SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
21.10.2017
Marillion - Living in F E A R
19.10.2017
My Soliloquy - Engines of Gravity
Liquid Orbit - Liquid Orbit
John Zorn - Simulacrum
18.10.2017
Amorphis - My Kantele
Reckoning Storm - The Storm Engine
17.10.2017
Aquaserge - laisse ça être
Southern Empire - Southern Empire
TNNE - Wonderland
16.10.2017
Pere Ubu - 20 Years in a Montana Missile Silo
Nump - Sun is cycling
15.10.2017
Tangerine Dream - Quantum Gate
Collapse Under The Empire - The Fallen Ones
Kolkhöze Printanium - Vol. 1 Kolkhöznitsa
14.10.2017
Zeit - Waves from the Sky
35007 - Especially for You
Shadow Ray - Eyes,Gleaming Through The Dark
13.10.2017
John Zorn - Simulacrum
ARCHIV
STATISTIK
23970 Rezensionen zu 16372 Alben von 6363 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

ColorStar

Via la Musica

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2001
Besonderheiten/Stil: instrumental; Moderne Electronica; Postrock; Psychedelic; Spacerock; Worldmusic / Ethno
Label: Periferic Records
Durchschnittswertung: 8/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Andras Keleti vocal,guitar,synthesizer,cymbalom-guitar,jew's harp,violin,percussion
Peter Szalay guitar,zyther-guitar,
Zoltan Farkas drums
Istvan Balahoczky bass guitar,synthesizer,machine-organ,sitar-guitar,violin and percussion

Gastmusiker

Reka Koltay violin
Barnabas Hidasi piano
Ferenc Balogh vocals,mouth organ
ZUM Ensemble vocals,percussion section

Tracklist

Disc 1
1. Morning Call 7.00
2. Budapest Win-A-Trip 4.49
3. Hue & Cry 4.18
4. Aalomadalom 9.40
5. Petite Adele 7.00
6. Control the Moment 7.50
7. Waterfront 8.18
8. Midnight Take-off 6.58
Gesamtlaufzeit55:53


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


"Via la Musica" ist die zweite (eine EP mal nicht mitgerechnet) Platte der 1996 gegründeten ungarischen Band.

Sitar-, Gitarre,- und Synthieklänge eröffnen "Morning Call". Der kurz darauf einsetzende lässig-trancige Rhythmus wird anschließend vom schnelleren Bass/Schlagzeug-Gerüst abgelöst. Man hört pumpenden Bass und eine unisono mit Gitarre singende Stimme, die sich mit Synthietönen abwechselt. Ein graziles Geflecht aus Synthies, schreitenden Gitarrenmotiven und groovigen Rhythmen trägt dieses für die gesamte Platte repräsentative Stück.

"Via la Musica" hat nämlich viel mehr mit Postrock, Trance, Space/Acid-Rock, teilweise gar House/Techno zu tun, als mit Prog im traditionellen Sinne.

Treibende Rhythmen von simple bis verzwickt, funkige Gitarrenakkorde, zur Ganzheit beitragende, erfindungsreiche Keyboardklänge, verfremdete Stimmen, Samples aus allen Lebensbereichen, schamanenhafte Gesangsfragmente, ethnische Elemente wie Tabla oder Sitar, das alles, und einiges mehr, trägt zum interessanten Gesamteindruck von "Via la musica" bei.

Auf "Hue & Cry" zeigen sich Colorstar von der druckvollen Seite, "Petite Adele" hat dafür verstärkt World Music-Elemente zu bieten.Die "Hu-huhu"-Gesangparts des rhythmischen "Aalomadalom", sowie dessen poppige Einflüsse erscheinen mit allerdings doch etwas zu banal. Das bleibt für mich aber auch der einzige schwache Track dieses Albums. "Control the moment" führt mal wieder -diesmal mit dem Ska-Rhythmus- einiges an der repetitiven, ansteckenden Trancestimmung vor, die diese Platte durchzieht.

Der musikalische, viele exotische -vor allem indische- Versatzstücke führende Fluß dieser Platte wird manchmal von französischen oder englischen Gesangsfetzen ergänzt. Nur "Waterfront" beinhaltet hier so etwas wie ein weiter entwickeltes Gesangsthema, das, von Gitarrenarpeggios begleitet, sich von melancholisch bis kampfeslustig steigert. "Midnight Take-off" ist noch so ein ausgezeichnetes Beispiel für die stimmungsvoll-sphärische Verbindung von Spacerock und Groove.

Mit "Via la musica" liegt eine farbenfrohe, zum genaueren Hinhören animierende, spacig-tanzbare Platte vor, die manchmal auch ihre Rockwurzeln durchschimmern läßt.

Anspieltipp(s): Morning Call,Waterfront
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.6.2002
Letzte Änderung: 6.12.2003
Wertung: 7/15

Zum Seitenanfang

Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 2)


Im Zuge der "Acid Rock Wave"-Bewegung in Budapest, aus der auch Bands wie die Space-Rocker Korai Öröm entstanden, wurden 1996 ColorStar gegründet. Mit diversen Konzerten im In- und Ausland erarbeiteten sich die vier Bandmitglieder, die ansonsten bei diversen Projekten als Studiomusiker sowie als Komponisten für Film- und Theaterproduktionen ihr Geld verdienen, einen ausgezeichneten Ruf als energetische Liveband. Die eigene musikalische Beschreibung reicht von Space, Ambient bis hin zu Alternative, bei vergleichbaren Bands fallen die Namen Ozric Tentacles und Porcupine Tree.

Eins fällt sofort auf: Diese Scheibe klingt sehr modern, wahnsinnig treibend, rhythmusbetont mit Drang nach vorne - nehmen die Ungarn doch jede Menge aktuelle Loops und Klangmuster in ihr wirklich sehr eigenes Klangspektakel auf. Doch trotz jeder Menge Elektronik und dance-artiger, sich stets steigender Beats sind ColorStar weit davon entfernt, ein billiger Dance-Act zu sein. Bass, Gitarre und Keyboards fließen unterschwellig, aber äußerst geschickt verwoben in die meist instrumentalen Titel ein. Der gelegentliche ungarische Gesang dient in seiner Lautmalerei mehr als weiteres Instrument, wobei es sowieso erstaunlich ist, wie bei ColorStar immer wieder scheinbar gegensätzliche Einflüsse zu einem kompakten Ganzen verschmelzen.

Aus Cowboy-Country-Feeling mit Mundharmonika und Slide Guitar wird ganz langsam eine psychedelische World-Music-/Space-Rock-Nummer mit ungarischer Folklore, Easy Listening wechselt über in treibende Gitarrenriffs - so wild dies vielleicht auch in der Beschreibung klingen mag, bei den Ungarn wirken diese Widersprüche selbstverständlich, unheimlich locker und sind dem rhythmischen Gesamtkonzept untergeordnet. Um wieder zum Beginn der Kritik zu kommen: Namen wie Ozric Tentacles und Porcupine Tree sind musikalisch hier etwas irreführend, vielmehr spiegelt sich vor allem deren Konzept, nämlich gegenüber modernen Einflüssen völlig offen zu sein, in der Musik von ColorStar wieder. Ansonsten können als Bandvergleich am ehesten noch Ole Lukkoye herhalten.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.4.2006
Letzte Änderung: 4.4.2006
Wertung: 9/15

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum