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Dream Theater

Images and Words

(Siehe auch: Leitfaden "ProgMetal")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1992
Besonderheiten/Stil: Progmetal
Label:
Durchschnittswertung: 12/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Mike Portnoy Drums
John Petrucci Gitarre
John Myung Bass
James LaBrie Vocals
Kevin Moore Keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Pull Me Under 8:11
2. Another Day 4:22
3. Take The Time 8:21
4. Surrounded 5:28
5. Metropolis Part I "The Miracle And The Sleeper" 9:30
6. Under a Glass Moon 7:02
7. Wait for Sleep 2:31
8. Learning to Live 11:30
Gesamtlaufzeit56:55


Rezensionen


Von: Christoph Scholtes @ (Rezension 1 von 4)


Was gibt es hier nun auf die Ohren? Einen genialen Mix aus harten und soften Gitarrenparts, irren Drumgrooves und noch genialeren Melodien und Soli. Das Ganze verpackt in Songs die trotz all dieser Elemente noch Songs sind und eine unglaubliche Power haben! Leute, die nicht so sehr auf intrumentale Parts stehen, werden hier so ihre Probleme haben, da diese bzw. die Soli doch teilweise sehr ausgeprägt sind. Wer´s mag und ich denke, daß die meisten Leute, die dies lesen, so etwas mögen, erhält bei diesem Album die Vollbedienung!

"Pull Me Under", eröffnet das Album mit einer Steigerung von cleanem Intro zu hartem Riff, nach vorn gepeitscht von Mike Portnoys unlaublich druckvollen Getrommele (zum druckvollen Drumming später mehr!). Dieser Song gehört sicher zu den härteren Momenten des Albums und zeigt ungefähr die Richtung an, in die die Musik von Dream Theater geht, aber nur ungefähr! Der zweite Song "Another Day" gehört für mich zum Besten, was die Jungs je veröffentlicht haben, ist aber mit "Pull Me Under" nur bedingt zu vergleichen. Anfangs eine Ballade mit wunderschönen Keyboard-Harmonien und einem tollen Sporan-Saxophonsolo, gewinnt der Song immer mehr an Power und gipfelt schließlich in einem supergenialen Gitarrensolo von John Petrucci. Ich habe immer den Eindruck als würde das Solo aus dem Gesang von James LaBrie heraus entstehen, genial! Am Ende geht der Song wieder auf den balladenhaftigen Teil zurück und überläßt dem Prog-Knaller "Take The Time" das Feld. War "Pull Me Under" noch wenig progressiv im eigentlichen Sinne (krumme Takte, Unisono-Lines ohne Ende etc.) geht´s jetzt hier richtig zu Sache, ohne jedoch zu selbstverliebt zu werden. Der Song steht immernoch an erster Stelle! Darüber können auch die krummen Takte, die irren Instrumentalpassagen und Soli (Schluß-Solo von John Petrucci!!!) nicht hinwegtäuschen. Das Teil besitzt sogar einen Mitgröhlrefrain! Bei "Surrounded", einem Midtempo Stück, geht es anfangs wieder sehr balladesk und soft zu, man steigert sich aber wieder über knallige Gitarrenriffs und krumme Takte zu unglaublicher Power, um dann wieder zurückzufallen. Wie sollte es auch anders sein, wartet auch schon der nächste Knaller in Form von "Metropolis Pt.1" auf den Hörer. Hier gilt eigentlich wieder das Gleiche wie bei "Take The Time". Progressive Power Pur! Dasselbe bei "Under A Glass Moon", bei dem jedoch erstmal stellenweise die Metal-Elemente überwiegen.

Mit "Wait For Sleep" haben Dream Theater nun auch noch ihre "richtige" Piano-Ballade, mit Synthi Klängen verfeinert. Sehr schön! Aber wieder einmal nur die Ruhe vor dem Sturm! Den Abschluß des Albums bildet das 11 1/2 Minütige "Learning To Live", das zum Abschluß noch einmal zeigt, daß Dream Theater zum Besten gehören, was die Progressive Welt zu bieten hat! Hier wird nochmal das ganze Register gezogen!

Noch ein paar allgemeine wie auch kritsche Bemerkungen.

