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Fire Garden

Far and Near

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: HardRock; Melodic Rock / AOR; New Artrock; Progmetal
Label: Eigenverlag
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Zee Baig vocals, electric guitar, acoustic guitar, mellotron, synth, keyboards
Frank Lucas piano, keyboards, synth
Marc Malitz bass, fretless bass
Barry Kleiber bass
Jimmy Keegan drums

Gastmusiker

Jordan Rudess outro keyboard solo (4)

Tracklist

Disc 1
1. Far and Near 2:28
2. There's Something 7:48
3. A New Day 4:33
4. Life of a Drifter 7:10
5. A Thousand Lost Souls 5:03
6. War and Peace 3:17
7. Faint Shadows 7:04
8. Whitelight 6:24
9. Diary of the Blood Moon 10:50
Gesamtlaufzeit54:37
Disc 2
1. Full Album in 24/96 Stereo PCM   (DVD)
2. Full Album in DTS 5.1
3. 24/96 PCM instrumentals
4. Tracklist & Extras


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Fire Garden ist das Projekt des Musikers und Komponisten Zee Baig. „Far and Near“ ist die dritte Veröffentlichung nach einer EP und dem ersten Vollzeit-Album. Baig ist seine eigene Band und hat auch früher weitgehend alles selbst eingespielt, aber nun hat er Fire Garden zu einer Band erweitert, schon um auch live auftreten zu können. Gäste gibt’s auf „Far and Near“ auch, Jordan Rudess steuert ein halsbrecherisches Keyboard-Solo bei und an den Drums hat (inzwischen Ex-)Spock's Beard-Schlagzeuger Jimmy Keegan Platz genommen. Live ist Keegan aber nicht mit dabei.

Musikalisch bewegt sich Fire Garden auf „Far and Near“ irgendwo zwischen Melodic Rock, Postrock, New Artrock, einem Schuss Neoprog und ein bisschen Folk. Auch ein Krümel sinfonischer Pop kann hie und da vernommen werden. Also Baig lebt eher die melodisch-wohlfühligen Seiten 'unserer' Musik aus. Aber „Far and Near“ ist nicht weichgespült, sondern ein veritables Rockalbum, welches auch immer mal wieder die Gefilde des Progmetal streift.

Gitarren mit flotten Riffs und elegischen Soli und sirrende und flirrende Keyboards bestimmen das Klangbild. Im Untergrund agiert Keegan moderat vertrackt und stellenweise ungemein mitreißend groovend am Drumset, begleitet von melodischen Basslinien. Nach etwas schüchternem Beginn legt „Far and Near“ spätestens ab „Life of a Drifter“ ordentlich los und bietet abwechslungsreiche, zupackende Rockmusik mit allerlei instrumentalen Kanten und Wendungen. Der Spannungsbogen zeigt klar nach oben und nach hinten raus wird das Album immer besser, mit dem Höhepunkt am Schluss. Zee Baig ist kein großer Sänger, aber seine leicht verwaschen klingende Stimme harmoniert gut mit den Kompositionen und Arrangements. Vielleicht weiß er einfach auch nur, wie er sich selbst inszenieren muss. Die neueren Spock's Beard, vielleicht auch Frost, Kiama, Tilt, It Bites mögen einem als vage Vergleiche in den Sinn kommen, um das Geschehen ein bisschen einzuordnen.

Ein Konzept hat es auch noch irgendwie, „Far and Near“ beschäftigt sich mit kriegerischen Auseinandersetzungen und ihren Folgen. Ein leider dauer-aktuelles Thema… Ganz modern mit Hilfe der Fanbasis via Crowdfunding finanziert, legt uns Zee Baig mit seinen Mitstreitern ein modernes, rockiges und auch melodisches Prog-Album mit hohem Spaß- und Unterhaltungsfaktor vor. Chapeau!

Das ganze kommt in einem hübschen Digipak, gestaltet von Travis Smith. Auf der DVD kann man sich das Album dann noch in verschiedenen Klang-Varianten und im Surround-Sound anhören, was durchaus noch zusätzlichen Spaß bereitet. Die instrumentalen Varianten der Stücke zeigen, dass die Kompositionen auch ohne Gesang tragen.

Anspieltipp(s): ...reinhören (z.T.) via Bandcamp möglich, wobei dort leider die beiden Höhepunkte "Life of a Drifter" und "Diary of the Blood Moon" nicht verfügbar sind
Vergleichbar mit: neuere Spock's Beard, Frost, Kiama, Tilt, It Bites
Veröffentlicht am: 9.11.2016
Letzte Änderung: 9.11.2016
Wertung: 11/15

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