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Peter Hammill

Fool's Mate

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1971 (Remaster-Ausgabe 2005)
Besonderheiten/Stil: ArtPop; sonstiges
Label: Charisma
Durchschnittswertung: 9.6/15 (5 Rezensionen)

Besetzung

Peter Hammill all lead vocals, acoustic guitar, piano

Gastmusiker

Guy Evans drums, percussion
Hugh Banton piano, organ
Nic Potter bass
Dave Jackson alto + tenor saxes, flute
Robert Fripp electric guitar
Martin Pottinger drums
Rod Clements bass, violin
Paul Whitehead tam-tam
Ray Jackson harp, mandolin

Tracklist

Disc 1
1. Imperial Zeppelin 3:38
2. Candle 4:13
3. Happy 2:32
4. Solitude 4:54
5. Vision 3:11
6. Re-Awakening 3:55
7. Sunshine 3:54
8. Child 4:20
9. Summer Song in the Autumn 2:14
10. Viking 4:41
11. The Birds 3:35
12. I Once Wrote Some Poems 2:43
13. Re-Awakening   (Previously unreleased demo) 4:33
14. Summer Song in the Autumn   (Previously unreleased demo) 2:46
15. The Birds   (Previously unreleased demo) 3:18
16. Sunshine   (Previously unreleased demo) 3:50
17. Happy   (Previously unreleased demo) 2:46
Gesamtlaufzeit61:03


Rezensionen


Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 1 von 5)


Die erste Soloplatte von Hammill nach dem Ende der VDGG, alle VdGG-Leute spielen mit, daneben Musiker von Lindisfarne und Fripp. Die Platte erinnert stellenweise sehr an die ersten VdGG-Platten, ist aber akustischer gehalten als diese. Auch sind die Songs deutlich kürzer, ohne dass dies der Musik schadet. Der erste Track ist richtig flott und fröhlich, so als ob Hammill sich selbst nicht ganz so ernst nimmt. Im Vergleich zu späteren Platten singt Hammill deutlich höher und verhaltener, weicher. "Happy" hat was Jahrmarktähnliches. "Solitude" klingt wie ein VdGG-Demo, Hammill mit akustischer Gitarre und Mundharmonika. Dafür ist "Vision" eine klassische Pianoballade, "Re-awakening" ein eingängiger Bandsong, die alle drei auch auf "H to He.." hätten erscheinen können.

Seite 2 Beginnt mit "Sunshine", dass fast wie eine Mischung von ELTON JOHN und den KINKS klingt, lustig, besonders auch der Saxophoneinsatz von Jackson. "Child" ist Gesang mit spärlicher Instrumentierung und hätte sehr gut auch auf "OVER" gepasst.

Es ist auch eine der wenigen Hammillplatten, die für mich manchmal so etwas wie Optimismus austrahlt, fröhlich wirkt. Eingängiger als die vorangegangenen VdGG-Platten, aber nichts desto trotz eine gelungene Fortsetzung des Bandkonzeptes.

Anspieltipp(s): Child, Vision
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.4.2002
Letzte Änderung: 22.4.2002
Wertung: 9/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 5)


"Fool's Mate" unterscheidet sich mit seiner beschwingten, manchmal geradezu fröhlichen oder auch albern-ausgelassenen ("Imperial Zeppelin", "Sunshine") Atmosphäre sicherlich ganz erheblich von anderen Hammill- und VdGG-Sachen (obwohl einige Songs auch auf "The Aerosol Grey Machine" gepasst hätten), und auch mich nervt das erwähnte "Sunshine" auf Dauer ein bisschen. Aber es gibt hier auch einige kleine Juwelen zu entdecken: Songs von schwebender Leichtigkeit wie "Solitude" oder "Child", letzeres mit schönem Flöteneinsatz von David Jackson, die leise Melancholie von Stücken wie "Candle" (mit Mandoline!) oder der Klavierballade "Vision". Schließlich gibt es bei "I Once Wrote Some Poems" noch einen kleinen Vorgeschmack auf den kommenden Hammill.

Für Hammill-Einsteiger würde ich "Fool's Mate" nicht empfehlen, dafür ist es doch zu untypisch. Eine lohnenswerte Ergänzung ist aber in jedem Fall.