Im Vergleich zum ersten Album "When Dream and Day Unite" hat sich der Sound der Band eher weg vom Metal und hin zum Rock verändert. Die Metal Elemente überwiegen nicht mehr ganz so stark, sind aber auf jeden Fall noch vorhanden. Über den Sound kann man nicht motzen, das ganze kommt sehr knallig daher, aber das Keyboard geht in den Rifffluten der Gitarre etwas unter. Sänger James LaBrie gehört auf den Alben wirklich zum Besten, obwohl er manchmal dazu tendiert etwas zu viel zu schreien (vor allem live!)! Was Bassist John Myung auf seinem 6-Saiter einhämmert ist schlichweg genial, obwohl man selten wirklich Notiz davon nimmt. Man sollte sich wirklich die Mühe machen und mal nur auf den Bass achten. John Petruccis Gitarre beherrscht unbestritten das gesamte Klangbild von Dream Theater. Seine Monster Riffs und Arpeggiocleanpickings sind einfach in der Musik allgegenwärtig. Noch ein Wort zu Mike Portnoys druckvollem Drumming auf diesem Album. Man sollte vielleicht einmal auf den Sound der Snaredrum achten. Dort fällt auf, daß dieser ein wenig "elektronisch" klingt und wenn das nicht auffällt, dann doch wenigstens, daß sie zu "perfekt" klingt. Wie der Meister inzwischen selbst zugegeben hat, wurde die Snare Drum, auf Drängen des Produzenten, (teilweise) getriggert. Ob das nun dem Können von Mike P. einen Abbruch tut, sei jedem selbst überlassen. Meine Meinung ist: Irgendjemand muß ja den Trigger auch auslösen und das wird ja Mike wohl selbst gewesen sein!

Fazit: Ein Meilenstein! Alles andere als die Höchstnote wäre eine Frechheit!

Anspieltipp(s): Learning to Live
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.6.2002
Letzte Änderung: 13.6.2002
Wertung: 15/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 4)


War der Sound des ersten Studio-albums noch viel dünner und weniger magistral-bombastisch, beginnt diese Platte nach Twang-guitar mit herrlichen tiefen Gitarrenriffs, trabenden TomToms und knochentrockener Snare. Kraftvoll-mächtig prasselt das Klanggewitter auf einen nieder, dicht und spannend aufgebaut. Und so schlecht wie oft moniert singt LaBrie hier gar nicht. Vor allem in tieferen Lagen ist seine Stimme angenehm, erst bei hohen Passagen wird's mühsam. Opulenten Frickelorgien enthält sich die Band hier noch. Another day ist eine ruhige Ballade, nicht besonders inspiriert, eine nette Melodie plätschert dahin, ein kurzes Saxophon-Solo (hört, hört!) lockert das ganze auf, dann ein wenig Bombast, die Stimme einige Male zu hoch. Take the time hat einen genialen Anfang der leider durch tumbes doublebass-Gewummer wieder etwas zerstört wird, dann wieder grooviger Beat als der Gesang einsetzt. Vertrackt schrummen und hämmern sich die Musiker durch das Stück, immer wieder wird das Grundthema durch Variationen in Tempo und Metric aufgerissen, was das Lied ungemein spannend macht. Die Stimme ist leider eine Oktave zu hoch, dadurch aufdringlich, aber daran hat man sich unterdessen ja schon gewöhnt und macht in Gesangspassagen die Blende zu. Frickelfans kommen in diesem Stück voll auf ihre Kosten. Jeder darf mal als Solist glänzen, stark v.a. Moore and den Tasten.

Surrounded ist wohl die schönste Ballade, die DT geschrieben haben, der Text stammt aus der Feder von K. Moore. Der erste Teil wunderschön, dann wird's schneller und härter (ist ab der Mitte gar keine Ballade mehr), trotzdem bleibt die Melodie das zentrale Element des Stücks und wird nicht durch technische Effekthascherei verdrängt. Am Schluss ein Echo-speedmetal-solo der Gitarre und bombastische Akkorde, wäre der Gesang besser (das alte Lied...!) wär`s ein alltime-Klassiker für die Hall of fame.

