SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
19.10.2017
My Soliloquy - Engines of Gravity
Liquid Orbit - Liquid Orbit
John Zorn - Simulacrum
18.10.2017
Amorphis - My Kantele
Reckoning Storm - The Storm Engine
17.10.2017
Aquaserge - laisse ça être
Southern Empire - Southern Empire
TNNE - Wonderland
16.10.2017
Pere Ubu - 20 Years in a Montana Missile Silo
Nump - Sun is cycling
15.10.2017
Tangerine Dream - Quantum Gate
Collapse Under The Empire - The Fallen Ones
Kolkhöze Printanium - Vol. 1 Kolkhöznitsa
14.10.2017
Zeit - Waves from the Sky
35007 - Especially for You
Shadow Ray - Eyes,Gleaming Through The Dark
13.10.2017
John Zorn - Simulacrum
Anubis Gate - Covered in Black
ARCHIV
STATISTIK
23969 Rezensionen zu 16371 Alben von 6363 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Yossi Sassi

Desert Butterflies

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: Folk; HardRock; Rock / Pop / Mainstream; Worldmusic / Ethno; sonstiges
Label: Eigenverlag
Durchschnittswertung: 8.75/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Yossi Sassi vocals, guitars, bouzouki, charrango, oud, saz, chumbush, keyboards
Or Lubianiker bass
Shay Ifrah drums
Ben Azar guitar
Roei Fridman percussion

Gastmusiker

Marty Friedman guitar
Ron ‘Bumblefoot’ Thal guitar
Mariangela Demurtas vocals
Erez Lev Ari backing vocals, guitar
Roy Zu-arets piano, hammond
Marina Maximilian vocals
Daniel Hoffman violin
Itzhak Ventura arabic, turkish & persian ney
David Sassi backing vocals
Ariel Qassis kanun
Shlomo Oz sitar
Nizar Radwan violin
Dimitri Radwan violin
Alfred Hajjar nay, kawala
Yosefa Zauosh vocals

Tracklist

Disc 1
1. Orient Sun 4:22
2. Fata Morgana 4:34
3. Neo Ques 4:26
4. Azadi 3:12
5. Believe 3:29
6. Desert Butterfly 4:42
7. Inner Oasis 4:45
8. Shedding Soul 2:01
9. Jason's Butterflies 1:24
10. Azul 3:28
11. Cocoon 3:58
Gesamtlaufzeit40:21


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 4)


Yossi Sassi mag dem einen oder anderen Leser ein Begriff sein. Sassi war Gründungsmitglied und langjähriger Gitarrist von Orphaned Land. Dort ist er inzwischen ausgestiegen, um seine Solokarriere voranzutreiben. Neben Orphaned Land war Sassi allerdings schon lange Jahre als Musiker, Komponist und Arrangeur tätig. Auch hat er bereits ein – mir unbekanntes – Soloalbum veröffentlicht. „Desert Butterflies“ ist also schon sein Zweites. Der Albumtitel soll zum Denken anregen und zur Suche nach dem unerwarteten Schönen im Unwirtlichen.

Musikalisch überrascht „Desert Butterflies“ vielleicht nicht unbedingt, aber es unterhält doch gut. Das Gitarrenklänge im Vordergrund stehen ist irgendwie zu erwarten. Das die Melodien orientalischen Charakter haben und folkloristische Elemente verwoben werden, ist angesichts der Vita des Hauptprotagonisten auch nicht verwunderlich. So beschwört Sassi mit variabler Gitarrenarbeit (und allerlei anderen Saiteninstrumenten) zwischen verträumt und hardrockig zupackend immer wieder betörende Stimmungen herauf. Die Melodiebögen sind großzügig und weit gespannt. Auf metallische Anflüge verzichtet Sassi vollkommen und wandelt lieber auf gewundenen Pfaden verspielten Rocks, der allenfalls mal ein bisschen heftiger daherkommt. Seine Band und vor allem die Gastmusiker sorgen mit Streichern sowie allerlei exotischen (und auch nicht so exotischen) Instrumenten für ein farbiges Klangbild, welches in den gelungenen Arrangements gut zur Geltung kommt. Da stören die mitunter etwas einfachen Rhythmen gar nicht, zumal dann doch gleich wieder östliche Anomalien Einzug halten oder Sassi ungeniert auf jazzrockigen, rock'n'rolligen oder gar mal bluesigen Pfaden wandelt. Wunderbare Pianoeinlagen und sanfte Tastenflächen runden alles ab. Kleine Gitarrenminiaturen dürfen natürlich auch nicht fehlen.