Auf meiner Schallplattenausgabe prangt auf der Rückseite übrigens ein Aufdruck "POP LEGENDS" ;-)))

Anspieltipp(s): Candle, Solitude, Child
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.8.2004
Letzte Änderung: 19.8.2004
Wertung: 9/15

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Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 3 von 5)


Van der Graaf Generator hatten gerade ihre "Six Bob"-Tour mit den Charisma-Labelgefährten Genesis und Lindisfarne hinter sich, wo man für sechs Schillinge (30 pence) diese drei Topacts bewundern konnte, als Peter Hammill im April 1971 für vier Tage ins Studio ging, um diese seine erste Soloplatte einzuspielen. Die Songs sind allerdings bereits älteren Datums, entstanden in den Jahren 1966/67 und 1969, und wurden teilweise auch schon von VdGG gespielt. Er hatte das Gefühl, wenn er sie jetzt nicht aufnähme, würde der zeitliche Abstand zur Entstehung zu groß sein, um sich noch damit identifizieren zu können. Außerdem hatte er das Gefühl, diesen alten Ballast loswerden zu müssen, um sich neuen Dingen zuwenden zu können.

Im Studio erhielt er tatkräftige Unterstützung seiner VdGG-Kameraden sowie Teilen von Lindisfarne, dazu noch Robert Fripp an der E-Gitarre. Das Ergebnis ist allerdings absolut VdGG-untypisch. Die Songs sind alle recht kurz, unter fünf Minuten. Sie sind eingängig, nicht sonderlich komplex und fast schon poppig zu nennen. Hammill nimmt seine Stimme sehr zurück, expressive Ausbrüche, wie man sie eigentlich von ihm gewöhnt ist, sind fast nicht vorhanden. Ein Song wie z.B. "Sunshine" ist für hammillsche Verhältnisse ungewohnt fröhlich, mit einem quirligen, burlesken Saxophon und einem Ohrwurm-Refrain, der jedoch nach zu intensivem Hören irgendwann nervig wird.

Für die remasterte Fassung wurden fünf Demos dazugepackt, die man irgendwo ausgraben konnte. Eine nette Dreingabe, mehr aber auch nicht.

Im Vergleich zum wenige Monate später erschienen "Pawn Hearts" fällt diese erste Hammill-Soloscheibe stark ab. Das liegt wohl in erster Linie daran, daß hier Resteverwertung betrieben wurde. Daß er es besser kann, sollte er bereits mit dem Nachfolger "Chameleon in the shadow of the night" zeigen.

Anspieltipp(s): Happy, The Birds
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.7.2005
Letzte Änderung: 22.7.2005
Wertung: 9/15

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Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 4 von 5)


Dank dem informativen Booklet der remasterten Neuauflage von 2005 habe ich's endlich auch erfahren: Diese für Hammill untypische Songsammlung wurde nur zufällig 1971 zu seiner ersten Soloplatte. Hätte er noch länger gezögert, diese damals schon 3-4 Jahre alten Songs aufzunehmen, wären die wohl für immer unveröffentlicht geblieben. ("Wohl für immer" bedeutet in unserer Zeit, in der alles irgendwann mal ausgegraben wird, dass "Fool's mate" ca. 30 Jahre später rauskommen würde).

Entgegen dem ersten Eindruck, "Fool's mate" würde kaum wie eine typische Hammill-Platte klingen, möchte ich darauf hinweisen, dass bis auf die fröhlich-witzigen "Imperial Zeppelin" und "Sunshine" sowie den Text von "Happy" es sich hier sehr wohl um Hammill-typische Werke handelt ...Noch etwas spricht für dieses Album: Hammill läßt diese wegen der ebengenannten Ausnahmen etwas unentschlossen wirkende Songsammlung von Fripps summenden Gitarren einleiten und abschließen.

Das collageartige Cover von Paul Whitehead scheint dem Käufer allerdings eine durchgehend humorvolle und leichtfüßige Platte vorzugaukeln, was "Fool's mate" mit Sicherheit nicht ist.

In "Imperial Zeppelin" vermischen sich VdGG-ähnliche Fragmente mit psychedelischem Pop der ausgehenden 60-er.

