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Sonus Umbra

Winter Soulstice

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013
Besonderheiten/Stil: Folk; Neoprog; RetroProg
Label: Subluminal Studio
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Roey Ben-Yoseph Lead Vocals
Brian Harris Keyboards
Rich Poston Electric Guitar
Steve Royce Flute,Vocals
Tim McCaskey Acoustic Guitar,Vocals
Andy Tillotson Drums,Acoustic Guitar,vocals

Gastmusiker

David Keller Cello
Brittany Moffitt Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Last Train to Kimball 1.10
2. Insomniac Blue 5.35
3. Palestinian Black 6.55
4. Wounded Animal 10.26
5. Let it Rain 4.45
6. Silence Kills 8.54
7. It's only Fear 6.18
8. Bar at the End of the World 1.25
9. Haunted 9.49
10. Rebuke the Sea 9.03
11. Adrift 7.30
Gesamtlaufzeit71:50


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Die sehr komplizierte Geschichte von Sonus Umbra lässt für mich die Frage aufkommen, wieso man 2013 immer noch den gleichen Bandnamen verwendet, wenn schon die Musik ganz anders ist, als auf den vorigen Alben, glaubt man den im Internet verfügbaren Beschreibungen. Außerdem war von den früheren Besetzungen 2013 nur noch der Bassist Luis Nasser dabei.

Die Entstehungsgeschichte von "Winter Soulstice" begann damit, dass Luis Nasser zusammen mit Andy Tillotson (Schlagzeug, akustische Gitarre), dem Bandkollegen von Nassers Hauptband Might Could, die Musik zwischen 2008 und 2013 komponierte. Das muss nebenbei passiert sein, neben Nassers Aufgaben als Professor der Physik und als Mitglied von Might Could. Um die neue Sonus Umbra-Besetzung zu vervollständigen verpflichtete Nasser einige erfahrene Musiker aus Chicago.

Als Resultat bekommt der Hörer eine in originelle Arrangements verpackte Version des progressiven Rock. Originell an "Winter Soulstice" ist für mich vor allem die Tatsache, dass Nasser und seine Freunde sehr oft die akustischen Gitarren zusammen mit Klavier so in einer Rockbandbesetzung mit Schlagzeug und Bass verwenden, als würde es sich dabei um elektrische Gitarren und elektronische Tasteninstrumente handeln. (Des Weiteren sind die akustischen Instrumente durch die Flöte und Cello vertreten). Alleine der Einsatz von Klavier und akustischer Gitarre macht aus der Musik nämlich noch lange keinen Folk, deshalb mag ich in diesem Fall nicht von Folkprog reden. Die elektrische Gitarre darf nur selten rockige Riffs beisteuern, die elektronische Orgel hört man dafür etwas öfter, die Synthesizer wiederum eher sporadisch. Zum Abschluss gibt es mit „Adrift“ ein siebenminütiges Instrumental für akustische Gitarren. Das wäre etwas für Sympathisanten von Anthony Phillips.

Über weite Strecken klingt "Winter Soulstice" für mich wie eine von akustischen Instrumenten bestimmte Formation zwischen Retro- und Neoprog, die jeglichen symphonischen Bombast meidet und stattdessen eher zurückgenommen und spartanisch rüberkommt. Die Kompositionen sind an sich nicht etwa vordergründig melancholisch und kraftlos, im Gegenteil: bei schnelleren Tempi kommt der Schlagzeuger immer wieder mit einem kleinem Bassdrum-Gewitter daher. Aber die exponierte Verwendung von akustischen Instrumenten und die seltsam spartanische Produktion machen selbst aus den temperamentvoll angelegten Passagen eher ein Mini-Gewitter im Reagenzglas. Das meine ich nicht einmal negativ. Gerade das macht die Originalität von "Winter Soulstice" für mich aus. Das ist wohl kaum ein Zufall, dass sowohl das Coverartwork als auch die Musik winterliche Impressionen hervorrufen. Die auf mich sehr höhenlastig und tiefenarm wirkende Abmischung verstärkt noch den Eindruck einer gewissen Kälte.

Unter solchen widrigen Bedingungen komme ich trotzdem nicht umhin festzustellen, dass die Kompositionen recht abwechslungsreich gestaltet wurden. Wer also eine merkwürdige, winterliche Prog-Scheibe unter der eisigen Oberfläche entdecken möchte, sollte sich "Winter Soulstice" mal anhören.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.10.2013
Letzte Änderung: 15.2.2016
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Sonus Umbra

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2005 Digging for Zeros 10.00 1
2016 Beyond the Panopticum 11.00 1

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