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Maschine

Naturalis

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Neoprog; New Artrock
Label: InsideOut
Durchschnittswertung: 10.75/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Luke Machin Guitars/Vocals/Bass/Keys
Daniel Mashal Bass/Vocals
Marie-Eve de Gaultier Keys/Vocals/Flute
Elliott Fuller Guitars
James Stewart Drums

Tracklist

Disc 1
1. Resistance 11:52
2. Night And Day 5:08
3. Make Believe 7:10
4. Hidden In Plain Sight 7:01
5. A New Reality 8:45
6. Megacyma 11:46
7. Eyes Pt. 2 (Live in Veruno)   (bonus track) 8:55
8. Rubidium (Live in Veruno)   (bonus track) 8:47
Gesamtlaufzeit69:24


Rezensionen


Von: Nik Brückner @ (Rezension 1 von 4)


Maschine startete vor einigen Jahren mit großen Vorschusslorbeeren als eine der großen Hoffnungen der Prog. Luke Machin, Gründer und Namengeber, hatte diese immensen Credentials, Robert Plant, Jeff Beck und, nun ja, The Tangent, und die Erwartungen waren groß. Das Album "Rubidium" konnte diese Erwartungen dann allerdings nicht ganz einlösen. Zu inhomogen war die Scheibe, zu wenig ausgereift klang da alles. Das Album war zwar auf der anderen Seite auch keine große Enttäuschung, lief aber weit unbemerkter durch, als das angesichts der vorausgehenden Lobeshymnen zu erwarten gewesen war.

Drei Jahre später erscheint nun der Nachfolger "Naturalis". in der Zwischenzeit waren Maschine mit Haken und Leprous unterwegs gewesen, und die Band hat sich an zwei Positionen verändert: Marie-Eve de Gaultier singt und spielt Keyboards, James Stewart spielt Schlagzeug. Vor allem aber hat Luke Machin eine wahrhaft gruselige Krankengeschichte hinter sich. Das bewirkte, dass die Band gezwungenermaßen viel Zeit für das neue Album hatte. Machin spricht von einem verkleideten Segen. Und das hört man, "Naturalis" klingt viel homogener als "Rubidium". Das Album ist deutlich reifer.

Mit "Resistance" eröffnet ein proggiger Mehrteiler das Album. Der Song wimmelt nur so von Ideen, einige davon besser, einige weniger gut. Im Ganzen sind's einfach zu viele, und sie hängen teils nur lose zusammen. Immer die gleiche Krankheit bei jungen Progbands. Warum genau das ein Stück ist, wird auch nach mehrmaligem Hören nicht klar. Überzeugender wär's gewesen, sich für einige wenige Ideen zu entscheiden und diese zu modifizieren, zu variieren und weiterzuentwickeln. So hat das Stück leider ein bissl einen Sammelsuriumscharakter.

"Night And Day" ist kürzer, prägnanter und viel mehr auf den Punkt – für unsere Verhältnisse aber dann auch prompt zu konventionell. Es geht um eine Episode aus der Schlacht um die Brücke von Arnhem. Schöner Rocksong, passt, aber letztlich unscheinbar.

"Make Believe" ist ein typisches New-Artrock-Stück: Novemberstimmung, kompositorisch recht schlicht gestrickt, aber derart hochproduziert, dass man das nicht merkt. Wenn die endlosen Wiederholungen eines 4-Ton-Motivs (und seiner 5tonigen Variante) nach vier Minuten anfangen, langweilig zu werden, wird ein 5er-Rhythmus eingeschoben, der das Stück dann aber auch nicht mehr rausreißt.

Auch "Hidden In Plain Sight" dreht sich um den Krieg: Es geht um die Alpenschlachten des ersten Weltkriegs. Der Song beginnt vor diesem Hintergrund überraschend poppig, dann leitet ein gilmoureskes Gitarrensolo in einen ruhigeren Teil über, das Stück endet schließlich mit einer Reihe recht generischer Jazzakkorde, die aber nicht jazzig rüberkommen, sondern eher so bissl funky. Für mich sind Stücke wie dieses kein großer Fortschritt gegenüber den unschlüssigen Passagen des Debüt-Albums. Ähnlich wie diese lassen sie mich eher ratlos zurück.

Auch "A New Reality" vermag es nicht, die Intensität zu entfalten, derer das Album an dieser Stelle dringend bedürfte. Es swingt sich so dahin, aufgewürzt mit ein paar jazzigen Akkorden, die ein Vehikel für ein erneut wunderbares Solo von Luke Machin bilden. Das ist allerdings das Beste an dem Stück – in die Annalen der Proggeschichte wird es nicht eingehen.

Das Abschlussstück "Megacyma" ist der beste Song auf dem Album: Nicht zu flach, nicht überladen, ein toller Progsong, stringent, nachvollziehbar, unlangweilig, klasse.

Auch "Naturalis" ist also kein großer Wurf. "Night And Day" ist ein guter Alternativrocker, "Make Believe" das üblich generisch klingende, aber hörbare New-Artrock-Futter, "Megacyma" handfester Prog. Ich nehme mal an, dass Machine und Konsorten gern so breit aufgestellt sind, das passt auch, wenn es durch Gesamtklang und Produktion (von Machin selbst) so zusammengehalten wird wie "Naturalis". Man wird sehen, ob sie das in Zukunft beibehalten wollen, oder ob sie sich in eine dieser Richtungen weiterentwickeln. Hoffen wir einstweilen, dass Machins Gesundheit stabil bleibt, die Band dranbleiben kann und der Reifeprozess fortschreitet. Maschine bleibt vielversprechend.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.11.2016
Letzte Änderung: 18.11.2016
Wertung: 10/15
Tolle Soli von Machin, aber musikalisch ist nicht alles gleich gut.

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 4)


Wie das manchmal so ist, auf dieses Album war ich sehr gespannt, da mich das Debüt von Maschine – „Rubidium“ – recht begeistert hatte. Dieses Konglomerat aus Vorfreude, gespannter Erwartung und der Hoffnung auf „the next big thing“ führte zu leicht überhöhten Ansprüchen. Was dazu führte, dass mich die ersten Durchläufe von „Naturalis“ recht irritiert und leicht enttäuscht zurückließen. Aber gut Ding will Weile haben und erst recht im Prog zählt der erste Eindruck wenig. Und entweder ist „Naturalis“ ein klassischer ‚grower‘ oder ich hab’s mir inzwischen schön gehört. Mein Eindruck ist auf jeden Fall inzwischen ein eher guter.

„Naturalis“ startet sehr proper mit dem langen Opener „Resistance“, der in bester Prog-Manier mit abwechslungsreichen Instrumentalparts und einigen Ecken, Kanten, Wendungen überzeugt. Machins Gitarrenarbeit ist variabel, glänzt mit gelungenen Soli und ist passagenweise auch ordentlich zupackend. Im Studio ist Machin der alleinige Herrscher an den Saiten, der zweite Gitarrist Elliott Fuller unterstützt die Band live. Das Stück atmet neben seinen proggigen Aspekten auch so ein bisschen Canterbury-Feeling (was sich überhaupt auf diesem Album immer wieder spüren lässt), was auch an den Flöten-Beiträgen (von Keyboarderin de Gaultier beigesteuert) liegt. Vielleicht wurde Machin als alleiniger Songschreiber da auch ein bisschen von The Tangent geprägt. Gesanglich auch stark, wenn de Gaultier und Machin im Duett singen. Und noch ein Sonderlob für das teilweise recht exaltierte, prominent im Klangbild präsente Bassspiel von Dan Mashal (der auf der Band-Homepage inzwischen wieder in der Kurzform ‚Mash‘) firmiert.

So könnte es weitergehen… was es leider nur bedingt tut. Maschine nehmen so ein bisschen den Fuß vom Gas. So schleicht sich dann doch die eine oder andere allzu legere Passage ein, was dem Album Spannung und Zug nimmt. Nicht wirklich schlimm, aber es könnte eben besser sein. Höhepunkt dieser Entwicklung ist das fast schon kitschig-schmalzige „A New Reality“, welches wirklich nur noch durch das geniale Solo von Machin gerettet wird. Aber – siehe Eingangsabsatz – nahezu jedes Stück hat immerhin, manchmal etwas versteckt (vielleicht ist Machins Musik einfach schüchtern?), interessante Passagen, überraschendes, spannendes. Was dem Album dann von Durchlauf zu Durchlauf gut tut und wachsen lässt. Positiv ist sicherlich auch, dass Maschine recht eigenständig und modern zugange sind, so werden keine Retroprog- oder Neoprog-Klischees bedient. Zum Abschluss des regulären Albums kommt dann allerdings mit „Megacyma“ nochmals ein Kracher, der den Faden des Openers direkt aufnimmt und den Hörer direkt in den Prog-Himmel beamt.

In der physischen Digipak-Version werden als Bonus noch zwei Livemitschnitte vom Artrock-Festival in Veruno mitgeliefert. Beide Tracks zeigen Maschine als brillante Live-Band und vor allem, zu was diese Band auch noch in der Lage ist. Das möchte ich dann auch auf dem nächsten Studio-Album hören.

Tja, ich bin etwas hin- und hergerissen… „Naturalis“ (welches im Übrigen lt. Machin „Naturkatastrophen und –phänome, Krieg in einer hoffnungsvollen Art und Weise schildern soll, sprich die Menschheit ist noch nciht verloren. ‚Inspiriert‘ wurde er dabei vom Tsunami 2004) ist ein gutes Album geworden, mit etwas Schatten. Nicht der erhoffte Überflieger, aber eben gute, anregende Unterhaltung.

Anspieltipp(s): Resistance, A New Reality ...beide Seiten des Albums
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.11.2016
Letzte Änderung: 25.11.2016
Wertung: 10/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 3 von 4)


Mein erster Kontakt zu Luke Machin entstand durch die Band Kiama, wo er die Gitarre beisteuerte. Das Album war mir zwar zu melodisch und besaß zu wenig Proganteile, doch Machin's Gitarrenspiel war ein Fixpunkt mit überzeugenden Soli und tollen Riffs.

Jetzt also seine eigene Band. Vorweg zwei wichtige Punkte: mit Marie-Eve de Gaultier an den Keyboards, Flöte und Gesang hat er sich eine starke Partnerin ins Boot geholt. Ihr Gesang gefällt, besonders wenn sie sich mit ihm zusammen tut. Erinnert mich teilweise, z. Bsp. in NIGHT AND DAY an District 97, ohne allerdings die Härte dieser Band zu erreichen. Der andere Punkt ist die druckvolle Produktion. Transparenz und Sauberkeit im Klang sind vorhanden und somit klingt das Album modern und frisch.

Mit einem gelungenen Progsong, der diesen Namen auch verdient, startet RESISTANCE. Zu Beginn noch mit einem schleppenden Bass, der später auch noch in einem Solo glänzen darf, übernimmt Machin fast unmerkbar mit einem Solo. Der Song taumelt ungestüm hin und her, wird aber immer wieder aufgefangen. Sei es von einer gelungenen Melodie, sei es von der Rhythmustruppe. Zum Schluss hin wird es härter und die Band zeigt kurz ihre Metalseite. Es geht nahtlos weiter mit dem groovigen und griffigen NIGHT AND DAY. Ja, diese Grooves. Man wird sie noch ein paar Mal zu hören kriegen, ähnlich wie bereits auf dem Kiama Album „Sign of IV“. Es waren dort stets die Highlights neben seinen Soli......

Das ruhig und getragen beginnende MAKE BELIEVE, wird von de Gaultier's schöner Stimme geprägt. Stets gleich klingende Tonmotive führen den Song zum härteren Mittelteil, bevor er zum Schluss mit ruhiger Gitarre ausklingt. Wie eine Indieband klingen sie in HIDDEN IN PLAIN SIGHT. Im ersten Moment war ich völlig perplex und leicht enttäuscht. Doch nach einigen Hörsessions liebe ich diesen Song regelrecht. Das ist groovy, catchy und besitzt eine Menge Sexappeal. Inklusive eines tollen Gitarrensolos. Und einer scharfen Rhythmusgitarre.

Polternder Rhythmus, eingängiges Riff, einschmeichelnder Gesang mit grenzwertigem Kitscheffekt und diesem südländischem Flair, ist Machins Solo das Highlight in A NEW REALITY. Kann nicht an die Qualität der anderen Tracks anknüpfen. Mit einem längeren und repetitiven Synthiemuster und einer elegant drüber gespielten Gitarre beginnt MEGACYMA und steigert sich in ein nervöses Drum- und Bassspiel. Klasse dann wiederum das Solo von Machin. Er scheint diese wirklich aus dem Ärmel zu schütteln.

Die wirklich wenigen schwächeren Momente des Albums stören mich nicht. Da stechen die positiven bei weitem heraus. Die Abwechslung, die fließenden Arrangements, die gelungenen Vocals, die grandiosen Soli. Und Maschine haben die Schnittmenge zwischen Prog und Rock millimetergenau getroffen.

Die Deluxe-Ausgabe mit 2 weiteren Livetracks, aufgenommen in Veruno beim dortigen Progfestival 2015, ist ein Muss für alle Fans.

Anspieltipp(s): Night and Day
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.12.2016
Letzte Änderung: 10.12.2016
Wertung: 11/15
überzeugend in Komposition, Arrangement und Produktion

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Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 4 von 4)


Maschine haben nachgelegt, auf "Rubidium" folgt nun also mit "Naturalis" ein Album, das einen nicht weniger klangvollen Titel trägt. Fragt sich nur, was nun eigentlich an diesem Album "natürlich" sein soll? Angesichts der Musik wirkt dieser Name nämlich regelrecht ironisch, denn schon das eröffnende "Resistance" baut auf einem Rhythmus auf, der sich aus elektronischen Soundeffekten speist, und auch sonst werden die Mittel der Studiotechnik zur Unterhaltung des Hörers ausgeschöpft. Auch die Verbindung zu "Rubidium" wäre diskutabel, denn ganz so kantig klingt wie auf dem Debüt klingt die Musik anno 2016 nicht mehr - eher im Gegenteil.

Aber mal der Reihe nach: Im erwähnten "Resistance" folgen auf diese Soundeffekte erst locker gespielte, aber dramatisch gestimmte Riffs, später gibt es dann variantenreichen Gesang, teils begleitet durch weibliche Chöre, und spannend wird die Musik dadurch, dass immer wieder kurz gelungene und aufregende Elemente eingeworfen werden, nur um kurz danach zum "Vorher" zurückzukehren. Auf diese Weise oszilliert die Musik ziemlich interessant zwischen modernen, traditionellen, alternativen und teils gar metallischen Elementen, ohne sich voll und ganz mit einer dieser Richtungen gemein zu machen. Konsequenterweise gibt es dann im folgenden "Night And Day" ein Leprous-artiges Hauptriff, das ebenso gegen die gediegenen New-Artrock-Harmonien des männlich-weiblichen Wechselgesangs hält wie spätere Einwürfe aus der Funk- und Elektronik-Ecke und den Song die ganze Zeit über interessant hält. Auch das eigentlich nach einer simplen New-Artrock-Halbballade klingende "Make Believe" hat mehr zu bieten als seine Oberfläche, denn unter dieser (Marie-Eve de Gaultier, Gitarre) passiert doch recht viel. Insbesondere der von der Begleitung ausgehende Drive, der den härteren Riffs aus den beiden vorigen Stücken nichtt unähnlich ist, hält diese Nummer mit seinen Betonungen fortwährend in Bewegung.

Die zweite Hälfte von "Naturalis" macht dann auf dem gleichen Niveau weiter. "Hidden In Plain Sight" (ha, was für ein passender Titel...) spielt seine vertrackten Riffs ausgerechnet auf Klargitarren und schiebt ab der Mitte eine ruhigere Passage ein, die mit polyphon arrangierten Gitarren eine gewisse Lounge-Atmosphäre beschwört. Von hier aus geht es nachfolgend im letzten Drittel qua Funk lebhafter weiter, wobei die Musik aber jeweils auch vertrackter und verspielter wird. Auch das abschließende "Megacyma" macht sich ganz gut: Nach einem Intro mit einem versponnenen Arpeggio-Motiv geht's nach gut zweieinhalb Minuten mit flottem Progmetal-Riffing rund, hernach eine Strophe zu aus dem Intro bekannter Begleitung folgt. Der Refrain wird unterdessen wieder mit Progmetal eingeleitet - und zwischen diesen beiden Polen ergibt sich dann eben doch einiges an Spannung, die den Song größtenteils zu tragen vermag. Später folgen noch nette Einfälle wie beispielsweise diese Konvergenz aus Retroprog-Keyboards und Riffing nach ungefähr 10 Minuten. Zwischen diesen beiden Nummern steht allerdings mit "A New Reality" auch die einzige schwächere Vorstellung auf "Naturalis", in der es aber alleine am Zusammenhang hapert. Interessante Komponenten gibt es in Form gemeinsamer Arpeggien auf Gitarre und Mellotron, einem merkwürdigen trillernd klingenden Riff, modernistischen Streichern sowie einem jazzigen Break in der Mitte genug, aber an mir läuft dieser Song eher vorbei, denn die einzelnen Bestandteile greifen kaum ineinander und gehen entsprechend schlecht ins Ohr.

Das ist aber wie geschrieben eben auch eine Ausnahme auf diesem Album, denn ansonsten verstehen es Maschine ja blendend, eingängige und eigentlich auch konventionelle Musik zu machen, die sich weitestgehend jenseits konkret zu benennender Genres bewegt bzw. wie zuvor angedeutet eben keinen dieser Stile vollends übernimmt und deshalb nie in Formalismen verfällt. Dabei können Machin et al. auch durch ihr klares, abwechslungsreiches und nie überladenes Klangbild überzeugen, und überhaupt ist noch die Ausführung in den höchsten Tönen zu loben - Maschine agieren sehr leichtfüßig, nichts scheint den Musikern schwer zu fallen, und der Spaß beim Musizieren ist jederzeit hörbar. Nun ja - vielleicht passt der Albentitel hier dann eben doch: Die Band hat sich gegenüber "Rubidium" auf natürlichem Wege weiterentwickelt. Oder es liegt eben in der Natur seiner Verursacher, genau solch farbenfrohe, komplexe und doch schön anzuhörende Musik zu machen? Man weiß es nicht, aber fest steht: "Naturalis" hat Klasse!

Anspieltipp(s): Night And Day, Resistance, Hidden In Plain Sight
Vergleichbar mit: Leprous und vielem mehr
Veröffentlicht am: 19.1.2017
Letzte Änderung: 18.1.2017
Wertung: 12/15

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Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2013 Rubidium 10.50 4

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