selbst wenn man die CD zur Untermalung einer gediegenen Lesestunde einlegt. Interessanter wird es immer, wenn die Streicher oder auch einmal die Gebläsefraktion zart gegen die allgegenwärtige akustische Gitarre behaupten möchten – aber auf ein freies Moment, ein explosiv-überraschendes Ausrufezeichen wartet man vergeblich. Erst in den finalen zwei Minuten von Distance kommt einmal wirklich das Potenzial des Bandkollektivs wieder wie im ersten Stück zum Tragen. Man bleibt insgesamt zu stark im Harmoniebereich und durch diesen durchgehenden Vorhang des sanften Einklangs mag sich weder ein Arrangement noch eine Melodie in Szene setzen.

Also – von „power“ keine Spur, so dass selbst zwei Coverversionen wie White Room (Cream) oder Sabbath Bloody Sabbath (von, äh, na…) blass bleiben. Ja, das ist schon nett für das geschmackvolle Candlelight Dinner oder Momente der anspruchsvolleren Entspannung und kann auch gut zur edlen Untermalung bei einer Lektüre eingesetzt werden, aber Spannung oder Begeisterung kann dieses Album für den Prog-Hörer nur in wenigen Momenten erzeugen – und da war viel mehr drin als nur kurzes Aufhorchen lassen. Nächstes Mal mehr Mut und mehr Vielfalt, wie es „Distance“ andeutet.

Anspieltipp(s): Dark, Distance, Dark (Reprise)
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.2.2013
Letzte Änderung: 14.2.2013
Wertung: 7/15
Gediegen, edel - aber extrem unspektakulär

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Yagull

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2015 Kai 9.00 1

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