Mit Metropolis p1 hält stimmungsvolle Atmosphäre Einzug. Der Anfang ist etwas vom besten, was DT je gemacht haben. So konsequent, präzis, grandios, magistral, wuchtig und bombastisch kommt später nichts mehr daher. Leider fällt das Stück etwas ab, sobald der Gesang einsetzt. Das liegt zwar nicht am Gesang an sich, das Lied wird jedoch einfach schwächer. Zwar immer noch glasklar und präzis, aber relativ hart und leblos und teilweise zusammengesetzt wirkend. Myung spielt im Mittelteil ein ingeniöses Bass-Solo, dann folgt ein wenig Gefrickel der Tonfraktion zu doublebassteppich. Dann ein treibendes Drum/guitar-Duett, das sehr gelungen ist, wie der ganze Mittelteil (komischerweise wieder solange, bis LaBrie einsetzt). Das Stück ist als ganzes jedem auf Metropolis p2 haushoch überlegen, hätte aber als 5 Minuten-Instrumental mehr überzeugt. Trotzdem: ein tolles Werk.

Track 6 gefällt mir nur in den letzten 2 Minuten, der Rest ist hässliches Gewummer. Wait for sleep ist eine wunderschöne ruhige Nummer, die inhaltlich zu learning to live gehört. Hier gefällt der Gesang von LaBrie wieder gut. Überhaupt liegen ihm ruhige, leise Stücke mehr, in denen er nicht gegen den Sound der Instrumente anpressen muss. Ist das der Fall, zeigen sich klar die Grenzen seines Organs.

Der Anfang von track 8 ist wieder "Gewitter". Dann ein herrlich groovender Bass zu 13/12-Takt, schwebende Synthiakkorde, spärliche Gitarrentöne. Das ganze steigert sich in seiner Intensität, um dann härter zu werden (Riffs). Hier verfolge man den Rhythmus. Toll verschachtelte Breaks und Krummdinger sind eine Freude. Musikalisch ist dieses Stück (zusammen mit track 3) das komplexeste der Platte.

Die letzten 5 Minuten sind dann Finale grande in bester Tradition: Spannung wird aufgebaut durch stetig steigende Akkordfolgen (zuerst Gitarre, dann auch Gesang), eine schreiende Gitarre übernimmt die Führung, leitet in einen Pianoteil über, der erst geschlossen wirkt, dann mit Einsatz der übrigen Instrumente in ein herrliches Gitarrenspiel mündet, ein weiteres Keyboardsolo, dann das Ausspiel mit bass und drum.

Bis dato das reifste Album ohne wirkliche Schwachstellen, sieht man einmal vom Gesang und der ersten Hälfte von "under a glass moon" ab.

Anspieltipp(s): metropolis p1
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.9.2002
Letzte Änderung: 20.1.2015
Wertung: 12/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 3 von 4)


"Dream Theater" revolutionieren den Prog - jawohl, das isses. Als dieses Album 1992 erschien hat niemand damit rechnen können, dass es dermaßen einschlagen würde. Harte Gitarren, gepaart mit genialen Keyboardarrangements, dazu viele Spielereien usw... Niemand hat erwartet, dass diese Scheibe, so unkommerziell sie auch ist, einen dermaßen kommerziellen Erfolg haben würde.

Mittlerweile schreiben wir das Jahr 1999. Dream Theater werden als die Götter des Prog gehandelt, wenn man auch einige Vorschußlorbeeren verspielt hat. Trotzdem besitzt dieses Album heute sowas wie Kultstatus. Zumindest für mich. Das liegt besonders an der Frische, die dieses Album auch nach unzähligem Hören noch hat. Außerdem wurde der Prog durch diese Scheibe wieder etwas salonfähiger. Seit Dream Theater sprechen auch Nicht-Proggies vom Prog. Der darauf einsetzende Prog-Boom hat sich glücklicherweise wieder gelegt.

