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Lonely Robot

Please Come Home

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: Melodic Rock / AOR; Neoprog; Rock / Pop / Mainstream
Label: InsideOut
Durchschnittswertung: 8.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

John Mitchell Guitar, Vocals, Keyboards, Bass
Nick Beggs Bass
Steve Hogarth Guitar, Piano, Vocals
Craig Blundell Drums
Jem Godfrey Keyboards, Stick, Guitar
Nik Kershaw Guitar
Jamie Finch Guitar
Heather Findlay Vocals
Rebecca Need-Menear Vocals
Kim Seviour Vocals
Peter Cox Vocals
Lee Ingleby Narrator

Tracklist

Disc 1
1. Airlock 3:51
2. God vs. Man 5:41
3. The Boy In The Radio 4:51
4. Why Do We Stay? 5:15
5. Lonely Robot 8:09
6. A Godless Sea 5:28
7. Oubliette 5:20
8. Construct/Obstruct 5:46
9. Are We Copies? 6:18
10. Humans Being 5:34
11. The Red Balloon 2:04
Gesamtlaufzeit58:17


Rezensionen


Von: Piotre Walter @ (Rezension 1 von 2)


Ein neuer Stern am Progressive Rock Himmel?

John Mitchell (Arena) schart für sein neues Projekt „Lonlely Robot“ wohlbekannte Musiker um sich: z.B. Steve Hogarth (Marillion), Jem Godfrey (Frost), Nik Kershaw, Heather Findlay (Ex-Mostly Autumn) und Nick Beggs (Lifesigns).

Der Progressive Rock Kosmos - unendliche Weiten: Der „Einsame Roboter“ ist mit seinem Sternenschiff irgendwo zwischen Progmetal, Melodic Rock und Neoprog unterwegs.

Zum Auftakt mit dem bombastischen Instrumental „Airlock“ seinen dramatischen Keyboards, garniert mit satten Gitarren-Riffs kann der Roboter erst mal punkten. Mit „God vs. Man“ legt die Band noch eine Stufe an Tempo und Bissigkeit zu. Das macht Laune und hier kann man das Gütesiegel „Progmetal“ durchaus vergeben.

Mit „The Boy in the Radio“ und „Why Do We Stay?“ wird es dann deutlich beschaulicher. Während ersteres nur mäßig spannend ist, weiß die Ballade zu gefallen. In „Why Do We stay?“ entwickelt sich ein schönes Duett von John Mitchel und (Ex-Mostly Autumn-Sängerin) Heather Findlay. Sänger gibt es beim Projekt Roboter wirklich zur Genüge. Ausfall gibt es keinen und alle sind in melodischen Gefilden unterwegs.

Der Titeltrack ist ein ruhiges, melodisches Midtempostück, wären da nicht im 2. Teil einige freche Gitarreneinlagen, die dem Track unerwarteten Biss verleihen. Gerade hier oder bei den ersten beiden Songs des Albums entspinnt sich ein schönes atmosphärisch dichtes Spannungsfeld aus sparsamen aber wirkungsvollen Keyboards und Hardrock-Gitarrenmotiven.

Nach den kräftigen Gitarrenklängen in „Lonley Robot“ hätte ich mir eigentlich gewünscht, dass der Roboter in den Warp-Antrieb schalten würde. Leider nimmt „A godless Sea“ den Drive aber wieder völlig raus und ist auch insgesamt ein wenig träge. Auf dem Weg nach Hause scheint es der kleine Roboter nicht so eilig zu haben, denn er bewegt sich weiter sehr gemütlich in melodischen und leicht bombastischen Gefilden durch die Milchstrasse.

Das ist alles sauber eingespielt und geschmackvoll produziert. Kein Wunder bei der illustren Riege der Musiker. Hier wird nichts dem Zufall überlassen. Der recht hohe Melodic-Faktor zielt auf ein breites Publikum. Das Prädikat Progmetal unter welchem das Album teils firmiert, ist mit jedoch mit Vorsicht zu genießen, da dieses Ettiket eigentlich nur auf maximal drei Songs passt.

„Please Come Home“ eine ansprechende Melodic-Rock-Scheibe mit gelegenlichen progressiven Hardrockeinflüssen ist insgesamt aber doch recht beschaulich geraten. Ein wenig mehr Biss, der ja durchaus vorhanden ist, würde dem Album mehr Prägnanz verschaffen und der Musik gut stehen. Wirklich Neues bietet das Werk nicht - auch inhaltlich bewegt man sich in für progressive Rock klassischen Science-Fiction-Motiven.

Anspieltipp(s): Airlock, God vs. man, Lonley Robot
Vergleichbar mit: Sound of Contact, Lifesigns
Veröffentlicht am: 6.7.2015
Letzte Änderung: 6.7.2015
Wertung: 8/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 2)


Lonely Robot ist irgendwie die logische Fortsetzung in der Entwicklung des Musikers John Mitchell und der Reihe Arena - Kino - It Bites (Mark II). Zuerst war Mitchell bei Arena "nur" Gitarrist, dann steuerte er auch Backing Vocals bei, als nächstes übernahm er bei Kino und später bei der zweiten Inkarnation von It Bites auch die Rolle als Lead Sänger.

Mit Please Come Home legte er vor zwei Jahren sein Debut als Solist vor, verstärkt durch zahlreiche namhafte Kollegen aus Prog und Pop (Nik Kershaw, Peter Cox (u.a. Go-West)). Neben Gesang und Gitarre bedient er nun auch Bass und Keyboards. Und hat natürlich sämtliche Songs geschrieben.

Arena lasse ich als Vergleich mal aussen vor. Dort ist der Einfluss von Mitchell mit Ausnahme seiner charakteristischen Gitarrensoli überschaubar. Ab Kino aber prägt Mitchell die Bands, in denen er spielte, wesentlich. Zum einen durch sein Gitarrenspiel, zum anderen durch seine Stimme, die angenehmes Timbre mit rauher Kratzigkeit verbindet. Kino war insgesamt für meinen Geschmack etwas verspielter, teilweise auch epischer, spannte grosse Melodiebögen. Auf Please Come Home sind die Gitarren oft härter, Progmetal ist das hier aber noch nicht.

Die Musik ist abwechslungsreich und nimmt den Hörer durch eingängiges Songwriting sofort mit. Wie Kollege Walter schon erwähnt hat, wird man mitunter an Sound of Contact erinnert. Alles in allem ist dies aber Mitchell-Musik. Wenn man sich nacheinander Kino, It Bites und dann Lonely Robot anhört, wird einem sofort klar, wie gross der Einfluss Mitchells auf diese Bands ist/war.

Das Album macht Spass.

Anspieltipp(s): Oubliette
Vergleichbar mit: Kino, It Bites
Veröffentlicht am: 6.5.2017
Letzte Änderung: 6.5.2017
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Lonely Robot

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2017 The Big Dream 9.00 2

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