Dank der abgedruckten Songtexte kann der Hörer die in "Candle" geschilderte, der uns bekannten Welt anhaftende Vergänglichkeit verinnerlichen. Die folkige Mandolinbegleitung wäre in einem anderen Song aber viel besser aufgehoben. Wie z.B. in dem lyrisch-proggigen, klassisch angehauchten "Happy", das verhaltene Lebensfreude verströmt.

Die traurig-schöne Melodie von "Solitude" würde ohne störende Mundharmonika noch viel trauriger und schöner wirken.

"Vision" ist die Hammill-typische Ballade, in der die pastorale Schönheit völlig ungezwungen und unpeinlich wirkt.

In "Re-awakening" treffen die verwinkelt-hektischen, später in ähnlicher Form oft von Hammill verwendeten Einfälle auf bedächtigen Refrain, das alles so arrangiert, als wäre die Aufnahme von ca. 1967 .

Das beinahe schon übertrieben fröhliche "Sunshine" erinnert vielleicht an The Kinks. Schade nur, dass ich The Kinks noch nie viel abgewinnen konnte.

In "Child", mit akustischer Gitarren-, Flöten- und Pianobegleitung, kehrt Hammill wieder seine zweifelnden, depressiven Seiten hervor. Nach "Sunshine" kommt also "Child"...Das nenne ich Wechselbad der Gefühle...

Der bedächtige "Summer song" und das finstere "Viking" würden sich auch auf einer VdGG-Platte gut machen.

Das hoffnungslos melancholische "The birds" beweist, dass Hammill damals wunderschöne, anspruchsvolle und zugleich einprägsame Melodien schreiben konnte.

Als Abschluss der 2005-er Neuauflage gibt es fünf Van der Graaf Generator-Demos mit Songs von "Fool's mate". Van der Graaf als "Happy"-, "Sunshine"-Band? Klingt sehr seltsam...

Insgesamt respekt vor Peter Hammills mutiger Entscheidung, zu Beginn seiner Solokarriere 2-3 für ihn untypische Songs vorzustellen. Trotzdem kann ich "Fool's mate" mehr abgewinnen, als den meisten Hammill-Alben nach 1997.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.8.2005
Letzte Änderung: 14.8.2005
Wertung: 10/15

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Von: Markus Peltner @ (Rezension 5 von 5)


Im Booklet der remasterten Fassung kann man es nachlesen. Dieses erste und für Peter Hammill nicht ganz typische Album, „musste“ er nun endlich aufnehmen. Die Songs dafür waren schon Ende der sechziger Jahre entstanden. Und nun wollte er damit abschließen und sie endlich veröffentlichen, um wohl auch den Kopf wieder für neue Ideen freizubekommen.

Das auf dem Cover abgebildete Schachbrett bezieht sich auf den Titel des Albums. „Fool’s Mate“, zu Deutsch „Narrenmatt“. Es ist die kürzeste Art und Weise, wie beim Schachspiel eine Matt-Stellung erzielt werden kann. Dazu bedarf es lediglich vier Züge, wobei anschließend Schwarz die Mattstellung erzielt. „Narrenmatt“ auch deshalb, da „Weiß“ zwei ungünstige Züge getätigt haben muss. Das auf dem Cover abgebildete Schachspiel deutet allerdings mehr auf den „Schäferzug“ hin, bei dem „Weiß“ „Schwarz“ mit dem siebten Zug matt setzt.

Die Musik auf dem Album „Fool’s Mate“ ist auch etwas untypisch für Peter Hammills sonstige Soloplatten und erst recht für die Alben von „Van der Graaf Generator“. Zwar hat er alle seine „Van der Graaf“-Bandkollegen auf diesem Soloprojekt um sich geschart und dazu gesellten sich auch noch, unter anderem, Robert Fripp von King Crimson sowie Rod Clements und Ray Jackson von Lindisfarne. Progressive Rockmusik bekommt man auf „Fool’s Mate“ allerdings immer nur in Ansätzen zu hören.

