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Canamii

Concept

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1980 (CD-Reissue 2009, Fresh Music)
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: WEA
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Phillip Nel Keyboards, Production
Claire Whittaker Vocals
Paul Woodley Guitars

Gastmusiker

Tim Kensella Vocals
Mickey Wiotynek Guitar
Ashley Kelly Bass
Herman Eugster Drums
Kendall Kay Drums
Tony Moore Drums

Tracklist

Disc 1
1. Afrock 3:33
2. The Phantom Players 2:57
3. Tri 3:22
4. Spiral 4:02
5. Rain 3:57
6. Come and fly 4:54
7. Toccata 1:26
8. And the moon be as bright 3:36
9. Children 2:47
10. Feelings 4:03
11. The Jester 2:19
12. The Duel 3:06
Gesamtlaufzeit40:02


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Prog aus Südafrika? Ja, gibt es. Die bekanntesten dort geborenen Progger sind wohl Manfred Mann und Trevor Rabin - allerdings ist es mitunter umstritten, ob dieselben wirklich Prog gemacht haben. Zudem haben sie ihre Beiträge vor allem nach ihrem Umzug ins Vereinigte Königreich geleistet. Progressive Klänge die wirklich unweit des Kaps der Guten Hoffnung eingespielt wurden sind selten. Duncan Mackays gutklassigen Erstling (siehe "Chimera") muss man da nennen (auch wenn Mackay ursprünglich aus Leeds stammte) und "Concept" von Canamii.

Canamii war ein reines Studioprojekt; die Band ist nie aufgetreten. Das Ganze war eine Idee des Keyboarders und Toningenieurs Phillip Nel, der damals bei der südafrikanischen Sektion der EMI arbeitete. Zusammen mit seiner Kollegin Claire Whittaker, dem Gitarristen Paul Woodley und verschiedenen Gastmusikern, inspiriert von Alan Parsons (wie Nel im Beiheft des CD-Reissue des Albums schreibt), der seine Alben in der Regel mit Hilfe verschiedener Studiomusiker kreierte, nahm Nel um das Jahr 1979 herum in Johannesburg ein Album auf, das schließlich 1980 unter dem Bandnamen Caminii erschien. Der Name des Projekts entstand aus der Verschmelzung der Sternzeichen der beiden Hauptprotagonisten (Cancer und Gemini). "Concept" sollte das einzige Album der "Band" bleiben.

Klassischen Prog gibt es auf "Concept" zu hören, einen Prog der melodischeren Sorte, irgendwo in der Nähe von Alan Parsons, der Earth Band, Renaissance (auch wegen des Gesangs von Mrs. Whittaker), aber doch etwas altbackener im Sound (klassisch-symphonischer) und nicht selten elektronischer. Dominiert wird die Scheibe von Nels Tastenarsenal, allerlei elektronischen Klangerzeugern der mittleren bis späten 70er Jahre (kein Mellotron), dazu kommen E-Gitarre, nicht selten akustisches Geklampfe und die mit wechselnden Gastmusikern besetzte Rhythmusfraktion.

Das Ergebnis ist ein klangvoller, meist schwungvoll aus den Boxen purzelnder, bisweilen sehr symphonischer, alles in allem eher leichtgewichtig-luftiger Prog, der trotz des Erscheinungsjahrs seine Wurzeln fest in klassisch-progressiven Klängen der 70er Jahre hat (was auch das Roger-Dean-artige Cover belegt). Von neoprogressiven Gefilden sind wir jedenfalls weit entfernt (auch wenn es eine Nummer namens "The Jester" gibt). Curved Air könnte man noch als Vergleich anführen (auch da sang meist eine Dame), eine etwas elektronischere Variante von Curved Air vielleicht. Irgendwelche afrikanischen Elemente sind übrigens nicht zu verzeichnen (das Stück "Afrock" stellt z.B. eine reine klangwabernd-voluminöse Elektronik-Tasteneinleitung dar).

"Concept" ist ein ganz unterhaltsames Album mit klassischem Prog aus der zweiten Liga (auch wenn es etwas unklar bleibt, was hier das Konzept ist), welches für sein spätes Erscheinungsjahr durchaus einen (positiven) Anachronismus darstellt. Wer solch wohltuend altbackene Klänge mit Exotenbonus schätzt (klassischer Prog wurde Anfang der 80er wohl nur etwas abseits vom Schuss gemacht), der sollte sich das CD-Reissue von Fresh Music (das einzige, welches auch die Urheberrechte beachtet) besorgen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.5.2013
Letzte Änderung: 13.4.2014
Wertung: 9/15

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