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Secret Saucer

Phase Five

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: instrumental; RetroProg; Spacerock
Label: Salad Farm Studio
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Ted Boburka Drums, Percussion
Dave Hess Synthesizers,Keyboards
Steve Hayes Synthesizers, Keyboards, Bass, Guitars
Dan Schnell Guitars
Bill Spear Bass

Gastmusiker

Tom Brehm Fiddle
John Pack Guitar
James Dunn Drums
Steve Bemand Guitar
Greg Klucher Flute

Tracklist

Disc 1
1. Blue Star 3:35
2. Spin Drift 7:36
3. Visible Light 7:01
4. The Alderson Point 5:25
5. Three Days of Darkness

1. Darkening Day
2. Black Earth
3. Beyond the Darkness

8:47
6. The Quencher 8:02
7. Space Walking 7:12
8. Mr. Natural 7:50
9. Nova Star 5:52
Gesamtlaufzeit61:20


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Nach einer etwas längeren Pause haben die Ufonauten aus Ohio ihre Flugscheibe wieder flott gemacht und sich einmal mehr zu einer Klangreise in die unendlichen Weiten des Raumes aufgemacht. Im Frühjahr 2015 legten Secret Saucer dann mit "Phase Five" das Ergebnis der Exkursion vor. Den Titel kann man auf zweierlei Art interpretieren. Einerseits handelt es sich um das fünfte Studioalbum der Band, wenn man das Remix-Reste-Album "Nachvollziehens" aus dem Jahre 2014 nicht mitzählt. Andererseits ist die Band nun als Quintett tätig (Greg Kozlowski - siehe Antrilon - ist nicht mehr mit dabei), so dass sie in der Tat eine Art Fünfer-Phase durchmacht. Die Köpfe der fünf Bandmitglieder zieren, in Blasen schwebend, auch das Cover.

Spacerock ist natürlich weiterhin das Genre, in dem sich Secret Saucer betätigen. Im Vergleich zu den Vorgängeralben kommt die Musik auf "Phase Five" etwas erdiger (irdischer) daher, hat man doch den E-Gitarrenanteil erhöht und deshalb auch zwei Gastmusiker ins Studio geladen. Ansonsten bestimmen weiterhin Synthesizersounds und Elektronisches die Musik, ergänzt meist um Bass und Schlagzeug, so dass sich ein recht typisches, aber doch eigenes und diesmal auch recht sperriges Spacrockgebräu ergibt.

Die Scheibe braucht etwas, um beim Rezensenten zu zünden. Das einleitende "Blue Star" bietet erst einmal von Handperkussion begleitetes, dezent schwebendes bis druckvoller vibrierendes Elektonikwabern. "Spin Drift" hüpft dann elektronisch rockend und munter, aber auch etwas einfallslos und unspektakulär zusammengejammt dahin. Mit "Visible Light" werden langsam treibend-hypnotische Spacerock-Gefilde erreicht, in denen sich Tom Brehms schräges Gegeige ziemlich gut macht. Allerdings verwandelt sich das Stück nach eineinhalb Minuten in ein etwas unaufgeregt dahindümpelndes Klangschreiten, in dem nur gegen Ende wieder die Geige aufhorchen lässt.

Mit "The Alderson Point" kriegt die Band dann aber die Kurve hin zu einem farbigen, elektronisch zischenden, fiependen und pulsierenden Spacerock, der sich zudem immer wieder durch recht aggressive Gitarreneinalgen auszeichnet. Das lange "Three Days of Darkness" begibt sich - dem Titel entsprechend - in düstere Gefilde. Eine Art Space-Doom kommt da aus den Boxen, voluminöses Basdröhnen, dichte sonore Synthesizerschübe, allerlei weiteres Zischen und Fiepen und extatisch jaulende E-Gitarrenexkurse (von Gastgitarrist Steve Bemand). Stark!

Die nachfolgenden Nummern variieren farbig das Spacerock-Thema, bieten mal Berliner Sequenzergewebe verbunden mit repetitivem, Neu!-artigem Schlagwerk und lauteren E-Gitarrenausbrüchen ("The Quencher"), mal luftig voran gleitendes Elektronikgewölk ("Space Walking"), mal härter rockende Tasten-Gitarrenexkurse ("Nova Star"). In "Mr. Natural" bewegen sich erst einmal freiformatigere kosmische Elektronikgemenge durch die Gehörgänge, fast maschinelle Muster und allerlei perkussives Geklimper und Klappern. Nur langsam arbeiten sich schließlich das Schlagzeug nach Vorne und die Nummer wandelt sich langsam in einen entspannt dahin gleitenden Spacejazzrocker, angereichert mit hallenden Flöteneinlagen. Toll!

Wie auch die anderen Scheiben des Projekts ist "Phase Five" eine sehr unterhaltsame Spaceprog-Scheibe, die das erwürdige Genre auf hohem Niveau am Leben hält und ihm auch ein paar neue und eigene Aspekte hinzufügt. Macht, nach etwas zähem Beginn, viel Spaß!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.4.2015
Letzte Änderung: 27.5.2017
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Secret Saucer

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2005 Element 115 10.00 1
2007 Second Sighting 11.00 1
2009 Tri-Angular Waves 9.00 1
2011 Four On The Floor 10.00 1
2014 Nachvollziehens 10.00 1
2016 The Reset 8.00 2

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