An Orphaned Land erinnert hier wenig, eher hat „Desert Butterflies“ den Charakter von Soloalben eines Steve Hackett oder Jeff Beck. Gesungen wird auch, sowohl von Sassi selbst, wie auch von weiblichen Gästen, trotzdem hat das Album einen deutlich instrumentalen Charakter. Der Gesang ist so fein verwoben, dass er eher wie ein weiteres Instrument wirkt.

Ein schönes, durchweg entspanntes (aber überhaupt nicht langweiliges) Album legt uns Yossi Sassi hier vor und nimmt uns mit auf eine Reise in die Wüste, auf orientalische Märkte und in die Straßenschluchten der Kasbah. Man fühlt förmlich wie der Wüstenstaub um einen herumwirbelt, schönes Ding.

Anspieltipp(s): Orient Sun, Believe, Desert Butterfly
Vergleichbar mit: Soloalben von Steve Hackett oder Jeff Beck im orientalischen Klanggewand
Veröffentlicht am: 10.6.2014
Letzte Änderung: 10.6.2014
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 2 von 4)


Zumindest zur Hälfte klingt "Desert Butterflies" so, wie man sich eine Platte mit der Rahmenbeschreibung "Soloalbum des Ex-Gitarristen der israelischen Folk-Progmetaller Orphaned Land" vorstellen würde. Eben in "Orient Sun", "Fata Morgana", "Inner Oasis" und "Azul" dominieren traditionelle Melodien zu einer wuchtig-metallischen Begleitung. Augenfällig ist hierbei, dass der kompositorische Anspruch oftmals weniger über vertrackte Rhythmen oder einen ausgefeilten Aufbau erzeugt wird, sondern vielmehr durch eine famose Mehrstimmigkeit, die die Stücke in einem gewissen Maße undurchschaubar macht.

Nun ja, diese Beschreibung klingt eigentlich nach ziemlich vorhersehbaren Stücken, aber trotzdem erzeugt beispielsweise gerade "Fata Morgana" einen gehörigen Zug, der diese Nummer von Anfang bis Ende ziemlich mitreißend macht. Auch "Orient Sun" überzeugt insbesondere gegen Ende durch sein vielseitiges Arrangement, in dem man einer ganzen Menge Fäden bzw. Stimmen folgen kann. Die anderen beiden Stücke fallen hiergegen allerdings etwas ab, so dudelt "Azul" trotz kompetenter Begleitung teilweise etwas ziellos vor sich hin. Hier wird dann auch deutlich, dass eine ganze Platte voller solcher Nummern sehr schnell nerven könnte.

Aber - "Desert Butterflies" hat ja eben auch noch eine andere Seite bzw. Hälfte. Die besteht folglich aus "Neo Quest" (eher so ein klassisches "Steve Vai spannt aus"-Stück), "Azadi" (reine Folknummer, die durch Klavierbegleitung komischerweise beinahe Tango-artig wirkt), "Believe" (Indie-Artpop mit italienischem [!] Gesang), "Desert Butterfly" (Harmonik im Bluesschema), "Shedding Soul"/"Jason's Butterflies" (Akustikstücke mit ein paar Remineszenzen an Yes' "Fragile"-Album) und "Cocoon" (pompöse Rock-Halbbballade). Einzige Gemeinsamkeit dieser disparaten Stücke scheinen wohl die orientalischen Melodien zu sein, die sich jeweils mit reduzierteren Arrangements, weniger Metallgehalt oder gänzlich anderen Grund-Genres durchaus von der eingangs genannten Herkunft abgrenzen.