Die Titel überschreiten nur selten die Länge von vier Minuten und auch die Musik unterscheidet sich sehr von der seiner Band zur damaligen Zeit. Diese ist auf „Fool’s Mate“ manchmal sogar fast poppig wie bei der Nummer „Sunshine“, manchmal doch noch ein wenig progressiv, wie im Stück „Imperial Zeppelin“. Oder aber sie ist wunderschön melodiös und irgendwie fröhlich, wie auf dem Track (nomen est omen) „Happy“. Und Peter Hammill zeigt auf „Fool’s Mate“ auch, dass er die Gabe besitzt wunderschöne Melodien zu kreieren wie auf „Vision“ und dem tollen „Birds“. Ganz ruhig und sanft strömt hierbei die Musik aus den Lautsprechern. Wahrlich Musik zum Träumen.

Dann gibt es da auch so verspielte und doch traurige Titel wie „Solitude“ und „Child“, die allerdings doch wieder irgendwie an „Van der Graaf Generator“ erinnern. Und auf „Summer Song“ und „Viking“ produziert auch die Art des Gesangs Peter Hammills Assoziationen zu seinem Bandprojekt, bei dem man für mich den „progressiven Gesang“ schlechthin zu hören bekommt.

Fazit: Ein ganz feines Album hat Peter Hammill da zu Beginn seiner Solokarriere vorgelegt. Dies dürfte auch vielen gefallen, die mit progressiver Rockmusik im Allgemeinen und mit „Van der Graaf Generator“ im Speziellen so gar nichts anfangen können. „Fool’s Mate“ ist ein Album der leisen Töne, mit vielen tollen Melodien. Die perfekte Platte für dunkle Novembertage. Oder aber zum Hören im Winter, wenn das Holz im Kamin knackt und an es sich gerade auf dem Bärenfell bequem gemacht hat. Oder nein, noch besser zum Herunterkommen, nach einem anstrengenden und heißen Tag im Sommer. Stimmt, irgendwie passt diese Musik immer. Leise und unaufgeregt.

Anspieltipp(s): Happy, Vision, Summer Song, The Birds
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.6.2012
Letzte Änderung: 10.6.2012
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Peter Hammill

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1973 Chameleon in the Shadow of the Night 10.00 3
1974 The Silent Corner and the Empty Stage 13.00 3
1974 In Camera 12.50 3
1975 Nadir's Big Chance 11.33 4
1977 Over 11.67 3
1978 The Future Now 11.67 3
1979 pH7 13.33 3
1980 A Black Box 12.75 4
1981 Sitting Targets 9.00 3
1982 Enter K 12.50 2
1983 Patience 11.00 2
1984 The Love Songs 8.50 2
1985 The Margin+ 12.50 4
1986 Skin 8.00 2
1986 And close as this 6.25 4
1988 In A Foreign Town 8.50 2
1988 Spur of the Moment (Peter Hammill & Guy Evans) 8.50 2
1990 Room Temperature Live 9.67 3
1990 Out Of Water 9.00 2
1991 The Fall of the House of Usher 7.50 2
1992 Fireships 10.50 2
1993 The Noise 7.00 2
1993 Offensichtlich Goldfisch 9.00 2
1993 There Goes The Daylight 9.00 2
1993 Loops & reels - Analogue Experiments 1980 - 1983 7.50 2
1994 Roaring Forties 9.67 3
1995 The Peel Sessions 12.00 2
1995 X My Heart 10.50 2
1996 Sonix 8.50 2
1996 Tides 9.00 2
1996 Past Go: Collected - 1
1997 The UNION CHAPEL Concert (Peter Hammill & Guy Evans) 12.50 2
1997 Everyone You Hold 11.50 2
1998 This 10.00 2
1999 The Appointed Hour (Roger Eno & Peter Hammill) 9.50 2
1999 The Fall of the house of Usher (deconstructed & rebuilt) 9.00 2
1999 Typical 12.50 2
2000 None of the Above 10.00 2
2001 What, Now? 11.50 2
2001 Unsung 11.00 1
2002 Clutch 13.00 2
2004 Incoherence 12.50 2
2006 Veracious 11.00 3
2006 Singularity 12.00 3
2009 In the Passionskirche Berlin MCMXCII 10.00 1
2009 Thin Air 11.00 2
2011 Pno, Gtr, Vox 12.00 2
2012 Pno, Gtr, Vox Box 12.00 1
2012 Consequences 10.33 3
2014 ...all that might have been... 11.00 1
2016 Live at Rockpalast 13.00 1

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