Songtechnisch werden alle Register des unglaublichen Könnens der Band gezogen. So hat man mit "Pull Me Under" einen Nackenbrecher an Bord, den man nach drei mal Hören schon mitsingen kann. "Another Day" ist eine wunderschöne Ballade, erwähnenswert dabei ist der Saxophoneinsatz am Ende. "Take The Time" geht so richtig ab. Hier wird erstmals so richtig herrlich gefrickelt. "Surrounded" wieder eine eher balladeske Nummer. Und wer "Metropolis" heute immer noch nicht kennt, der ist selbst schuld. Der Song entwickelt auch nach tausendmaligem Hören immer wieder Überraschungsmomente. Soviel Abwechslung in 10 Minuten schaffen manche Bands in ihrer ganzen Karriere nicht!!! Genial ist vor allem der Mittelteil. Köstlich. "Under A Glass Moon" auch wieder recht hart, allerdings ist die Halbwertzeit deutlich unter dem übrigen Material angesiedelt.Den krönenden Abschluß gibt es mit der Kombination "Wait For Sleep" und "Learning To Live". Ersteres ist eine zweieinhalb-minütige Pianoballade mit sehr gefühlvollen Vocals. Der zweite Teil umfaßt 11.30 min und greift die Pianolinie aus dem Vorgänger auf. Der Song benötigt seine Anlaufzeit (aber das benötigt das ganze Album wohl), entfaltet aber nach und nach tolle Momente. Für mich auch heute noch ein Muß für jeden Proggie.

Ich sags nochmal. Ein Muß für jeden Prog-Fan ist dieses Album. Gespickt mit allerlei tollen Zeuchs, besonders die Spielereien des Gitarre/Keyboard Duos Petrucci/Moore stellen einen Kaufgrund dar. Wer es noch nicht kennt, der muß sich dieses Album zulegen. Ansonsten entgeht euch was. Viele Bands wurden maßgeblich dadurch beeinflußt!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.9.2002
Letzte Änderung: 8.1.2004
Wertung: 13/15

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Von: Andreas Hofmann @ (Rezension 4 von 4)


1989: Der Typ aus der Stufe unter mir kommt in den Oberstufenraum und legt die Kassette ein, die wenig später ein Erdbeben auslöst. "Uff, wer ist das denn bitteschön?!" Wow, Dream Theater kamen aus dem Nichts und hatten all das, was wir hören wollten!

1992: Nach einem mal wieder -unheimlich anstrengenden- Uni-Tag komme ich nach Hause in die WG und schalte den Fernseher an. Auf Super Channel bleibe ich hängen, als ich diesen blonden Typen sehe, dessen schmieriger Gesang so gar nicht zu seinem Napalm Death-Longsleeve passen will. Der Song ist gar nicht übel, besonders die Gitarre klingt okay, aber was ist denn da mit dem Schlagzeug passiert? Und wie widerlich glatt klingt das alles? Als am Ende des Videoclips der Bandname und der Songtitel eingeblendet werden, gibt es wieder ein Erdbeben: Dream Theater - "Pull me under"!

Eine Welt brach zusammen, trotzdem zog ich meine Schuhe sofort wieder an, um mir das Album zu holen, denn das konnte doch wohl nicht alles so sein!?! Als ich dann auf der CD direkt zum zweiten Song skippte, wurde es aber leider noch viel schlimmer, denn "Another Day" hatte mit meinen Dream Theater von 1989 ja nun wirklich nichts mehr zu tun. Wo war die versteckte Kamera? "Verstehen Sie Spaß?" - Nein, tat ich nicht, denn alles (!) an dem Song war schlimm, also bitte, bitte, bitte...

Bei "Take the time" hatte ich das Gefühl, dass der Drumsound immer unerträglicher wird. Irgendwie schienen sie hier alles, was bei "When dream and day unite" soundlich falsch gemacht worden war (und das war ja eigentlich fast alles), doppelt und dreifach "besser" machen zu wollen.

"Surrounded" wurde dann noch grausamer als "Another day", und spätestens jetzt wusste ich, dass ich diesen Gesang hasste! Nicht dass Charlie Dominici der beste Sänger aller Zeiten gewesen war, aber Dream Theater ohne ihn waren für mich angesichts dieses schnulzigen Geseiers einfach nicht mehr Dream Theater.

Die Jingle Bells und die grausamen Keyboardflächen am Anfang von "Metropolis - Part I" waren schlimm, aber immerhin hatte man im weiteren Verlauf mal vier Minuten Ruhe vom Sänger.

Der merkwürdig unechte Schlagzeugsound ergab dann erstmals bei "Under the glass moon" einen Sinn, denn hier passte er zumindest in der ersten Minute, und im weiteren Verlauf lenkte das metallische Gefrickel wenigstens manchmal ein bisschen davon ab. Vielleicht hatte ich mich jetzt auch an den Sänger gewöhnt; auf jeden Fall konnte ich erstmals auf dem Album ein Lied ein bisschen mehr genießen. Tatsächlich bin ich auch heute noch der Meinung, dass dies der beste Song auf dem Album ist, zumal Petrucci hier so schön nach Steve Vai klingt.

Was der Kurztrack "Wait for sleep" danach soll, weiß ich bis heute nicht, aber das lange "Learning to live" beendete den Horrortrip "Images and words" für mich wenigstens noch halbwegs versöhnlich.

Bei einer rein emotionalen Bewertung würde definitiv die Null stehen, aber dann würde mich hier wohl (zurecht) keiner mehr ernst nehmen. Wenn ich jedoch meine völlige Enttäuschung von damals relativiere und versuche, etwas objektiver an die Sache heranzugehen, stelle ich selbstverständlich fest, dass die Band auf diesem Album nichts verlernt hatte. Sie waren einen Schritt weiter gegangen, aber nicht in meine Richtung - sowas passiert in den besten Familien. Über den Schlagzeugsound (und eigentlich auch dieses eitel aufgeblasene Drumming) kann ich aber leider ebenso wenig hinwegsehen wie über den Gesang, und auch die cleanen Gitarrensounds sowie die allgegenwärtigen Streicherflächen sind mir bei jedem Anhören immer wieder ein Gräuel. Abzüge gibt es darüber hinaus definitiv für die drei Langeweilertracks, so dass ich immerhin noch eine mittelmäßige 8 ziehen kann.

Mir ist klar, welchen Status Dream Theater und vor allem diese Platte innehaben, aber für mich war die Band, wie ich sie nach ihrem Debüt gekannt und geliebt hatte, bereits mit dem zweiten Album gestorben. Ich habe es zwar noch ein paar Mal probiert, aber das wird nix definitiv mehr mit uns (vielleicht wenn LaBrie und Portnoy mal aussteigen).

Anspieltipp(s): Under a glass moon, Learning to live
Vergleichbar mit: The day Dream Theater died...
Veröffentlicht am: 10.3.2009
Letzte Änderung: 28.2.2012
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Dream Theater

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1986 Majesty - the official 1986 Demo 9.00 1
1989 When Dream And Day Unite 11.00 3
1992 Another day (Single) - 1
1993 Live at the Marquee 7.00 1
1994 Lie (Single) - 1
1994 The silent man (Single) - 1
1994 Awake 12.33 3
1995 A Change Of Seasons 9.50 2
1997 Falling Into Infinity 6.00 2
1997 Hollow years (Single) - 1
1998 Once In a LIVEtime 7.67 3
1999 Metropolis Pt. II - Scenes From a Memory 12.00 7
2000 Through her eyes (Single) - 1
2001 Metropolis 2000: Scenes From New York 11.00 1
2001 Live Scenes From New York 10.00 1
2002 Six degrees of inner turbulence 6.00 3
2003 Train of thought 9.67 6
2003 The Number of the Beast (Official bootleg) 8.00 2
2003 Master of Puppets (Official Bootleg) 10.00 2
2004 When dream and day reunite (Official bootleg) 11.00 1
2004 Live at Budokan (DVD) 12.00 1
2004 Live at Budokan 10.50 2
2005 Octavarium 10.29 7
2005 Dark Side of the Moon (Official bootleg) 9.00 2
2006 Score - 20th Anniversary World Tour 7.00 1
2006 Made in Japan (Official bootleg) 10.00 1
2006 Score - 20th Anniversary World Tour (DVD) 12.00 1
2007 Systematic Chaos 8.00 4
2008 Chaos in motion 2007-2008 10.00 1
2009 Uncovered 2003-2005 (Official bootleg) 8.00 1
2009 Black Clouds & Silver Linings 10.00 2
2011 A Dramatic Turn of Events 11.80 5
2013 Dream Theater 8.67 3
2013 Live at Luna Park 13.00 1
2016 The Astonishing 8.50 3

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