Und, was soll ich sagen: In dieser Mischung funktioniert "Desert Butterflies" dann eben meistens tatsächlich ganz gut, wenn auch einige der letztgenannten Beiträge nicht ganz überzeugen oder eher simpel aufgebaut sind (dies betrifft dann "Neo Quest", "Shedding Soul" und "Cocoon"). Denn einerseits wird das natürlich durch gelungenes Material wie "Azadi", "Believe" oder eben "Fata Morgana" wieder aufgewogen, und andererseits muss festgehalten werden, dass Yossi Sassi höchstselbst oft genug ziemlich souverän durch die Stücke führt. Somit ist die abschließende Feststellung, dass das Ganze tatsächlich mal mehr ist als die Summe der Einzelteile, doch schon sehr erfreulich.

Anspieltipp(s): Fata Morgana, Azadi, Believe
Vergleichbar mit: Steve Vai im Orient
Veröffentlicht am: 17.8.2014
Letzte Änderung: 16.8.2014
Wertung: 10/15
Mal drüber, mal drunter

Zum Seitenanfang

Von: Nik Brückner @ (Rezension 3 von 4)


Ich finde diese Ethno-Rock-, in diesem Fall Orient-Rock-Scheiben eigentlich ziemlich unterhaltsam und vergnüglich. Der Proganteil? Naja, mal ist's proggig ("Shedding Soul"/"Jason's Butterflies"), mal nicht ("Cocoon"), aber darum geht es hier eigentlich gar nicht. Yossi Sassi lotet halt aus, was im Bereich Rock/Traditionelle Musik möglich ist, und fügt sich damit in eine ganze Szene von Ethno-Verrockungen ein, die mal mehr, mal weniger gut funktionieren. Wenn sie gut funktionieren, so wie hier, ist das eigentlich immer sehr vergnüglich.

Das Album mag damit ein wenig vorhersehbar sein, aber es hat Zug und ist abwechslungsreich genug, um nicht zu langweilen. Dem einen oder anderen Klischee kann es nicht ausweichen, das bringt der phrygische Modus irgendwie immer mit sich, wenn man ihn mit den simpleren Westlichen Musiken kreuzt, aber das macht Sassi locker wett, wenn er so richtig drauflosrockt. Schöne Scheibe!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.7.2016
Letzte Änderung: 27.7.2016
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Von: Marc Colling @ (Rezension 4 von 4)


Der aus Israel stammende Gitarrist Yossi Sassi, Gründer von Orphaned Land, veröffentlicht sein zweites Soloalbum fast komplett instrumental. Er spielt Weltmusik und die Besetzung einiger Gastmusiker ließe vermuten, dass die eine oder andere Metaleinlage zwischen allzu Wohlklang zu erwarten wäre. Weit gefehlt. Das Album spielt zumindest in der ersten Hälfte rein orientalischen Rock, was ich in einigen Urlauben dort stundenlang aus dem Hotellautsprecher hörte. Das hat mit westlicher Musik nur begrenzt und mit Prog schon gar nichts mehr zu tun. Man sollte sich nicht durch kurze Gitarrensoli dazu verleiten lassen, dies als Prog zu bezeichnen.

Sicher ist er ein wirklich guter Gitarrist und es ehrt ihn, das nicht durch übertriebene Technik zu beweisen. Dass er alle Register des Gitarrenspiels beherrscht beweist er besonders gut in JASON'S BUTTERFLIES. Doch Songs wie AZUL hätte er sich sparen können, das ist dann doch zu viel auf für Touristen gespielte Ethnomusik gezielt.

So pendelt das Album zwischen mal nach Jazz, dann wieder nach Rock, aber eigentlich nie nach Prog klingendem Album, das mit seiner oft nur angedeuteten Orientnote verstohlen gen Westen blickt. Es ist schlussendlich zu leichtgewichtig in Arrangement und Komposition, fesselt eigentlich trotz der vorhandenen Möglichkeiten der kulturellen Differenzen zu keinem Moment. Daraus hätte man mehr machen können, ja müssen. Es ist schade, dass das Album mit Songs wie COCOON relativ peinlich um kommerziellen Erfolg fleht.

Sicher mag das alles vergnüglich sein, aber ganz ehrlich: wie oft im Jahr setze ich mich zu Hause vor meine Anlage um vergnügliche Musik zu hören? Na also....

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.10.2017
Letzte Änderung: 5.10.2017
Wertung: 5/15
so ein bisschen wie bei Aladin.....aber mit E-Teppich

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum