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Ingranaggi Della Valle

Warm spaced blue

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: RetroProg; sonstiges
Label: Black Widow Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Davide Savarese Vocals, Glockenspiel, Rhodes
Mattia Liberati Hammond, Mellotron, Fender Rhodes, Minimoog, Piano, Vocals
Flavio Gonnellini Guitars, Vocals
Alessandro Di Siculo Guitars, Moog Minitaur, Mellotron, Synthesizers, Keyboards, Electronics, Vocals
Marco Gennarini Violin, Vocals
Antonio Coronato Bass
Shanti Colucci Drums, Percussion

Gastmusiker

Fabio Pignatelli Bass, Bass Effects (Track 1)
Florian Lechner Narrator (Track 2)
Stefano Vicarelli Modular Synthesis (Track5)
Paolo Lucini Flute (Track 6)

Tracklist

Disc 1
1. Call for Cthulhu: Orison 9:23
2. Inntal 10:35
3. Call for Cthulhu: Through the stars 3:16
4. Lada Niva 8:52
5. Ayida Wado 5:55
6. Call for Cthulhu: Promise 11:48
Gesamtlaufzeit49:49


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Die Zahnräder vom Tal drehen sich wieder! Na gut ... zugegeben, keine sehr geistreiche Einleitung. Aber bei dem Bandnamen muss man ja irgendeinen schlauen Spruch klopfen. Ingranaggi della Valle aus Rom legen mit "Warm spaced blue" also ihren Zweitling vor. Und ausgesprochen gut ist der geworden.

Erstaunlich gut. Denn, wenn ich dem Bandfoto in der Mitte des Beihefts irgendwo anders in einem musikalischen Zusammenhang begegnet wäre, hätte ich sicher nicht darauf getippt, dass diese Jungs solche Musik machen. Die sehen eher nach Boygroup aus … sind ja so viele und wirken sehr modisch, cool und gerade aus dem Ei gepellt. Geboten wird aber Prog, reinrassiger Prog, eine Art Retroprog, aber versehen mit einer eigenen, modernen Komponente.

Die Besetzung hat sich in den drei Jahren seit Erscheinen des Erstlings (siehe "In Hoc Signo") etwas verändert, doch ist die instrumentale Mischung dabei im Grunde dieselbe geblieben - die Tastenabteilung wurde aber etwas ausgebaut. Retroprogressives, oft doppelt besetztes Tastenwerk (natürlich inklusive Mellotron) wird mit jazzig-jubilierender E-Gitarrenarbeit vermengt, ergänzt um virtuosen Violineneinsatz und elektronische Einlagen, und voran getrieben von der kraftvollen Rhythmusabteilung. Dazu kommt der neue Sänger Davide Savarese, der aber eher selten zum Einsatz kommt, dann aber typisch italienisch-expressiv, wobei er allerdings immer englisch singt. Allzu sehr nach Italoprog klingt "Warm spaced blue" daher nicht.

Das Ergebnis ist ein dynamischer, sehr farbiger, abwechslungsreich instrumentierter und reichlich komplexer Prog, der mal härter rockt, mal jazzig-canterburyartig-verspielt voran tanzt, mal klassisch-retrosymphonisch rockt. Trotz der Lovecraft-Bezüge kommt die Musik eher gutgelaunt und munter daher, wobei es doch den einen oder anderen freiformatig-klangwabernd-elektronischen, leicht angedüsterten Moment gibt, insbesondere im kurzen "Through the stars". An einer Stelle im langen "Inntal" rezitiert zudem jemand namens Florian Lechner einen kurzen lyrischen Text mit zum Titel passendem, stark österreichischen (Inntaler?) Akzent. Wer weiss, welch interessante Geschichte hier dahinter steckt. Oder, hat die Band das nur eingebaut, weil es (für italienische Ohren - na gut, für die meisten deutschen auch) seltsam exotisch klingt?

Wie auch immer, "Warm spaced blue" macht wirklich Spaß und jeder an retro-modernem, komplex-vielfältigem Prog Interessierte, sollte die Scheibe dringend antesten. Vor 20 Jahren hätte dieses Album für einiges an Aufsehen in der Proggergemeinde gesorgt und den allmächtigen Änglagård ordentlich Konkurrenz gemacht. Inzwischen hat das Angebot an qualitätvollem zeitgenössischem Prog allerdings deutlich zugenommen, so dass es fast unmöglich geworden ist sich alle relevanten Alben zu Gemüte zu führen. Ich hoffe "Warm spaced blue" erfährt trotzdem die Aufmerksamkeit, die es verdient hat. Tolle Scheibe. Weiter so, Jungs!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.11.2016
Letzte Änderung: 21.1.2017
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Ingranaggi Della Valle

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2013 In Hoc Signo 11.50 2

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