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Steamboat Switzerland

Wertmüller

(Archiv-Tipp 11/2016)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005
Besonderheiten/Stil: Jazz; Klassikrock / Adaptionen; Klassischer Prog; Moderne Klassik
Label: GROB
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Dominik Blum Orgel
Marino Pliakas Bass
Lucas Niggli Schlagzeug

Gastmusiker

Guest Stimme (2,4,8,9,10,11)

Tracklist

Disc 1
1. VI 2:15
2. rH.lH.lF.rF. [Schönheit] 4:57
3. III 1:21
4. Moto [Ein Weltbewusstsein.] 6:00
5. I/II 3:43
6. V 5:36
7. IV 3:58
8. 7:5 [Eine Präzise Uhr] 3:54
9. Crimson Ia [Ein Mensch] 4:29
10. Wellenlänge 5:57
11. 5:4 [Darf das so sein] 5:24
12. Continuum 1:17
Gesamtlaufzeit48:51


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Schon einige Jahre vor Zeitschrei spielte das Schweizer Trio Steamboat Switzerland ein Album mit Kompositionen ihres Landsmannes Michael Wertmüller ein. Leider kann ich keinen direkten Vergleich zwischen beiden Alben machen, da ich bislang nur dieses eine kenne. Der Rezension aus Kollege Fedes Feder nach zu urteilen, scheinen jedoch nicht gerade musikalische Welten zwischen beiden zu liegen.

Das Trio spielt auch hier in der Besetzung Orgel, Bass und Schlagzeug. Die Orgel - ein altehrwürdiges Exemplar, wie sich der Rezensent bei einem Konzert im Mai 2016 überzeugen konnte - steht naturgemäß im Vordergrund. Ein wahres Feuerwerk zelebriert Dominik Blum darauf, eine Orgie in allen Facetten von unterirdischem Brummen bis zu brutalem Kreischen, stets voller Power und Aggressivität. Die Kompositionen bewegen sich dabei in einem Spannungsfeld zwischen jazzigen Klängen, moderner Klassik und klassischem Progressive Rock.

Immer wieder hat man dabei für ein paar Sekunden den Eindruck, einem Stück von ELP zu lauschen - nein, nicht Lake-Balladen oder Boogie Woogie, sondern die frühen, brutalen ELP, etwa wie anno '73 auf Toccata. Nicht weil es so klingen würde wie dieses Stück, es sind eher so kleine melodische Wendungen, die sich auch ein Keith Emerson ausgedacht haben könnte. Aber dann nimmt die Musik rasch eine andere Wendung mit einem freejazzigen Ausbruch oder wechselt in neutönende Bereiche. Überhaupt ist Toccata ein guter Vergleich. Nicht das Stück an sich, aber die brutale Aggressivität, die Emerson darauf an den Tag legte, durchzieht praktisch das gesamte Album. Dabei sind die drei keineswegs durchweg im Höllentempo unterwegs, aber auch in langsamen Stücke wie Wellenlänge hat die Orgel diesen rauen, aggressiven Sound.

Bei aller Begeisterung für das Georgel sollen die Herren an Bass und Schlagzeug nicht vernachlässigt werden. Der knackige Bass und das dichte, treibende Schlagzeug halten mit komplex-verschlungenen Linien souverän gegen die allgegenwärtigen Eskapaden der Orgel.

Einen bedeutenden Unterschied zu Zeitschrei gibt es dann doch noch: während jenes rein instrumental gehalten ist, werden hier auf einigen Stücken Gedichte des deutschen Lyrikers Michael Lentz vorgetragen. Wobei „vorgetragen“ nicht ganz der passende Ausdruck ist; der lediglich „Guest“ genannte Gast trägt die Lyrik mit exaltierter Stimme, teilweise auch in einer Art Sprechgesang vor. Eine Stimmakrobatik, die perfekt zu dieser Musik passt, sich dabei aber nie zu sehr in der Vordergrund drängt und auch nie zur bloßen Effekthascherei verkommt. Fügt sich hervorragend in die ebenfalls hervorragende Musik ein! Tolles Album!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.6.2016
Letzte Änderung: 23.10.2016
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Steamboat Switzerland

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2009 Get Out Of My Room 13.00 1
2013 Zeitschrei 13.00 2

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