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Genesis

Wind And Wuthering

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1976
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Virgin/EMI Music
Durchschnittswertung: 11.25/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Phil Collins Gesang, Schlagzeug
Steve Hackett Gitarre
Mike Rutherford Bass
Tony Banks Keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Eleventh Earl of Mar 7:39
2. One For The Vine 9:56
3. Your Own Special Way 6:15
4. Wot Gorilla? 3:12
5. All In A Mouse's Night 6:35
6. Blood On The Rooftops 5:20
7. Unquiet Slumbers For The Sleepers... 2:23
8. ...In That Quiet Earth 4:49
9. Afterglow 4:11
Gesamtlaufzeit50:20


Rezensionen


Von: Thomas Thielen @ (Rezension 1 von 4)


Auf der letzten Scheibe mit Steve Hackett legen die Briten nochmal richtig los. Mit herbstlicher Stimmung, wie sie auch schon das Cover und der Titel ankündigen, präsentieren uns Genesis noch einmal progressive Klänge vom Feinsten, bevor sie dann in die Versenkung des FastFood-Pops eintauchen sollten.

"Eleventh Earl of Mar" ist ein feiner Opener, um viele Ecken herum konstruiert mit einem Text, der Reminiszenzen von "Squonk" hat. Einzig das sehr dünne und dazu auch noch auf dünn gemischte (!) Stimmchen von Collins stört. Man weiß, was sie wollen, aber er packt es einfach nicht. "One for the vine" ist für mich der Höhepunkt der CD. Hier gibt es rhythmische Leckerbissen, melodische Strophen, die trotzdem vor harmonischer Ausgefeiltheit strotzen... richtig guter Prog!

"Your own special way" nun wieder ist zum Kotzen. Einfach schlecht. Der Instrumentalmittelteil mit dem E-Piano ist richtig scheiße. Unmotiviert und kitschig, er paßt überhaupt nicht zum restlichen unmotivierten Kitsch, aber anderer halt. Brrrr. Und Collins gibt dem Song den Zuckerguß.

"Wot Gorilla" ist ein schönes Instrumental, das aber auch nicht so richtig zünden will. Gute Ideen, aber nicht recht mit dem gewisen Etwas versehen, klingt für mich leblos.

"All in a mouse's night" ist lustig. Tom und Jerry im Prog, lustiger Text, passende Melodien und Chords, einfach voller Spaß - nicht so ernst nehmen! "Blood on the rooftops" zeigt, daß nicht jede Ballade mit Collins kitschig sein muß. Schönes Hackett-Vorspiel, und auch den Strophen merkt man die Hand des Meisters an. Der recht gewöhnliche Refrain ist auch nur deswegen nicht weiter schlimm, weil der Rest des Songs doch recht eigenständig ist. Die beiden (?) Instrumentals "Unquiet slumbers for the sleepers..." und "... in that quiet earth" führen uns in melodische, zunächst sehr von Collins' Schlagzeug geprägte Sphären, denen man Hackett stark anmerkt.

"Afterglow" ist zwar auch balladesk, aber nicht doof. Banks schafft es in dieser Komposition, Schmalz und Hirn zu verbinden und bleibt harmonisch jenseits der Schlagergrenze. Schöner Abschluß.

Fazit: Gelungene Platte, der ein wenig das Leben fehlt, was aber auch an der unterkühlten Produktion und der mangelnden Präsenz des Sängers Collins liegen kann.

Anspieltipp(s): One for the vine, Blood on the rooftops
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.6.2002
Letzte Änderung: 10.6.2002
Wertung: 11/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 4)


Hatte die Scheibe ne ganze Weile als zahnlos gespeichert, stimmt aber gar nicht. Ein letztes Mal mit Steve Hackett geht's nochmal richtig progressiv zu. Die Songs sind auch keineswegs peinlich (o.k., bei Your own spezial way soll es andere Meinungen geben...).

Das Album wirkt dabei insgesamt nicht sehr einheitlich. Da gibt es einige satte Progger, die durchaus zu den Highlights der Band gezählt werden können (One for the Vine und Blood on the Rooftops, aber auch das heftige Eleventh Earl of Mar und das verspielte All in a Mouse's Night). Außerdem werden noch zwei mehr oder weniger nette, aber eher belanglose langsame Nummern (Balladen?) mit starker Songorientierung geboten (Your own spezial way und Afterglow); Collins kann da schon mal zeigen, was an Schmelz in ihm steckt...

Außerdem finden sich überproportional viele Instrumentals auf dem Album. Wot Gorilla wurde mal zur Blaupause des Neo-Prog erklärt und das Doppel-Instrumental (Unquiet slumber for the sleepers... ...in that quiet earth) zum Ende hin hat durchaus seine Stärken. Hier wird wieder das zum Problem, was Genesis seit The Lamb... versuchen: Die Instrumentalteile außerhalb der Songs zu stellen und die Vokalstücke auf ihren Songcharakter zu reduzieren. Auf WIND & WUTHERING läuft beides etwas unausgegoren nebeneinander her.

