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Brainticket

Adventure

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1980 (CD-Reissue 1997, Purple Pyramid)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Jazzrock / Fusion; Krautrock; Worldmusic / Ethno
Label: Eigenverlag
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Joël Vandroogenbroeck Clavinet, Synthesizers, Flute
Hans Deyssenroth E-Piano, Synthesizer, Computer
Barni Palm Percussion
Wilhelm Seefeldt Synthesizer, Computer

Tracklist

Disc 1
1. Adventure part 1 19:11
2. Adventure part 2 18:08
Gesamtlaufzeit37:19


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Nach dem Erscheinen von "Celestial Ocean" wurde es stiller um Brainticket. Man trat zwar noch einige Zeit als Trio auf (siehe "Live in Rome 1973"), doch ward ab Mitte des Jahrzehnts nichts mehr von der Band gehört. Joël Vandroogenbroeck beschäftigte sich wohl vornehmlich mit der Herstellung von Musik für Film, Radio und Fernsehen, vermutlich weiterhin in Italien, wo 1978 zumindest sein Soloalbum "Images Of Flute In Nature" erschien. Ende des Jahrzehnts schloss er einen Vertrag mit dem Münchener Label Coloursound Library über die Produktion von allerlei weiterer Gebrauchsmusik ab, die dann im folgenden Jahrzehnt in größerer Zahl auf LP erschien (siehe "Biomechanoid"). Gleichzeitig reformierte er Brainticket.

Zwischen Mai 1979 und Januar 1980 traf er sich zumindest mit Barney (Barni) Palm (schon seit "Psychonaut" Mitglied von Brainticket), Hans Deyssenroth und Wilhem Seefeldt in einem Studio (in München?) um Musik einzuspielen. Das Ergebnis erschien 1980 als viertes Brainticket-Studioalbum auf LP. "Adventure" bietet zwei seitenlange Nummern, die ein eher getragen dahin gleitendes Gemenge an verschiedenen Tastensounds, Querflöte und Perkussion bieten.

E-Piano, Clavinet und verschiedene Synthesizersounds gibt es zu hören, dazu recht viel perkussives Klappern, Hallen, Gongen und Wummern (kein rockendes Schlagzeug) und gelegentlich Vandroogenbroecks Flöte. Mal elektronischer, mal jazziger, mal eher freiformatig-krautig wabernd kommt die Musik aus den Boxen. Jazzige E-Pianolinien bzw. Clavinet-Muster, allerlei elektronisches Fiepen, Zischen, Brummen und Flimmern, diverse flächige Tastensounds und melodisch singende und klangvoll wabernde Synthesizer bestimmen das Klangbild, rhythmisch ergänzt um die klanglichen Erzeugnisse von Handtrommeln, Gongs, Glocken, Klangschalen und weiterem Klapperkram, die meist für eine gewisse Ethno-Atmosphäre sorgen. Dazu kommen - eher selten - elegische Flöteneinlagen. Mitunter kommt die Musik fast funkig daher (woran wohl das Clavinet schuld ist). Bisweilen nimmt das Ganze auch Fahrt auf, purzeln dynamische Tasten-Bassmuster voran, vermengt mit perlenden E-Pinaolinien. Anderes (meist wenn die Flöte erklingt) gemahnt ein wenig an den World-Jazzprog von Jade Warrior.

Das Material wurde 1997 von Purple Pyramid auch auf CD wieder veröffentlicht. Allerdings ist dabei ein kleines Malheur passiert. Man hat wohl die Masterbänder vertauscht, denn auf der "Adventure"-CD sind die beiden Nummern des 1982 erschienen Brainticket-Albums "Voyage" zu finden, während die CD mit dem Titel "Voyage" die beiden Tracks von "Adventure" beinhaltet (wie man schon an den "falschen" Spielzeiten der Stücke sieht - "Voyage part 2" ist nämlich gut 15 Minuten lang, während es "Adventure par 2"auf 18 bringt). Wenn man also "Adventure" auf CD haben möchte, muss man sich "Voyage" zulegen (und umgekehrt). Aber am besten erwirbt man einfach beide. "Voyage" steht "Adventure" nämlich nicht nach.

Drei längere Bonusnummern sind jeweils auf den CDs zu finden. Auf der "Adventure"-CD (die aber eigentlich "Voyage" beinhaltet) heißen diese "Machinery (Analog 1970)", "3 Worlds" und "Robotika". Wann und wo diese Nummern von wem aufgenommen wurden, wird nirgends verraten. Dem Klang nach sind sie aber etwas jüngeren Datums (auch wenn da an einer Stelle 1970 vorkommt). Im Grunde wird hier ähnliche Musik geboten (allerlei jazzige bis klangmalende Tastenexkurse), allerdings ohne die Perkussion, bzw. mit elektronischen Rhythmusmustern versehen - zumindest in "Machinery" und "Robotika". "3 Worlds" bietet dagegen freiformatige Tongebilde, fast Dark-Ambientartiges, hallenden Klang, Geräusche, Stimmfragmente und elektronisches, Wabern, Knurren, Zischen und Dröhnen.

Wer sich vorstellen kann, dass ihm eine dichte, wenn auch eher gemächlich dahin gleitende Mischung aus Elektronischem, Jazzrock und Ethnoprog à la Jade Warrior gefallen könnte, der sollte "Adventure" einmal antesten. Mit den ersten drei Alben der Band hat die Musik eher wenig gemain, doch ist das Album eigentlich trotzdem eine ziemlich originelle Angelegenheit.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.4.2015
Letzte Änderung: 17.4.2015
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Brainticket

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Cottonwoodhill 10.50 4
1972 Psychonaut 5.50 2
1973 Celestial Ocean 9.50 2
1982 Voyage 10.00 1
2000 Alchemic Universe 8.00 1
2011 Live in Rome 1973 9.00 1
2015 Past, Present & Future 10.00 1
2018 Zürich/Lausanne 11.00 1

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