Anspieltipp(s): One for the Vine, Blood on the Rooftops
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.6.2002
Letzte Änderung: 3.3.2012
Wertung: 11/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 4)


Wind and Wuthering war zusammen mit Trespass mein erster Kontakt mit den "alten" Genesis und hinterliess einen nachhaltigen Eindruck. Dieses Album gehört für mich zu den stärksten der Band. Bezeichnenderweise hat Collins einen relativ kleinen kompositorischen Beitrag geleistet. Lediglich bei Track 4 und 6 und 8 ist er in den notes als Co-writer zu finden.

"Eleventh earl of mar" eröffnet das Album mit einer spannenden Gitarre und Beckengewitter, suspense, und enthält in der Folge eigentlich alles, was ein gutes Progstück auszeichnet. Rhythmus- und Tempowechsel, eingängige Melodien, mal rockige Passagen, die mitreissen, dann ruhige, für dieses Album so typische "herbstliche" Teile, die unter die Haut gehen oder auf dieser eine Gänsehaut erzeugen. Eine Perle. Danke Steve, danke Tony.

"One for the vine" ist ebenfalls erste Sahne. Collins singt dieses Banks-Opus mit viel Gefühl und Ausdruck. Zu Beginn ruhig und lieblich, beinahe ein Kontrast zum Text ("fifty thousand men were sent to do the will of one", " in his name they could slaughter, for his name they could die"), gewinnt das Stück an Intensität, ein wunderschönes Zwischenspiel mit Klavierarpeggios und anschliessender fliessender Keyboardlinie leitet dann über in einen schrägen, schnellen Teil (witzig der Flötenpiep!). Zum Schluss noch ein Bombastpart und schliesslich das ruhige Ausspiel, welches das Anfangsthema wieder aufnimmt. Grosses Kino.

"Your own special way" ist bis auf den banalen Refrain eigentlich sehr stimmungsvoll, hat ebenfalls dieses besondere Herbstfeeling, und verliert dann durch diesen ein wenig von seinem Zauber. Aber besser als viele Balladen der späteren Jahre ist es allemal.

"Wot Gorilla?" Lass Krachen, Rummelplatz, das "Cinema" (90125) von Genesis.

"All in a mouse`s night": schliesse mich Thomas an.

"Blood on the rooftops" ist dann wieder pure Herbststimmung. "Dark and grey". Mein heimlicher Favorit des Albums. Der Melodiebogen zu Beginn des Gesangs (Dark and grey usw. bzw. through your eyes usw.) ist göttlich. Warum haben die Herren dies später bloss verlernt?

"Unquiet" bis "Afterglow" ist dann eine grosse, zusammenhängende Suite. Herrlich der weinende Synthesizer über rollenden, tiefen Pianoarpeggios in "unquiet slumbers for the sleepers...", überleitend in das hektische "...in that quiet earth". Schlagzeugbetont, treibend, pulsierend, Schweiss. Die Gitarre ist umwerfend. Teilweise wirkt sie "beatlelesque" rückwärtsgesamplet, ist mit viel Gefühl gespielt und das tragende Element des Stücks. Im beinahe orientalisch anmutenden Mittelteil wird Tempo rausgenommen, der Monstermarsch, dann Bombast, kurze Pausen, die Spannung aufbauen, schliesslich die Uberleitung in das erlösende, ruhig davonfliessende "Afterglow". Ab 2:19 ist es dann um mich geschehen. Dieser Schluss ist für die Ewigkeit geschrieben.

Wind and Wuthering besitzt wie kein anderes Genesis-Album eine durchgehende Grundstimmung, die allen Stücken eigen ist. Das gibt dem Album eine Geschlossenheit, die den Hörer von Anfang bis Ende festhält.

Anspieltipp(s): durchhören !
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.7.2003
Letzte Änderung: 2.7.2003
Wertung: 13/15

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Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 4 von 4)


Auch von "Wind and Wuthering" kam am vierten April 2008 eine Einzel-CD mit dem Remix von Nick Davis aus dem Jahre 2006 auf den Markt. Die mixtechnisch bearbeitete Neuauflage macht stellenweise schon wieder den Eindruck, als hätte man nachträglich neue Tonspuren eingespielt, tauchen in diesen alten Aufnahmen auf einmal Kleinigkeiten auf, die die meisten höchstwahrscheinlich bisher nicht wahrgenommen haben.

Die Dominanzbestrebungen von Tony Banks, die nach "Wind and Wuthering" zum Weggang von Steve Hackett führten, hatten meines Erachtens die Tatsache zur Folge, dass die Aufnahmen allzu sehr keyboardorientiert ausgefallen sind und im Vergleich zu "Trick of the tail" sparsamer arrangiert wurden. Als wollte oder konnte sich der Gitarrist nicht so richtig einbringen. Zumindest kann man jetzt hören, dass der Gitarrist Hackett den Keyboarder Banks häufiger begleitete, als bisher angenommen.

Die Aufnahmen sind auch auf der vorliegenden CD natürlich immer noch eher keyboardorientiert, nur läßt die Nachbearbeitung von 2006 sie etwas vielschichtiger erscheinen. Für meine Begriffe erinnert der Keyboardbombast von "Wind and Wuthering" oft mehr and die erste Soloscheibe von Tony Banks, als an ein Quartett mit vier gleichberechtigten Mitgliedern.

Andererseits hatte Mr.Banks gerade Geniestreiche wie "One for the vine" und "All in a mouse's night" fertiggestellt und somit gute Gründe, alle anderen Vorschläge für leicht unterlegen zu halten. Eine beliebige, von Hackett später für "Please don't touch" verwendete Komposition wäre allerdings bedeutend wertvoller gewesen als das Keyboard-Fusion-Instrumental "Wot Gorilla?", da man eine ähnliche Aufnahme bereits auf "A trick of the tail" hören konnte. Auch die Teile des instrumentalen "Unquiet slumbers for the sleepers...in that quiet earth" beinhalten mehr kraftvollen Fusion-Prog, als mir auf einer Genesis-Scheibe lieb wäre.

Am Ende wirkt "Wind and Wuthering" ausgeglichener als die Vorgängerscheibe "A trick of the tail". Leider kommt diese Augeglichenheit für mich nicht an die besten Momente von "A trick of the tail" heran. Die Frage ist auch, ob einem Rutherfords schnulzige Ballade "Your own special way" beim wiederholten Abspielen Spaß macht.

Man merkt's vielleicht: mir macht "Wind and Wuthering" längst nicht so viel Freude, wie es nach allem Ermessen eigentlich der Fall sein sollte. Wahrscheinlich fehlt mir da die gewisse Atmosphäre, die bis dahin auf den meisten Genesis-Scheiben zu finden war. Ob leicht verträumt wie "Trespass", märchenhaft wie "A trick of the tail", skuril wie "Nursery Cryme" und "The Lamb lies down on Broadway", "Wind and Wuthering" hat nichts von alledem. Die kalten, alles erdrückenden Keyboards und zu viele Balladen machen "Wind and Wuthering" zu einem etwas ermüdenden Hörgenuß. Vielleicht ist so gesehen der Original-Mix von 1976 etwas erträglicher, da die Keys dort verhaltener rüberkommen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.4.2008
Letzte Änderung: 6.4.2008
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Genesis

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 From Genesis to Revelation 3.75 4
1970 Trespass 11.20 5
1971 Nursery Cryme 12.60 5
1972 Foxtrot 14.13 8
1973 Genesis Live 10.00 3
1973 Selling England by the Pound 12.83 6
1974 The Lamb lies down on Broadway 11.50 4
1976 A Trick Of The Tail 10.75 4
1977 Spot The Pigeon (EP) 7.00 2
1977 Seconds Out 11.00 3
1978 And Then There Were Three 8.25 8
1980 Duke 7.57 7
1981 Abacab 6.67 6
1982 3X3 4.00 2
1982 Three Sides Live (VHS) - 1
1983 Genesis 7.50 4
1984 Three Sides Live 9.75 4
1985 The MAMA Tour (VHS) - 1
1986 Invisible Touch 7.67 3
1986 Rock Theatre - 1
1987 Visible Touch (VHS) - 1
1988 Invisible Touch Tour (VHS) - 1
1988 Videos Volume I (VHS) - 1
1988 Videos Volume II (VHS) - 1
1991 We Can't Dance 6.67 3
1991 Turn It On Again - Best Of '81-'83 - 1
1992 The Way We Walk Vol.1 - The Shorts (Live) 5.67 3
1993 The Way We Walk Vol.2 - The Longs (Live) 8.33 3
1994 The Way We Walk (VHS) - 1
1996 The Royal Philharmonic Orchestra plays the music of Genesis 2.00 1
1997 Congo (Maxi-CD) - 1
1997 Shipwrecked (Maxi) - 2
1997 Calling All Stations 6.50 4
1998 Archive I - 1967-1975 12.50 5
1998 Not About Us (Maxi) - 1
1999 Turn It On Again - The Hits - 2
2000 Archive II - 1976-1992 11.00 1
2000 The Genesis Songbook (DVD) 12.00 1
2001 The Way We Walk (2DVD) - 1
2003 Live At Wembley Stadium (DVD) - 1
2004 Genesis Live (DVD) 5.00 1
2004 Platinum Collection - 1
2004 The Video Show (DVD) 7.00 2
2004 Inside Genesis 1975-1980 - An Independent Critical Review (DVD) - 1
2006 The Genesis of Genesis - 1
2007 Box Set 1976 - 1982 12.00 1
2007 Live - Helsinki, Fi, 11-06-07 9.00 1
2007 Live Over Europe 2007 11.33 3
2008 Box Set 1970 - 1975 13.50 2
2009 Box Set 1973-2007 Live 12.00 1
2014 Three Sides Live (DVD) - 1
2014 Sum of the Parts (DVD) - 1

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